FDP fordert neue Umgehung

  • VonBurkhard Westerweg
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Unerträglich – so nennt Gisela Diebold die Belastung durch Lärm und Abgase an der B 417. Jetzt schlägt die Fraktionsvorsitzende der FDP im Diezer Stadtrat der Politik in beiden Städten eine von Roman Rossbruch ausgehende Anregung vor, die Limburger Straße durch eine Route vom Bahnhof Diez-Ost zur B 8 nach Staffel zu entlasten. An der Westerwald-Bahntrasse entlang.

Abgase, Lärm, Staus – je weiter der Verkehr von Diez über Freiendiez in Richtung Limburg rückt, desto größer werden für Anwohner die Probleme. Auswirkungen, die nicht allein nach Überzeugung der FDP die Wertigkeit dieses Gebiets auch bezüglich des Grundeigentums und der Wohnqualität massiv benachteiligen. Deshalb richtet der Verbandsgemeindeverband die eindringliche Bitte an „alle politisch verantwortlichen Kräfte“, die Verlegung der Bundesstraße ernsthaft zu diskutieren und die Umsetzung zu betreiben.

Mit dieser „unproblematischen“ Streckenführung könne der gesamte überregionale Verkehr, der über die Bundesstraße 417 zur Autobahn 3 oder B 54/Weilburger Straße strebt, aus der Limburger Innenstadt herausgenommen werden, heißt es in einem Schreiben an die NNP. Sobald auch noch die Südumgehung realisiert worden sei, werde die Limburger Straße im Ortsteil Freiendiez und in Limburg nur noch vom innerörtlichen Ziel- und Quellverkehr frequentiert. In den betroffenen innerörtlichen Stadtteilen könnten dann wieder attraktive und lebenswerte Wohn- und Arbeitsbedingungen geschaffen werden.

Für die Städte Diez und Limburg besteht, insbesondere für die Stadt Diez, mit der Aufhebung der Freiherr-vom-Stein-Kaserne und Überführung in eine Konversionsmaßnahme die einmalige historische Chance, sich städtebaulich durch ein neues Entwicklungsgebiet zu bereichern und gleichzeitig die Lebens-, Arbeits- und Umweltverbesserungen für die Mitbürger im Stadtteil Freiendiez zu verbessern“, schreibt die FDP. Eine Verlegung der Bundesstraße parallel zur Bahnlinie bedeute für Diez, dass im Bereich der ehemaligen Kaserne bei anstehenden Nutzungsänderungen die Flächen entlang der Bahntrasse von jeglicher Bebauung und Nutzung freigehalten werden sollten. Im Stadtgebiet Limburg müsste der neue Straßendamm parallel zum Gleiskörper geführt und im Bereich der Bebauung an der St.-Foy-Straße/K 470 aus Lärmschutzgründen in einen offenen bzw. geschlossenen Trog abgesenkt werden. Die St.-Foy-Straße würde künftig an gleicher Stelle die Trasse queren, auch der beschrankte Bahnübergang bliebe an gleicher Stelle erhalten. Ab Glashüttenweg müsste die Trasse dann herausgeführt und in Staffel über eine Brücke über Lahn und Elbbachmündung an die Bundesstraße 8/Elzer Straße herangeführt werden.

Grenzüberschreitend

Diebold: „Nach Auffassung der FDP muss die Belastung an der B 417 auf Dauer nicht so bleiben, wenn die Nachbarstädte Diez und Limburg das Thema partnerschaftlich angehen und grenzüberschreitend die notwendigen Schritte betreiben, um im politischen Schulterschluss die Notwendigkeit einer Veränderung gemeinsam festzustellen und politisch mit festem Willen zu vertreten.“ Selbstverständlich würden solche Vorhaben langen Atem und Ausdauer bis zur Verwirklichung benötigen, aber sie müssten mit ernsthaftem Willen heute angestoßen werden, um Bund und Länder von der Notwendigkeit zu überzeugen. Nur dann könne zeitnah ein erster Planungsprozess in Gang kommen.

(hbw)

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