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Diez: Buntes Treiben vor der historischen Kulisse

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Maren Busch hat gut lachen. Bei bestem Wetter ging das Jubiläumsfest über die Bühne.
Maren Busch hat gut lachen. Bei bestem Wetter ging das Jubiläumsfest über die Bühne. © kunz

600 Bürger, Ehrengäste und Helfer zum Abschluss des Jubiläumsfests

Diez -Zum Abschluss des Festwochenendes zum Jubiläum des 350-jährigen Bestehens von Schloss Oranienstein herrschte noch einmal buntes Treiben vor der historischen Kulisse. Rund 600 Bürger, Ehrengäste und Helfer hatte die Stadt den Hausherren der Bundeswehr gemeldet, und fast alle kamen. Sie feierten mit einem großen Picknick und bei viel Sonnenschein den Geburtstag des Barockschlosses - die meisten in lokalpatriotischem Orange und einige sogar standesgemäß in historischem Gewand gekleidet.

Auch Stadtbürgermeisterin Annette Wick und Standortkommandant Generalstabsarzt Dr. Armin Kalinowski hatten es sich nicht nehmen lassen, sich in Schale zu werfen und historische Festgewänder anzulegen. "Das sieht super aus, aber glauben Sie mir, bei diesem Wetter ist das eine echte Herausforderung", begrüßte die Stadtchefin das Publikum.

Und dann ging es auch schon los: Der Männerchor Germania Freiendiez brachte die "Hymne Schloss Oranienstein" zur Uraufführung. Zur Musik von Alwin Michael Schronen hatten Chorleiter Jürgen Faßbender und Tobias Helfrich zwei Strophen getextet, mit denen der Chor das Publikum und (zu Beginn der zweiten Strophe) besonders die Bürgermeisterin entzückte:

"Erbaut auf Gottes festem Grund, goldgelb, so lind und verträumt, wo Eltz und Lahn vereint zum Bund, von Wäldern umsäumt. Gar märchenhaft, aus grauer Wand wächst es empor, weit sichtbar den Menschen drunten, noch heut' wie zuvor. So mannigfach erblüht es im Schloss voller Pracht! Viel' Blumen und edle Klänge, hat's stet uns gebracht. Schon viele Frauen, klug und schön, regierten Stadt und die Flur. Manch' Wand'rer durch die Straßen geh'n, folgen heut' noch still ihrer Spur. Oranienstein, dir Wurzel des Königshaus', in Zukunft soll stolz erblüh'n der Magnolienstrauß! Gar märchenhaft, aus grauer Wand wächst du empor, weit sichtbar den Menschen drunten, noch heut' wie zuvor."

Salutschießen der Kanone

Nach einer Wiederholung der Hymne als Zugabe schlug dann nach über zwei Jahren Abstinenz die große Stunde der Diezer Kadettengarde: Unter dem Kommando ihres Vorsitzenden Reinhold Egenolf konnten sie endlich wieder einmal ihre Kanone zum Salutschießen einsetzen. Mit fünf krachenden Kanonenschüssen für die Oraniensteiner, die Bürger von Diez, für Volk, Vaterland und Gott, für den Frieden auf der Welt und mit einem Friedenswunsch für die Ukraine wurde der offizielle Teil des Jubiläumsfestes beendet.

Von nun an war es den Gästen überlassen, es sich an den langen Picknicktafeln mit Freunden sowie alten und neuen Bekannten bei den mitgebrachten Speisen und Getränken gutgehen zu lassen. Mit von der Partie unter anderem auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet, der künftige Landrat Jörg Denninghoff, Bürgermeister von Nassau Manuel Liguori sowie aus Limburg Bürgermeister Dr. Marius Hahn und mit Prinz Thomas I. und Prinzessin Carmen I. von den Lahnauen zu Limburg das amtierende Prinzenpaar des Dreierbundes.

Unterstützung leisteten an diesem Nachmittag in hervorragender Manier die BiFa Jazzband aus Birlenbach und Fachingen, das Diezer Instrumentalensemble, das in der Schlosskapelle Stücke von Händel, Purcell und Mozart zur Aufführung brachte, Clown Betty, mehrere Führer durch das Schloss und den Park sowie zahlreiche Helfer, an die Annette Wick noch einmal einen ganz herzlichen Dank auch für die Planung und den Aufbau im Vorfeld richtete, insbesondere an Marion Adelmann. Hausherr Dr. Kalinowski sprach der Stadt Diez ebenfalls einen Dank für die Organisation und das "prächtige" Fest aus und versprach, das wegen des Ukraine-Krieges ausgefallene Schlossfest baldmöglich, vielleicht schon im kommenden Jahr, nachzuholen.

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