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Die großen Pakete mit Toilettenpapier führten die Autofahrer zur Verkaufsstelle beim "Toilettenpapier-Drive-in" auf dem Parkplatz des Dornburg-Centers. An zwei Tagen standen hier drei Paletten zur Verfügung.

Corona-Krise

„Toilettenpapier-Drive-in“: Kreative Aktion in Dornburg

In Dornburg bei Limburg werden vor einem Markt Großpakete direkt an den Autos verkauft. Der sogenannte „Toilettenpapier-Drive-in“ kommt gut an.

  • Klopapier ist seit der Ausbreitung des Coronavirus ein besonders begehrtes Produkt.
  • Ein Markt in Dornburg (Kreis Limburg-Weilburg) hat sich die erhöhte Nachfrage zunutze gemacht.
  • Die Verkaufsstrategie ist kreativ: Ein „Toilettenpapier-Drive-in“.

Dornburg - Hört man den Begriff „Drive in“, fällt einem sofort eine berühmte Burgerkette ein. Bequem kann man mit dem Auto vorfahren, die Bestellung aufgeben und kurz später mit Essen und Getränken die Weiterfahrt antreten. Doch auch andere Anbieter haben sich diesem Service angeschlossen, etwa Apotheken oder sogar Baumärkte. In Frickhofen ist nun ein weiterer "Drive in" dazugekommen. 

An zwei Tagen war auf dem Gelände des Dornburg-Center ein „Toilettenpapier-Drive-in“ im Angebot. Hier gab es das Angebot, 24 Rollen Klopapier im XXL-Paket, dreilagig, zu einem Preis von acht Euro zu kaufen. Und das Angebot wurde angenommen, zahlreiche Pkw reihten sich vor dem Kiebitz-Markt ein, wo drei große Paletten mit Toilettenpapier aufgebaut wurden.

Wie in einem richtigen "Drive in" wurde den Kunden der Weg angezeigt.

Dem Marktleiter war es gelungen, über das Händlernetz an einen größeren Posten Klopapier zu kommen. Schließlich hatten ihn viele Kunden des Marktes nach Toilettenpapier gefragt, obwohl das normalerweise nicht zum Sortiment des Kiebitz-Marktes gehört.

„Klopapier-Drive-In“ im Kreis Limburg: „Zeichen, dass es weitergeht“

Da aber in der derzeitigen Lage nur zehn Kunden gleichzeitig im Markt sein dürfen, hat er sich für die „Drive in“-Variante entschieden, um damit den normalen Geschäftsbetrieb nicht zu behindern. Daher wurde der Verkauf nach draußen verlegt. „Dazu hatten wir auch noch Glück mit dem Wetter“, sagte Mitarbeiterin Annette Naidzuk, die mit einem Mundschutz ausgerüstet die vielen Toilettenpapierrollen verkaufte. „Gleichzeitig wollen wir aber auch ein Zeichen setzen, dass es weitergeht.“

Die Aktion kam bei vielen Kunden gut an, auch wenn der Arbeitsaufwand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deutlich höher war. „Es ist eine lustige Sache“, sagte eine Kundin. Andere sahen das anders. So kamen negative Stimmen auf, dass in einer solch schweren Zeit nicht noch mit der Not der Menschen Werbung gemacht werden sollte. 

kdh

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