Chancen und Grenzen von Inklusion

„Inklusion – alle Wege sind offen?!“ Das ist die Überschrift des „Tages der Inklusion“ am Samstag, 14. März, ab 13 Uhr im Evangelischen Gymnasium Bad Marienberg.

Beim „Tag der Inklusion“ in Bad Marienberg soll es sowohl um die Chancen als auch die Grenzen des Miteinanders von behinderten und nichtbehinderten Menschen in Bildungseinrichtungen gehen. Der Tag beleuchtet das Thema mit einem „Markt der Möglichkeiten“, einer Podiumsdiskussion und einem Kabarett auf ganz unterschiedliche Weisen.

Die Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung im Dekanat Selters, Regina Kehr, hält eine solche Veranstaltung für „längst überfällig“. „Das Thema ist in aller Munde – höchste Zeit, dass wir zeigen, welche Angebote es schon gibt und in welchen Bereichen gehandelt werden muss“, sagt die Leiterin der Evangelischen Erwachsenenbildung Westerwald, die den Tag gemeinsam mit dem Bad Marienberger Gymnasium, der Katharina-Kasper-Stiftung Dernbach, dem Zentrum Bildung der Landeskirche und den Evangelischen Kitas der Westerwälder Dekanate veranstaltet. „An diesem Tag geht es um die Frage, wie sich Inklusion in Bildungseinrichtungen umsetzen lässt; was nötig ist, um sie Kindern und Eltern zu ermöglichen und wo es noch ungenutzte Chancen gibt.“

Die Veranstaltung beginnt mit Musik des Chores Klangseelen und einem Fachvortrag, in dem Professorin Dr. Marion Felder in das komplexe Thema einführt. Natürlich haben die Teilnehmer im Anschluss die Möglichkeit, mit der Referentin und untereinander ins Gespräch zu kommen. Danach können sie den Markt der Möglichkeiten entdecken – ein Forum, in dem Integrative Einrichtungen, Vereine und Verbände sich und ihre Arbeit präsentieren. Parallel dazu gibt es Workshops zu verschiedenen Bereichen der Inklusion, und eine Podiumsdiskussion schließt den offiziellen Teil gegen 18 Uhr ab.

Dass das schwierige Thema auch mit einem Augenzwinkern betrachtet werden kann, beweist ab 19 Uhr Pfarrer Rainer Schmidt: Mit viel Witz und Humor erzählt der Theologe, Kabarettist und Goldmedaillengewinner im paralympischen Tischtennis Geschichten aus seinem Leben. Das Kabarett beendet den Tag der Inklusion und kann auch losgelöst von der Fachtagung besucht werden.

Nun hoffen die Veranstalter nicht nur auf viele interessierte Besucher, sondern dass der „Tag der Inklusion“ dazu beiträgt, dass das Thema künftig besser in den Bildungseinrichtungen umgesetzt wird. „Wir brauchen kleinere Klassen, einen angemessenen Personalschlüssel und geeignete Räumlichkeiten“, erklärt Sabine Jungbluth, verantwortlich für die Erwachsenenbildung im Dekanat Bad Marienberg. „Falls wir es mit der Inklusion an Schulen und Kindergärten wirklich ernst meinen, kommen wir um ein neues pädagogisches Konzept nicht herum.“

Die Tagesgebühr beträgt 5 Euro. Darin enthalten sind die Verpflegung und die Workshops. Das Kabarett kostet 8 Euro (ermäßigt 5 Euro). Karten sind im Vorverkauf in den beiden Dekanatsbüros und an der Abendkasse erhältlich.

Infos und Anmeldung bei der Erwachsenenbildung in den Dekanaten Bad Marienberg oder Selters (Sabine Jungbluth, Telefon:  0 26 63/9 68 20, E-Mail: Sabine.jungbluth.dek. badmarienberg@ekhn-net.de beziehungsweise Regina Kehr, Telefon:  0 26 26/92 44 14, E-Mail: Regina.kehr. dek.selters@ekhn-net.de.

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