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Thorsten Janning (Grüne)

Presseberichte reichen ihm nicht

Bürgermeisterkandidat Thorsten Janning will runden Tisch zur Windkraft in Hahnstätten

Der Bürgermeisterkandidat Thorsten Janning (Grüne) fordert einen runden Tisch und Bürgerbeteiligung zum Thema Windkraft. Nur Gutachten und Presseberichte reichen ihm nicht.

Windkraft ist nicht erst in den vergangenen Monaten in der Region zum Streitthema geworden. „Befürworter und Gegner rüsten in ihren Argumentationen mehr und mehr auf“, schreibt Thorsten Janning, VG-Bürgermeisterkandidat der Grünen im Aar-Einrich. „Ein Beleg dafür ist der jüngste Bericht über die mögliche Haftung von Kommunalpolitikern bei Gesundheitsschäden der Bevölkerung durch Infraschall-Belastung der Bevölkerung, der die Beteiligten eher verunsichern soll als zu konstruktiver Arbeit zu ermutigen.“

Thorsten Janning will Befürworter und Gegner von Windkraft in Hahnstätten an einen runden Tisch bringen

„Kommunalpolitik ist immer dann erfolgreich, wenn sie auf einem sachlichen Konsens beruht.“ so Janning. „Wenn Befürworter und Gegner nicht mehr miteinander reden, sondern sich indirekt mit Gutachten, Presseberichten und plakativen Behauptungen bewerfen, kommen wir vor Ort niemals zu guten Entscheidungen. Als VG-Bürgermeister werde ich zum Thema Energie und Windkraft einen runden Tisch einrichten, zu dem ich Bürgerinitiativen, Kommunalpolitiker und Fachleute einlade, konstruktiv an einer gemeinsamen, an der Sache orientierten Lösung zu arbeiten.“

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Janning weiter: „Die meisten Menschen, mit denen ich spreche, Fachleute wie normale Bürger, sind ja einer Meinung, dass wir in Zukunft Energie regenerativ erzeugen müssen und dass eine regionale Erzeugung große Vorteile hat. Viele fühlen sich aber nicht genügend beteiligt oder mit ihren Bedenken gehört, wenn es dann um die konkreten Entscheidungen geht.“

Menschen profitieren von zukunftsweisenden Energiekonzepten wie der Windkraft

Janning ist der Überzeugung, dass sich die formalen Planungs- und Genehmigungsprozesse sogar beschleunigen lassen, wenn man direkt an Ort und Stelle Konsens bei allen Beteiligten herbeiführt. Und wenn die Verbandsgemeinde nach dem politischen Konsens dann noch eine professionelle und wirtschaftlich vernünftige Infrastruktur bereitstellt, würden die Menschen von zukunftsweisenden Energiekonzepten profitieren – sowohl durch eine nachhaltig intakte Umwelt als auch durch eine regionale Wertschöpfung.

„Die Werke sind ein wesentlicher Gestaltungsraum unserer Verbandsgemeinde“, heißt es in Jannings Pressemitteilung. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir vor einigen Jahren in Hahnstätten neben den traditionellen und erfolgreichen Werken zur Wasserversorgung und -entsorgung ein Wärmeversorgungswerk haben gründen können und dass ich meinen Teil dazu habe beitragen können. Meine Vision ist, dass die VG Aar-Einrich zu einer der modernsten kommunalen Einheiten bezüglich der Energieversorgung und -beratung für die Bürger wird.“

Bausteine für die Vision von Thorsten Janning sind:

1. die Verwertung des Klärschlamms in einem kommunalen Faulturm,

2. Nutzung der Energie des Faulturms zur Trocknung von Gemeinde-eigenem Abfallholz, um damit autark das eigene Fernwärmenetz zu speisen,

3. Alternativ-Aufbau einer kommunalen Biogas-Anlage, kommunaler Strom-Produktion und Einstieg in die VG-eigene Stromversorgung,

4. Möglichst Erweiterung des Fernwärmenetzes in der Verbandsgemeinde für gewerbliche und private Nutzer,

5. Betrieb des Stromnetzes in kommunaler Eigenverantwortung, möglicherweise in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden.

Weitere Informationen gibt es unter www.aufbruch-aar-einrich.de

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