Maurice Gebhard wird über seine ungewöhnliche Fahrradreise in den sozialen Medien berichten.
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Maurice Gebhard wird über seine ungewöhnliche Fahrradreise in den sozialen Medien berichten.

Aus Liebe zu Asien

Niederbrechen: 12 000 Kilometer mit dem Rad bis nach Thailand

Maurice Gebhard startet eine Traumreise der anderen Art

Niederbrechen -Maurice Gebhard ist ein "Brecher Bub". Er ist im Ort zur Schule gegangen, in Werschau hat er mit dem Tischtennis begonnen, und jetzt steigt der 22-Jährige aufs Fahrrad. Rund 12 000 Kilometer liegen vor ihm. Er will nach Thailand radeln.

Die Liebe zum asiatischen Raum entdeckte er über das Tischtennisspielen. Kultur, Sprache, Musik begeistern ihn, sagt Maurice, wenn er von seinen bisherigen Reisen erzählt. 2017 war er bereits zwei Monate in Bangkok (Thailand), 2018 folgte ein halbjähriger Aufenthalt in Shenzhen (China) und 2019 führte ihn der Tischtennissport nach Korea. Maurice spielte bis in der Bezirksoberliga Hessen-West. Und weil Tischtennis in China der Nationalsport ist, erlernte er während seiner Aufenthalte die Sprache und lernte die Menschen und die Kultur schätzen und fühlt sich damit vertraut. Besonders interessiert er sich auch für die Geschichte der Turkmenen.

Nach seiner Ausbildung als Zusteller bei der Post war er auch als Fahrradkurier in Wiesbaden unterwegs und zuletzt als Maschinenführer. 2019 reifte der Plan, mit dem Fahrrad nach China zu reisen, jedoch fand sich kein passender Reisepartner, bis er im Frühjahr den Aufruf von Moritz fand. Nach kurzem Kennenlernen, starteten die zwei zu einer ersten Test-Tour über rund 200 Kilometer von Düsseldorf ins niederländische Eindhoven(NL) - hierbei konnten die zwei sich und vor allem das Material besser kennenlernen. Im März ging es dann an die konkrete Reiseplanung.

Das Gepäck

wiegt 45 Kilo

Der 22-jährige Maurice startet mit seinem 28-Zoll--Fahrrad, welches mit 3000 Kilometern bereits gut eingefahren ist. Das Fahrrad selbst wiegt 16 Kilo und das mitgeführte Gepäck noch einmal etwa 45 Kilo.

Das Fahrrad ist aus gehärtetem Stahl, da dieser Werkstoff weltweit zu verarbeiten ist. Pannenschutzreifen, wasserdichte Gepäcktaschen, Handyofflinekarten, klassische Papierkarten und Kompass sind genauso dabei wie eine Energieversorgung mittels Solarpanel und ein USB-E-Werk, gespeist über den Narbendynamo. Ein 100-Lux-Licht wird den Weg weisen, Lenker-, Sattel-, Rahmentaschen bieten weitere Stauräume für die mitgeführten Ausrüstungsgegenstände wie Actioncam, Zelt, Schlafsack, Isomatte, Ersatzreifen, -schläuche, Campingkocher, Topf, Besteck, Werkzeug, Erste-Hilfe-Ausstattung mit Notfallmedikamenten, Fahrradbekleidung oder Thermounterwäsche.

Die Reise führt durch Deutschland, Polen, Belarus, Zentral- und Südrussland, das Wolgagebiet, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Tibet, Laos bis nach Thailand. Der Rückweg wird dann mit dem Flugzeug erfolgen. Die Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser wird vor Ort individuell erfolgen. Je nach Möglichkeit wird auch in festen Unterkünften übernachtet, aber das entscheidet sich unterwegs, berichtet der Abenteurer. Jetzt die Chance nutzen, die das Leben bietet, das ist Maurice wichtig, der in dieses besondere Abenteuer startet.

Die beiden Radler freuen sich über Begleitung der besonderen Art: Denn über die Kanäle der sozialen Medien werden die zwei die Daheimgebliebenen über ihre Reise auf dem Laufenden halten - je nach Internetversorgung. Unter dem Stichwort "Kettegeben" finden sich auf YouTube und Instagram die Möglichkeiten zum virtuellen Mitreisen - über ein "Like", "Abo" und natürlich Zuspruch werden die zwei sich während ihrer Tour freuen.

Peter Ehrlich

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