Verkehrssituation

Dem Chaos am Schulzentrum ein Ende setzen

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Zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes im Kreis Limburg-Weilburg sind die Hausaufgaben gemacht. Zur Entlastung der verkehrlichen Situation an den Limburger beruflichen Schulen wird über eine neue Fahrtroute für die Busse nachgedacht.

Im Ausschusses für Jugend, Schule und Bau des Kreistags Limburg-Weilburg war die verkehrlich angespannte Situation an den beruflichen Schulen in Limburg-Blumenrod erneut Thema einer Beratung. Dirk Plate, Geschäftsführer der Verkehrsgemeinschaft Lahn-Dill-Weilburg meinte, nicht die Platzkapazität in den Bussen sei ein Problem, sondern die Verkehrssituation zu den An- und Abfahrtszeiten an den drei Schulen wie Friedrich-Dessauer-Schule, Adolf-Reichwein-Schule und Peter-Paul-Cahensly-Schule.

Vielleicht könne eine geänderte Verkehrsführung für die Busse zur Entspannung beitragen, in dem Busse nicht mehr über die Blumenröder Straße fahren, sondern einen anderen Weg nehmen, zum Beispiel Holzheimer Straße, sagte Plate. Außerdem werde ab Dezember an der Haltestelle Bahnhof-Südseite in Limburg ein zusätzlicher Bus eingesetzt. Für mehr als einen zusätzlichen Bus reiche die Kapazität am Busbahnhof Süd allerdings nicht aus. Die Busse fahren nach Angaben von Plate bereits jetzt im Shuttle-Verkehr.

Das Schulzentrum in Blumenrod wird von mehr als 5000 Schülerinnen und Schülern besucht. Zu den Problemen im öffentlichen Nahverkehr kommt die nicht ausreichende Parkplatzkapazität. Daher sind auch die Straßen drumherum immer wieder zugestellt.

Was die eventuelle neue Verkehrsführung betreffe, so finde Ende Oktober ein Ortstermin mit Vertretern der Stadt Limburg statt. Nähere Einzelheiten könnten erst nach diesem Termin mitgeteilt werden. Außerdem, so Dirk Plate, bestehe ja für Schülerinnen und Schüler immer noch die Möglichkeit, vom Bahnhof zu Fuß zu den Schulzentren zu laufen, was auch häufig heute schon erfolge.

Zum Thema Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes meinte Schulausschussvorsitzender Manuel Böcher (CDU), der Kreis habe seine Hausaufgaben gemacht, auch was die Mittelpunktschule „Goldener Grund“ in Selters betreffe. Im ersten oder zweiten Quartal 2019 könnten Vorschläge an das Kultusministerium in Wiesbaden weitergeleitet werden.

Aus der Kreisverwaltung vernahmen die Mitglieder des Schulausschusses Mitteilungen wie, alle Schulen seien besucht, die Schülerzahlen bekannt und damit lägen auch entscheidungsreife Unterlagen vor. Alle Bau- oder Umbaumaßnahmen seien geplant oder hätten bereits begonnen, auch an den Schulstandorten werde sich wohl nichts ändern.

Der Kreistagsabgeordnete Willi Hamm (CDU) nutzte die Diskussion, um auf die bauliche Entwicklung im Schulwesen im Kreis Limburg-Weilburg hinzuweisen. Die landesweit an den Schulen geübte Kritik über bauliche Zustände hallte er für unerträglich. Seit dem Jahr 2008 seien im Kreis Limburg-Weilburg rund 200 Millionen Euro in Schulsanierungen und Schulbauten investiert worden. Das habe kein anderer Kreis in Hessen aufzuweisen. Hamm sprach dabei auch von einem Beschäftigungsprogramm für zahlreiche mittelständische Betriebe. Bei Missständen sollte schon gemeckert werden, aber insgesamt sollten sich die Bürger über die hohen Investitionen für Bildung im Kreis freuen.

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