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Der Antrittsbesuch des Landesvaters

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Früher Wahlkampf: Boris Rhein stimmte in Bad Camberg auf die Landtagswahl 2023 ein.
Früher Wahlkampf: Boris Rhein stimmte in Bad Camberg auf die Landtagswahl 2023 ein. © kka

Wahlkampfunterstützung für Daniel Rühl und in eigener Sache

Bad Camberg -Politik muss Sicherheit geben und für gute Stimmung im Land sorgen. Deshalb sei Boris Rhein an der Spitze der hessischen CDU der richtige Mann an der richtigen Stelle, begrüßte der heimische Landtagsabgeordnete Andreas Hofmeister (CDU) den hohen Gast aus Wiesbaden. Gemeinsam ziele man darauf, die Landtagwahl im kommenden Jahr zu gewinnen. Doch vorher gehe es um die Bürgermeisterwahl in Bad Camberg. Hofmeister warb für Daniel Rühl als einen Mann mit großer Kompetenz, der die Kommunalpolitik lebt und den Willen hat, die Stadt zu gestalten. Auch Boris Rhein lobte den Kandidaten als führungsstarke Persönlichkeit mit der Fähigkeit, die Stadt voranzubringen.

„Wir sind eine großartige und besondere Traditionspartei“, sagte der Ministerpräsident. Seit nunmehr 23 Jahren regiere die CDU dieses Land und habe auch den jüngsten Generationswechsel reibungslos und in großer Einigkeit vollzogen.

„Auf uns kommt die große Verantwortung zu, Hessen auch in Zukunft zu gestalten “, stimmte Rhein seine Parteifreunde auf die Landtagswahl im kommenden Jahr ein. Denn nach den vielen Krisen und den dunklen Corona-Jahren befände sich das Land erneut in unruhigen Zeiten.

Es geht nicht um warme Wohnzimmer

Der brutale russische Angriffskrieg auf die Ukraine mit all seinen Gräueltaten bringt die Welt aus den Fugen. Es gehe nicht nur um Duschgewohnheiten und warme Wohnzimmer in Deutschland, sondern um Frieden und Freiheit in Europa, fasste Rhein zusammen. Wenn wir wollen, dass die Ukraine gewinnt, dann brauche das Land eine moderne Ausrüstung und kontinuierliche Waffenlieferungen. „Dazu gehören auch Kampfpanzer“, betonte er. Die Bundesregierung habe sich schließlich klar zu schweren Waffen positioniert, und dieser Beschluss müsse nun umgesetzt werden.

„Die Union macht großartige und konstruktive Oppositionsarbeit, und Friedrich Merz beweist sich einmal mehr als ein kraftvoller Motor, der zeigt, wo es langgeht und der Ampel Druck macht“, lobte Rhein. Dabei müsse doch eigentlich die Regierung sagen, was getan werden muss. „Offenbar sind die Verhältnisse der Regierungen in Bad Camberg und Berlin ähnlich. So gibt es an beiden Stellen Verbesserungs- und Nachholbedarf, und es braucht mehr Engagement sowohl für die Stadt als auch für das Land“, warf der Ministerpräsident ein und erntete Zwischenapplaus.

Ahrtal, Waldsterben und Wasserknappheit

In schwierigen Zeiten brauchen die Menschen Stabilität. Deshalb wolle die CDU in Hessen auch künftig die Regierung stellen. Nicht nur für die Lösung der aktuellen Probleme, sondern auch um die mittel- und langfristigen Aufgaben im Blick zu halten. Das Unglück im Ahrtal, Waldsterben oder Wasserknappheit zeigen, dass der Schutz des Klimas in den Mittelpunkt aller Bemühungen zu stellen ist. „Auch wenn es in unserer schwarz-grünen Koalition fast immer um Kompromisse geht, so ist doch die Bewahrung der Schöpfung ein originär christdemokratisches Thema“, betonte Rhein. Allerdings seien Ökologie und Ökonomie sozialverträglich zu vereinbaren.

Man dürfe die Merkel-Ära nicht schlechtreden, schließlich habe die Kanzlerin das Land sehr verlässlich durch die Krisen der letzten Jahre geführt. Wenn auch nicht alles perfekt gelaufen ist, so stände doch kaum ein Land sicherer und zuverlässiger da als Deutschland, bekräftigt Rhein. In Anbetracht des derzeitigen Durcheinanders in Berlin müsse den Bürgern klar sein, dass „wir gerade jetzt eine starke Union brauchen, die Orientierung gibt und in der Lage ist, die Führung zu übernehmen“.

Entgegen dem Zögern und Zaudern der Bundesregierung stehe die Union hinter dem Weiterbetrieb der klimafreundlichen Kernkraft. Um den Strompreis zu stabilisieren, könne man sich den Luxus nicht mehr leisten, die eine oder andere Energiequelle auszuschließen. Natürlich sollten auch Heimatenergien wie Biomasse, Sonne, Wind und Wasser ausgebaut werden, da nur so aus der Erpressungssituation von Putin herauszukommen sei, forderte Rhein. Zudem sei die Gasumlage sofort zu kippen, der Strompreis zu deckeln und ein Belastungsmoratorium für Unternehmer zu schaffen.

Das Schlusswort hat Daniel Rühl

Nach abschließenden Bemerkungen zum Landeshaushalt übergab Boris Rhein das Wort an Daniel Rühl. „Ich habe in vielen Bürgergesprächen erfahren, wo der Schuh drückt und wertvolle Anregungen für die weitere Arbeit erhalten“, so der 41-jährige Kandidat. Deshalb möchte er als neuer Bürgermeister von Bad Camberg die Stadt positiv verändern und dabei all jenes bewahren und stärken, was gut ist.

kerstin kaminsky

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