Kämpfen um jeden Cent: Thorsten Rosam, Stephan Schmidt, Timothy Färber, Eric Sidibe und Daniel Geberzahn (von links).
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Kämpfen um jeden Cent: Thorsten Rosam, Stephan Schmidt, Timothy Färber, Eric Sidibe und Daniel Geberzahn (von links).

Spendenkampagne

Diez: Das neue Kalkwerk-Dach nimmt Gestalt an

  • vonRobin Klöppel
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Über 400 Spender stehen hinter dem Kultur- und Jugendförderkreis. Weitere Unterstützer sind aber nötig.

Diez -"Ich bin Kalkwerk" heißt die Spendenkampagne des Kultur- und Jugendförderkreises Diez. Noch bis Ende Juli läuft die Sammelaktion, auf Englisch "Crowdfunding", über die Internetseite Startnext. Sie soll die Verluste des durch Corona ausgefallenen Kalkwerk-Festivals 2020 ausgleichen, damit bis zum Festival 2021 eine neue Bühnenüberdachung gebaut werden kann.

Die Verantwortlichen haben nun bei einem Treffen vor Ort eine erste Zwischenbilanz gezogen. Stephan Schmidt vom Orgateam sagte: "Wir sind sehr zufrieden, dass bei Kampagnenhalbzeit bereits 414 Spender 23 279 Euro zur Verfügung gestellt haben." Ein paar Tage später steht die Sammeluhr sogar schon bei knapp 28 000 Euro. Als Kampagnenziel sind 50 000 Euro ausgerufen. 35 000 würden aber schon reichen, um das Dachprojekt zu realisieren. Jeder weitere Euro wird zur Kulturförderung im Kalkwerk sowie zur Erhaltung der Räumlichkeiten dort eingesetzt.

"Wir bekommen das Geld auf jeden Fall ausgezahlt, auch wenn wir die 50 000 Euro nicht ganz erreichen", ergänzte Thorsten Rosam. Ob die Dachsanierung auch direkt in Auftrag gegeben werde, falls man knapp unter 35 000 Euro bleiben sollte, müsse in diesem Fall dann noch beraten werden, so Rosam. Er dankt ausdrücklich den Baufirmen Zoth aus Westernohe und Bautec aus Höhn, die sich nach der Festival-Absage auf eine Unterbrechung der Arbeiten eingelassen hatten, bis wieder Geld in der Vereinskasse ist.

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Rosam und seine Mitstreiter gehen davon aus, dass die 50 000-Euro-Marke der Crowdfunding-Kampagne noch bis Ende des Monats geknackt werden könnte. Das sei, wie Schmidt meinte, auf alle Fälle machbar, wenn alle, denen das Kalkwerk etwas bedeute, mitmachten - und wenn diese die Aktion zudem über ihre Profile in den sozialen Netzwerken an ihre Freundeskreise weiterverteilten.

Über Startnext kann man fürs Spenden Belohnungen erhalten. Für zehn Euro kann man symbolisch ein Retterbier kaufen. Das Bier oder andere Getränk nach Wahl bekommt man dann beim Festival im kommenden Jahr ausgeschenkt Für 15 Euro gibt es die neue Kalkwerk-CD, für 30 Euro T-Shirts mit verschiedenen Motiven und für 60 Euro einen Kalkwerk-Zipper.

Stephan Schmidt sagte, dass es klar sei, dass die Shirts teurer als am Merchandising-Stand des Festivals seien. Es gehe ja darum, etwas mehr zu bezahlen, um das wichtige Vereinsanliegen zu unterstützen.. Es besteht aber auch die Möglichkeit, über die Startnext-Kampagne oder den PayPal-Account des gemeinnützigen Vereins andere Beträge nach Wahl ohne direkte Gegenleistung einzuzahlen. So haben sich schon Spender mit den stolzen Beträgen von 500 und 1200 Euro beteiligt. 44 Euro habe jeder Spender bisher im Schnitt gegeben, verriet Rosam.

Stephan Schmidt betonte, dass aber auch jede kleinere Spende die Kampagne weiterbringe. Manche würden vielleicht fünf Euro geben, glaubten aber, dass das wenig bringe. Aber viele Kleinspenden könnten die Kampagne, wie Schmidt denkt, sehr voranbringen. Wenn jeder der 3500 Kalkwerk-Follower bei Facebook beispielsweise fünf Euro in den "Topf" geben würde, wären das schon 17 500 weitere Euro in der Kasse.

Timothy Färber sagte, bei einer Zwischenbesprechung habe man sich überlegt,, ob man weitere Goodies bei der Crowdfunding-Aktion einstelle. Doch man habe sich letztendlich dagegen entschieden, um nicht die zu benachteiligten, die bereits gespendet hätten. Schmidt erklärte, dass es einen enormen Aufwand bedeutet hätte, sämtliche Kalkwerk-Bands anzufragen, ob sie den Spendern etwas Persönliches wie beispielsweise Musikstunden anbieten würden.

Ebenfalls werde noch darüber gesprochen, ob unter den aktuell gültigen Hygienevorschriften ein Benefizkonzert der Kalkwerk-Bands stattfinden könne. Färber sagte, dass das Problem dabei sei, dass das Gelände mehrere offene Eingänge habe und somit das Geschehen bei einem solchen Konzert unter Corona-Bedingungen nur schwer zu überwachen sei. Lust darauf, endlich wieder zu spielen, hätten aber alle Kalkwerk-Bands.

Sechs Bands

proben wieder

Timothy Färber freut sich, dass die ersten sechs Bands unter Einhaltung der Vorschriften auf dem Gelände bereits wieder mit dem Proben begonnen haben. Jetzt will der Förderverein die letzten vier Wochen der Crowdfunding-Kampagne noch einmal alles geben, um die 50 000 Euro-Marke zu knacken und dann 2021 wieder auf einer optimalen Bühne beim Festival auftreten zu können.

Bis dahin wird noch fleißig für die Spendenaktion getrommelt: Das heißt, es wird immer wieder neue Videos und Aufrufe in den sozialen Netzwerken sowie ein Gewinnspiel geben, bei dem hoffentlich möglichst viele Menschen aus der Region im Internet den Kampagnenaufruf teilen werden. Wer helfen will, findet alle Infos unter www.startnext.com/ichbinkalkwerk und www.kalkwerkfestival.org im Internet.

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