Boden und Decken in der Hütte des Verkehrs- und Verschönerungsvereins mussten saniert werden, sagt VVV-Vorsitzende Ilse Rodegro-Habel. Das Großküchen-Equipment wurde ebenfalls erneuert.
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Boden und Decken in der Hütte des Verkehrs- und Verschönerungsvereins mussten saniert werden, sagt VVV-Vorsitzende Ilse Rodegro-Habel. Das Großküchen-Equipment wurde ebenfalls erneuert.

Engagement fürs Dorf

Dornburg: Die Grillhütte mit finanzieller Hilfe renoviert

  • vonAnken Bohnhorst-Vollmer
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Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Frickhofen erhält einen Zuschuss aus Wiesbaden.

Dornburg -Ilse Rodegro-Habel freut sich: Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Frickhofen, dessen Vorsitzende sie seit mehr als 25 Jahren ist, bekommt einen Förderzuschuss von 4200 Euro von der Hessischen Landesregierung. Damit seien ein Teil der Renovierungskosten für die Vereinshütte im Frickhöfer Wald abgedeckt, sagt sie.

Tatsächlich waren die Arbeiten in der geräumigen Holzhütte dringend notwendig: Wasser habe seinen Weg in das Gebäude gefunden, der Siebenschläfer das Mauerwerk ramponiert, berichtet Rodegro-Habel. Auch im Inneren habe allerhand saniert werden müssen. Der Boden und die Holzdecke im Thekenbereich mussten erneuert, die Elektrik wieder hergerichtet und Schränke und modernes Equipment für die Großküchentechnik angeschafft werden. Da die Vereinsmitglieder alle ehrenamtlich und unentgeldlich mit angepackt hätten, seien für die Renovierung allein Materialkosten angefallen, sagt die Vorsitzende.

Sonst bleiben derzeit

nur die Jahresbeiträge

Die addierten sich allerdings auf etwa 7000 Euro, sagt Ilse Rodegro-Habel. Die von der Landesregierung angebotene finanzielle Unterstützung, um die sich alle Vereine zu Jahresbeginn hatten bewerben können, sei somit überaus willkommen. Die Förderung in Höhe von 4200 Euro habe sich aus dem "Erlös aus Eigenmittel" ergeben, und den ermittelte Rodrego-Habel durch die vereinnahmten Jahresbeiträge von 780 Euro. Mit anderen Einnahmen als diesen Beiträgen könne man derzeit nicht rechnen, sagt die Vorsitzende, deren Verein zur "Verschönerung von Frickhofen und seiner Umgebung durch Anpflanzung, Anlegen und Instandhaltung bestehender Fußwege und Gestaltung von Besitzgütern" beitragen soll, wie es in der Satzung aus dem Jahr 1910 festgeschrieben ist.

Tatsächlich zupfen die VVVV-Mitglieder nicht nur Blüten und schneiden Sträuchern. Seit den 1970er Jahren haben sie etwa 50 Bänke an Wald- und Feldwegen aufgestellt. Zur Verschönerung von Frickhofen gehört laut Rodegro-Habel zudem die Ausstattung von Ort und Wald mit Hundetoiletten. Rund 30 000 Hundekotbeutel habe der Verein an zehn Stationen verteilt.

Aktuell wird

nicht vermietet

Aber der Verein lebe auch von seinen Aktivitäten, von Familienfesten, Messen unter freiem Himmel und Exkursionen durch das Terrain des Blasiusbergs. Und die habe die Corona-Pandemie ebenso erstickt wie das Vermietungsangebot für die Hütte, sagt die Vorsitzende. Wann das Vereinsleben wieder florieren und wieder bis zu 80 Personen in der Hütte feiern können, sei derzeit eben nicht abzusehen, sagt sie. "Wir verfolgen die Entwicklung und sind sehr vorsichtig." Immerhin sei mit den Fördermitteln ein Großteil der Arbeiten bewältigt.

"Starkes Dorf - Wir machen mit", heißt das 2018 aufgelegte Förderprogramm, mit dem die Landesregierung den Charme und die Attraktivität der hessischen Dörfer steigern will. "Die Hessinnen und Hessen mögen ihre Dörfer. Sie sind vielfältig und überaus lebenswert. Damit das so bleibt, unterstützt das Land die Aktivitäten vor Ort. Die Projekte, die meist von Ehrenamtlichen umgesetzt werden, eint die besondere Verbundenheit zu ihrem Dorf", sagt der Chef der Hessischen Staatskanzlei Axel Wintermeyer (CDU). Der vorgegebene Förderrahmen für Vereine und Verbände liegt zwischen 1000 und 5000 Euro. Im laufenden Jahr sind nach Angaben der Staatskanzlei bislang 54 Projekte mit insgesamt rund 210 000 Euro gefördert worden.

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