Eishockey

Den Kobras den Zahn gezogen

Wichtiger Auswärtssieg für die EG Diez-Limburg: Mit dem Erfolg in Dinslaken festigte das Team den dritten Platz.

Kobras zu bändigen ist nicht gerade eine einfache Angelegenheit. Auf dem Eis gelang dies den Eishockey-Cracks aus Diez und Limburg. Die Rockets behaupteten sich mit kleinem Kader bei den Kobras in Dinslaken knapp mit 7:5 (2:2, 4:1, 1:2). Damit nahmen sie in der Regionalliga West Revanche für die Niederlage vom ersten Spieltag, als die Mannschaft vom Niederrhein in Diez gewonnen hatte.

Ohne die verletzten Steve Themm, Emanuel Grund und Konstantin Firsanov sowie den erkrankten Philipp Maier musste die EGDL auswärts erneut mit kleiner Combo auskommen. Justin Küpper durfte in der ersten Mannschaft aushelfen, die nominell auf etwas mehr als zwei Reihen kam. Schon früh war klar: Das Spiel in Dinslaken wird ein Kraftakt.

Umso wichtiger für die Rockets, dass sie schnell in die Partie fanden: Mit einem Doppelschlag von Florian Böhm (4., 7.) lagen die Gäste früh mit 2:0 vorne. Das sorgte erst einmal für Ruhe im Spielwerk, wenngleich Dinslaken – wie zu erwarten – jederzeit in der Lage war zurückzuschlagen. Und so kam es auch: Philipp Heffler (10.) und Alexander Zaslavski (15.) sorgten für den Gleichstand. Die Rockets hielten indes voll dagegen – was nicht einfach war, denn der Kobras-Kader war mit 21 Akteuren auf dem Spielberichtsbogen voll besetzt.

„Wir haben von Beginn an mit zwei Reihen gespielt und den Jungs hier und da mal ein bisschen Luft verschafft, wenn es nötig war“, sagte EGDL-Trainer Jens Hergt und führte aus: „Wir haben das am Anfang auch sehr gut gemacht, spielen dann aber zu offensiv und kassieren die beiden Gegentore zum Ausgleich. Wobei das unter den gegebenen Umständen nach dem ersten Drittel noch in Ordnung war.“

Im zweiten Abschnitt konnten die Rockets sich bei Keeper Constantin Schönfelder bedanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. „Er hat uns da einige Male stark im Spiel gehalten“, lobte Hergt ihn. Die erneute Führung durch Julian Grund (27.) hielt zehn Minuten, dann wurden die Rockets ausgekontert (Philipp Heffler, 37.). „Das darf uns nicht passieren“, monierte Hergt. Dessen Mannschaft gab aber eine starke Antwort darauf: Robert Sokol (37.), Julian Grund (38.) und Pierre Wex (39.) schossen flugs eine Drei-Tore-Führung heraus.

In einem äußerst fairen Spiel sollten die Kobras aber noch ein weiteres Mal zurückkommen: Kristof Kelsch (48.) und Stefan Dreyer in Überzahl (52.) brachten Dinslaken wieder auf 5:6 heran. Zudem mussten die Gäste die letzten Minuten in Unterzahl spielen, sie machten mit einem Mann weniger auf dem Eis aber doch den Sack zu: Pierre Wex traf mit einem Shorthander zum 7:5 (59.).

„Da haben sich zum Schluss wirklich alle Spieler aufgeopfert für diese drei Punkte“, freute sich Hergt. „Auch wenn wir immer noch nicht da sind, wo wir sein wollen, haben wir dennoch in Dinslaken drei ganz wichtige Punkte eingefahren.“ Vor allem am Defensivverhalten müsse weiter gearbeitet werden.

Diez-Limburg: Schönfelder – Engel, Corbett, Mörschler, Krämer – Niestroj, Sokol, Mainzer, Bruch, Wex, Schwab, Küpper, Julian Grund, Böhm. SR: Fabian Caelers. Zuschauer: 126. Tore: 0:1 Florian Böhm (4.), 0:2 Florian Böhm (7.), 1:2 Philipp Heffler 10.), 2:2 Alexander Zaslavski (15.), 2:3 Julian Grund (27.), 3:3 Philipp Heffler (37.), 3:4 Robert Sokol (37.), 3:5 Julian Grund (38.), 3:6 Pierre Wex (39.), 4:6 Kristof Kelsch (48.), 5:6 Stefan Dreyer (52.,+1), 5:7 Pierre Wex (59.,-1). Strafen: Dinslaken 4, Diez-Limburg 8.

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