Schüler als EU-Politiker

Um mehr über die Arbeit des Europäischen Parlaments zu lernen, haben rund 100 Schüler aus Rheinland-Pfalz in Mainz über Themen wie Datenschutz und Lebensmittelsicherheit diskutiert, so auch einige NAOS-Berufsschüler. Dabei konnten die jungen Menschen erfahren, wie europäische Institutionen funktionieren.

„Um die Gründe für ein gemeinsames Europa zu verstehen, ist es wichtig, seine Bestandteile zu kennen“. sagte Frank Piplat, Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments in Deutschland.

Unter den 100 Schülern waren 15 angehende Kraftfahrzeugmechatroniker der Nicolaus-August-Otto-Schule in Diez mit ihrem Sozialkundelehrer Holger Langschied.

Als Abschluss einer Unterrichtsreihe zum Thema Europa war dies für die Schüler eine hervorragende Gelegenheit, dieses Thema noch einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. In verschiedenen Gruppen erarbeiteten die Schüler zunächst Pro- und Contra-Argumente zu Themen des Verbraucherschutzes, beispielweise ob in der EU der Verkauf von Lebensmitteln verboten werden sollte, bei deren Produktion gentechnische Verfahren zum Einsatz gekommen sind.

Im Plenarsaal des Mainzer Landtages stimmten sie nach ausführlicher Debatte der Pro- und Contra-Argumente anschließend über konkrete Fragestellungen ab. Dadurch erhielten sie die Gelegenheit, einmal in die Rolle eine EU-Parlamentariers zu schlüpfen und nachzuempfinden, wie schwierig eine Entscheidungsfindung zu den angesprochenen Fragestellungen unter Abwägung der verschiedenen Perspektiven ist.

Nach der Mittagspause wurde die „Plenarsitzung“ fortgeführt, und im Anschluss gab es eine moderierte Diskussion zwischen Abgeordneten des Europäischen Parlaments, des Landtages Rheinland-Pfalz und den anwesenden Schülern. Hier nahmen die Politiker der Parteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen, CDU, FDP und Die LINKE zunächst Stellung zu den drei Themen, bevor die Jugendlichen dann die Gelegenheit nutzten, Rückfragen zu stellen oder weitere Aspekte anzumerken.

(nnp)

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