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Die Region trauert um Hubert Schneider

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Von: Rolf-Peter Kahl

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Hubert Schneider ist am Freitag gestorben. FOTO: Rolf-Peter Kahl
Hubert Schneider ist am Freitag gestorben. © Kahl, Rolf-Peter

Der frühere Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten ist im Alter von 86 Jahren gestorben.

Diez/Aar -Nicht nur die Bürger von Diez, sondern die Menschen des gesamten Unteren Aartals trauern um Hubert Schneider, der am Freitag im Alter von 86 Jahren gestorben ist. Schneider war von 1981 bis 1999 zweiter Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten. Zuvor war er bereits sieben Jahre lang Ortschef von Burgschwalbach.

Ennerich, Burgschwalbach, Montabaur, Bad Camberg, Diez - das waren die Stationen in Hubert Schneiders Leben. Dort hat er gelebt und zum Teil gewirkt. In einem Bauernhof in Ennerich ist er als zweiter von drei Söhnen geboren und aufgewachsen, ging hier zur Schule, spielte Geige und schnitzte Holzfiguren. Er hat als Jugendlicher erlebt, wie sein Vater abgemagert aus dem Krieg zurückkam.

In Burgschwalbach hat er geheiratet und zwei Häuser gebaut. Stolzer Vater von Isabella (1961) und Hans-Ulrich (1965), fing er an, sich kommunalpolitisch zu engagieren. Am Palmbach gründete er den SPD-Ortsverein, nachdem er im Jahr 1969 im Ortsverein Hahnstätten das Parteibuch der Sozialdemokraten in Empfang genommen hatte. Und in Burgschwalbach war der gelernte Elektroingenieur schließlich von 1974 bis 1981 Ortsbürgermeister.

Unvergessen aus dieser Zeit ist die Dorferneuerung, die eindeutig seine Handschrift trug. In seiner Zeit als Verbandsgemeindebürgermeister hat er viel bewegt. So entstand unter anderem die Kläranlage und der Bau des Schulzentrums an der Jahnstraße.

Seine Mitmenschen und Weggefährten beschrieben Hubert Schneider als einen Menschen, der voller Überraschungen steckte, als augenzwinkernd, schelmisch, gesellig, interessiert, mutig und schlitzohrig. Nachdem er 2005 seine Ehefrau nach einem Krebsleiden verloren hatte und er selbst zahlreiche gesundheitliche Schläge erleiden musste, lebte er seit 2011 mit seiner Lebensgefährtin Anette Wick im schmucken Haus am "Altendiezer Stich". Sein Lebensmotto lautete: Nie den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Immer vorausdenken, wie es werden könnte. Nichts dem Zufall überlassen.

Die Region verliert mit Hubert Schneider nicht nur einen engagierten Kommunalpolitiker, sondern auch einen äußerst liebenswerten Mitbürger. Rolf-Peter Kahl

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