DLRG verlor Mitglieder

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Der Mitgliederschwund bei der Diezer DLRG wird vor allem auf die lange Bauzeit im Oranienbad zurückgeführt. Daneben freuen sich die Mitglieder auf ein neues Allzweck-Rettungsboot.

Das ging nicht spurlos an der Ortsgruppe vorbei: 15 Monate Umbauarbeiten im Oranienbad, 15 Monate Einschränkungen und Aufwand – für den Mitgliederbestand der DLRG Diez blieb das nicht ohne Folgen. Wie sehr, das ließ Vorsitzender Horst Kreutzlücken in der Hauptversammlung durch die Formulierung erkennen, den Bestand möglichst wieder von 606 auf 732 anwachsen zu lassen . . . Bis November 2015 war das Hallenbad geschlossen. Übergangslösungen wurden zwar relativ gut genutzt, der Aufwand, die Teilnehmer rechtzeitig zum Training zu bringen, war aber recht groß.

Von einem „aufregenden und anspruchsvollen Jahr“ sprach der Vorsitzende im Rückblick. Die Leitung des Oranienbades habe der DLRG einen Vertragsentwurf übergeben, der in den nächsten Wochen zum Wohle der ehrenamtlichen Tätigkeit für die Mitglieder der DLRG verabschiedet werden soll. Inzwischen liege der geänderte Erbbauvertrag ebenso vor wie die Baugenehmigung für die Garage. In der Sitzung sprach Kreutzlücken auch den Ausbau des Katastrophenschutzes an, um im Bereich der allgemeinen Gefahrenabwehr und im Katastrophenschutz „engagiert mitwirken“ zu können.

Kreutzlücken: „Mit dem Flüchtlingsthema sind wir auch beschäftigt. Uns liegt eine Anfrage zur Schwimmausbildung vor. Gedanken dazu können wir uns aber erst dann machen, wenn wir zusätzliche Wasserflächen zur Verfügung haben.“ Zur Unterbringung von Flüchtlingen wurden von der DLRG Zelte zur Verfügung gestellt. Die DLRG, wies der Vorsitzende auf den Bundesverband hin, sei im Rettungseinsatz zwischen der Türkei und Griechenland im Einsatz.

Wenige Tage vor Beginn der neuen Wachsaison fiel der Rückblick auf 2015 durchwachsen aus. „An Herthasee und Baggersee lief die Saison mit unseren Möglichkeiten vorbildlich, obwohl wir sehr viele Einsätze, auch durch leichtsinnige Badegäste, hatten“, stellte der Vorsitzende fest. In diesem Jahr benötige die Ortsgruppe ein neues Allzweck-Rettungsboot. Die Finanzierungsanträge seien gestellt, das Boot bestellt, hieß es in der Versammlung. Derzeit würden die Wachpläne erstellt, hofft Kreutzlücken auf genügend Rettungsschwimmer.

„Vor 21 Jahren haben wir den ganztägigen Wachdienst während der Badesaison übernommen“, kündigte der Vorsitzende einen besonderen Tag für den 22. Juli am Herthasee an. Am Baggersee müssten noch Gespräche über die Ausstattung des Wachdienstes geführt werden. Anfang Juni soll mit den Mitarbeitern des Offheimer Schwimmbades ein Dankeschönfest veranstaltet werden. Kreutzlücken: „Unser neugewählter Jugendvorstand kommt immer stärker in die neue Aufgabe. Ein besonderer Bereich ist das JET. Hier werden Jugendliche auf die Aufgaben als zum Beispiel als Rettungsschwimmer vorbereitet und ausgebildet.“

Für die Vereinstreue bedankte sich der Vorsitzende bei allen Mitgliedern: „Ohne Euch könnten wir unsere satzungsgemäßen Aufgaben nicht erfüllen. Bleibt unserer Organisation treu, damit wir das Erreichte erhalten und neue Anforderungen erfüllen können.“

Zehn Jahre gehören der DLRG Johannette Birkenstock, Katherina Birkenstock (beide Cramberg), Ulrike Born (Holzheim), Elke Römer (Altendiez), Luisa Simone Abel (Diez), Katja Detjen-Müller (Burgschwalbach), Philipp Daniel Enders (Hünstetten-Bechtheim), Anne Holzhäuser, Klaus Holzhäuser (Altendiez), Lucia Keim (Oberneisen), Peter Lotz (Altendiez), Christian Meckel (Mainz), Franziska Marie Müller, Frederick Lars Müller, Katharina Müller (alle Burgschwalbach), Anika Neeb (Diez), Simon Neiß (Nentershausen), Christian Scheit (Hahnstätten), Leonhard Schmidt, Franziska Siebeneicher (beide Diez) und Viola Wappler (Altendiez).

Seit 25 Jahren sind Thilo Jonas (Altendiez) und Sebastian Zabel (Holzheim) dabei.

40 Jahre gehören Petra Königstein (Brechen), Thomas Baumgart (Diez), Christian Callies (Aull), Rainer Heck, Andreas Kupka (Diez) und Holger Stein (Altendiez) der Vereinigung an.

(hbw)

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