24-Stunden-Übung der Feuerwehr

Nachwuchs im Stress

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Verletzte nach einer Explosion, Brand am Spielschiff der Pestalozzischule, Traktorunfall an der Hohen Straße – Die 24-Stunden-Übung des Feuerwehr-Nachwuchses verlangte fast pausenlosen Einsatz.

Sie kamen diskret, ohne großes Aufsehen. Und doch absolvierte die Feuerwehr Diez-Freiendiez die 24-Stunden-Übung ihres Nachwuchses vor Pfingsten mit großem Aufwand. Einsatzleitung, Drehleiter, Rüstwagen – der Einsatz an der Pestalozzischule stellte schließlich eine Lage dar, die tags zuvor prompt in aller Ernsthaftigkeit eingetreten war. Wieder einmal hatte sich am Freitag ein Schwan einen Angelhaken in den Schnabel gezogen. Die Polizei, über die Übung an der Bootseinlassstelle Fachingen informiert, benachrichtigte die Brandschützer, und die konnten das Tier einfangen und von seinem Missgeschick befreien.

Bevor zum Abschluss der Übung der Grill angeworfen wurde, war zu Dienstbeginn die Mannschaftseinteilung vorgenommen und nach einem Erste-Hilfe-Kurs zur Wasserrettung auf die Lahn ausgerückt worden. Danach war für die 21 jungen Wehrleute keineswegs Feierabend – Unterricht über Absturzsicherung stand auf einem Stundenplan, der die Truppe gegen 21 Uhr noch einmal fordern sollte. Im Vorderwald war ein unbekannter Stoff explodiert, es gab Verletzte und umherirrende Personen. Also: Auf zur Suche. Nach dem Frühstück am Samstag war dann Eile geboten. Ein Brand am Spielschiff auf dem Hof der Pestalozzischule hatte auf andere Geräte und schließlich die Dächer von Pausenhalle und Altbau übergegriffen. Die Drehleiter musste her, um von oben löschen zu können. Laura Wolf und Maurice Montimurro (beide zehn) informierten die Presse über die Schadenslage, die diesmal schon auf die Feuerwehr wartete.

Danach nix mit Mittagessen. Im Bereich Kläranlage/Hundeplatz wurde eine unklare Situation mit mindestens einer verletzten Person gemeldet. Kaum hatten die zehn bis 17 Jahre alten Mitglieder der Jugendwehr anschließend den letzten Happen verputzt, forderte ein Traktorunfall in der Nähe einer Scheune an der Hohe Straße die Hilfe der Nachwuchsorganisation. „Hurra, hurra, die Schule brennt“ dürfte zum Schluss noch einmal Spaß bereitet haben. Diesmal war das Sophie-Hedwig-Gymnasium an der Reihe.

(hbw)

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