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Dornburg: Die Konstruktion hält

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Von: Anken Bohnhorst

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Der alte und beschädigte Dachbelag wird abgeräumt. Bürgermeister Andreas Höfner (CDU, links), Katrin Begeré vom betreuenden Architekturbüro Löw und Dachdecker Dirk Gresser verschaffen sich einen Überblick.
Der alte und beschädigte Dachbelag wird abgeräumt. Bürgermeister Andreas Höfner (CDU, links), Katrin Begeré vom betreuenden Architekturbüro Löw und Dachdecker Dirk Gresser verschaffen sich einen Überblick. © Anken Bohnhorst

Flachdach der Mehrzweckhalle wird gründlich untersucht

Langendernbach -Die Sanierungsarbeiten am Flachdach der Mehrzweckhalle haben begonnen. Die Kiesschicht wurde entfernt und entsorgt, das Dämmmaterial und die schwarzen Abdichtungsbahnen ebenfalls, berichtet Katrin Begeré vom Limburger Architekturbüro Löw, das die Baumaßnahmen in Langendernbach betreut.

Wichtig sei: Man habe das Dach genau geprüft und festgestellt, dass die tragende Konstruktion "völlig in Ordnung" sei. Dass einzelne beschädigte Holzteile ersetzt werden, die sich etwa unter den Abdeckungen am Dachrand befinden, betont auch Bürgermeister Andreas Höfner (CDU) und reagiert damit auf Bedenken der SPD-Fraktion, das Dach werde nur von oben, nicht aber vom Innenraum der Halle inspiziert und gegebenenfalls saniert. "Bevor man aber oben was macht, muss man wissen, ob unten ein Schaden ist", hatte SPD-Fraktionsvorsitzender Ottmar Baron in der letzten Parlamentssitzung angemahnt und damit eine Debatte über die bauliche Vorgehensweise bei diesem Projekt ausgelöst.

Seine Partei hatte schriftlich gefordert, die Reparaturarbeiten auf dem Dach der Halle bis Ende August fertigstellen zu lassen. "Sollte dies aus technischen oder anderen Gründen nicht möglich sein, so ist das Dach durch andere schützende Maßnahmen so abzudichten, dass es nicht mehr in die Bereiche regnen kann", heißt es in dem SPD-Antrag an die Gemeindevertretung. Auch müsse eruiert werden, ob und gegebenenfalls wo sich Schimmel gebildet und das Gebälk beschädigt habe. Und diese Untersuchungen dürften eben nicht nur von oben erfolgen, hatte Baron gesagt. Ihn verwundere überhaupt, dass für die Sanierung des Hallendachs ein Antrag in der Gemeindevertretung notwendig sei. "Es sollte doch für eine Gemeinde eine Selbstverständlichkeit sein, Schäden an ihrem Eigentum möglichst schnell zu beseitigen," so der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Kein Risiko eingehen

Eine sorgfältige Prüfung des Daches und dessen Schäden hatte indes auch die CDU-Fraktion nicht in Frage gestellt. Schließlich sei auch den Christdemokraten die Reparaturbedürftigkeit bekannt. Selbstverständlich werde daher das Dach von allen Seiten untersucht, sagte der Bauausschussvorsitzende Andreas Weckbecker (CDU). Bürgermeister Höfner schlug in der Sitzung der Gemeindevertreter vor, hierfür überplanmäßig Geld zur Verfügung zu stellen, um gerade kein Risiko einzugehen. Der Gemeindevorstand hat die Langendernbacher Dachdeckerfirma Gresser mit den Arbeiten beauftragt; die Kosten betragen rund 157 000 Euro. Bereits im Haushalt 2021 waren 150 000 Euro für diese Sanierung eingestellt; die zusätzlich erforderliche überplanmäßige Ausgabe werde von einer Förderung aus dem Zukunftsfonds des Landkreises abgedeckt, berichtete Bürgermeister Höfner. Mit diesem Förderprogramm soll unter anderem die Infrastruktur der Gemeinden gestärkt werden.

Beim Flachdach der Mehrzweckhalle in Langendernbach werden die Schalung sowie die darauf aufgebrachte Dampfsperre und Dämmung überprüft und nötigenfalls erneuert. Belegt wird das Flachdach künftig mit Abdichtungsbahnen; Kies komme nicht mehr auf die Dachfläche, sagt Dirk Gresser. Die Arbeiten sollen im Frühherbst abgeschlossen sein.

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