Das Freibad bleibt in diesem Sommer zu und bekomme dafür ein neues Heizungssystem, sagt Bürgermeister Andreas Höfner (CDU).
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Das Freibad bleibt in diesem Sommer zu und bekomme dafür ein neues Heizungssystem, sagt Bürgermeister Andreas Höfner (CDU).

Umbau statt Schwimmspaß

Dornburg: Neues Heizungssystem für das Freibad

  • vonAnken Bohnhorst-Vollmer
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  • Eva Jung
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Gemeinde gibt 240 000 Euro für Solarabsorber- und Gasanlage aus und hofft auf Förderung.

Dornburg -Das Freibad in Frickhofen bleibt in diesem Sommer zu. Die Entscheidung, im Corona-Jahr nicht wie die Bäder der umliegenden Gemeinden mit einem individuell geschneiderten Hygienekonzept zu öffnen, steht fest. Aktivitäten finden auf dem großen Gelände zwischen Frickhofen und Wilsenroth dennoch statt. Denn in der Zeit, in der die Becken mit einer Gesamtfläche von etwa 930 Quadratmeter vor sich hindümpeln, in denen kein Kindergeschrei zu hören ist, bekommt das Freibad ein neues, festinstalliertes Heizungssystem. Das teilte Bürgermeister Andreas Höfner (CDU) jetzt auf der aktuellen Gemeindevertretersitzung in Thalheim mit.

"Der Gemeindevorstand hat die Vergabe für Planungsarbeiten beschlossen und ein Planungsbüro in Gießen beauftragt", so Höfner. Dieses Ingenieurbüro solle auch einen Förderantrag erarbeiten. Knapp 24 000 Euro soll das Pauschalangebot für das Konzept kosten. Die Gesamtinvestition für die Solarabsorberanlage, die durch eine Zusatzheizung auf Erdgasbasis unterstützt werden soll, bezifferte der Bürgermeister mit insgesamt rund 240 000 Euro. Die Nutzungsdauer der neuen Anlage ist auf 20 Jahre angelegt.

Ursprünglich sollte die Heizung mit Flüssiggas betrieben werden, aber die finanzielle Förderung für Erdgasanlagen sei wesentlich besser, so Höfner. Dennoch müsse das gesamte System dringend optimiert werden. Die vorhandene Solarabsorberanlage wurde 1996 eingebaut. Im Jahr 2005 wurde die Filteranlage erneuert.

Preiserhöhung

zur Finanzierung

Fünf Jahre später ließ die Gemeinde einen defekten Solarregler durch einen zusätzlichen Solarregler ergänzen. Das erkläre, weshalb "viele Schaltungen doppelt vorhanden sind und teilweise außer Betrieb gesetzt wurden", schreibt das Planungsbüro in seiner Bestandsaufnahme. "Die Anlage ist dadurch sehr unübersichtlich", lautet das Fazit. Außerdem liege der energetische Ertrag weit unter dem zu erwartenden Ergebnis.

Eine aktuelle Bestandsaufnahme ergab darüber hinaus, dass die Absorberbahn mittlerweile an einigen Flächen mit Moos bewachsen ist, was zu einem Leistungsabfall des Systems führte. Überhaupt sei die Ausnutzung der Dachfläche nicht optimal, ermittelte das Planungsbüro. Nur 133 von 180 Quadratmetern würden ausgenutzt. Zudem sei die bestehende Verrohrung für eine zeitgemäße Wirksamkeit zu klein dimensioniert. Und: "Die Anlage weist eine Leckagestelle auf", die mit einem "Druckverband" repariert worden sei. Ungünstig sei auch die Variante zur Nachheizung, die in der Vergangenheit durch eine gemietete mobile Ölheizung erfolgt sei. Deren Mietkosten beliefen sich auf rund 10 000 Euro pro Saison.

Das gesamte Heizungssystem soll jetzt mit einer Solaranlage und einer Anlage zur Brennstoffversorgung erneuert und energetisch verbessert werden und für die kommende Saison verfügbar sein. Die höheren Kosten sollen, wie von dem Planungsbüro vorgeschlagen, durch einen höheren Saisonkartenpreis für Erwachsene refinanziert werden. "Um etwa zehn Euro könnte der Preis steigen", sagte Höfner auf Anfrage dieser Zeitung. Bislang kostete die Jahreskarte für Erwachsene 65 Euro. Der Preis für Kinder und Jugendliche soll sich nicht ändern. Sie zahlen für die Jahreskarte weiterhin 38 Euro.

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