Ein gutes Beispiel für andere: Dank der Arbeit von Peter Bill hat Eduard Schumacher seine Freude am Berufsalltag wiedergefunden, von links: Birgit Immel, Julia Immel, Beatrix Stöhr, Matthias Hummel, Eduard Schumacher und Peter Bill.
+
Ein gutes Beispiel für andere: Dank der Arbeit von Peter Bill hat Eduard Schumacher seine Freude am Berufsalltag wiedergefunden, von links: Birgit Immel, Julia Immel, Beatrix Stöhr, Matthias Hummel, Eduard Schumacher und Peter Bill.

So geht es wieder mit Freude zur Arbeit

Dorndorf: Zurück im Leben dank beruflicher Integration

Wer durch eine Erkrankung von heute auf morgen nicht mehr in der Lage ist, seiner beruflichen Tätigkeit in gewohnter Form nachzugehen, hat oftmals mit finanziellen Schwierigkeiten und Perspektivlosigkeit zu kämpfen. Auch die Familie leidet unter der starken Belastung durch den unverschuldeten Jobverlust. Wer einen Ausweg aus dieser Situation sucht, findet unkomplizierte und unmittelbare Hilfe beim Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft (BWHW), ein eingetragener Verein, in Montabaur.

Davon profitierte jetzt auch Eduard Schumacher, der seine guten Erfahrungen schildert.

Das Bildungswerk bietet mit seinen etwa 50 Standorten und 800 Mitarbeitern in ganz Hessen passende Unterstützung an, mit Hilfe derer es auch Eduard Schumacher wieder zurück in das Berufsleben geschafft hat.

Am Anfang steht ein vertrauliches Gespräch. Hier konnten schnell und verständlich die Vorzüge eines Integrationslehrgangs erläutert werden. "Anfangs war ich sehr skeptisch und ohne den Motivationsimpuls meiner Frau hätte ich mich sicherlich nicht so schnell auf neue Wege und Möglichkeiten eingelassen", erinnert sich Eduard Schumacher im Nachhinein an das Gespräch mit Lehrgangsleiter Peter Bill.

Nach dem Sozialgesetzbuch haben Menschen mit Beeinträchtigung die Möglichkeit, im Rahmen der Übergangsgeldleistung seitens der Deutschen Rentenversicherung und den Berufsgenossenschaften einen neunmonatigen Integrationskurs zu besuchen, um sich gesundheitlich zu erholen und neu orientieren zu können. In dieser Zeit werden die Rehabilitanden nicht nur bei vielen Fragen rund um die berufliche Integration unterstützt, sondern erhalten auch Hilfestellungen zum alltäglichen Leben und bekommen Perspektiven aufgezeigt.

Neben EDV-unterstützenden Lehreinheiten wurde auch gezielt nach neuen Wegen gesucht, die Eduard Schumacher eine leidensgerechte und sozialversicherungspflichtige Tätigkeit ermöglichen könnten. "Im Mittelpunkt stehen immer der Mensch und seine individuelle Situation", erklärt Peter Bill, dem die Vielfalt etwaiger Schicksale täglich vor Augen geführt wird.

Familienunternehmen seit über 20 Jahren

Beim Dorndorfer Familienunrnehmen "PC-Service-Immel", das bereits seit über 20 Jahren besteht, konnte eine praktische Arbeitserprobung vereinbart werden. Eduard Schumacher konnte sich gleich zu Beginn optimal in das neue Arbeitsumfeld eingliedern, so dass eine Einstellung in Vollzeit geplant wurde. Allerdings musste diese Absicht zunächst vertagt werden, da die durch die Corona-Pandemie gesunkene Auftragslage des Unternehmens eine weitere Einstellung nicht zuließ. Durch die Unterstützung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen konnten Fördergelder beantragt werden, die es gemeinsam mit einer verbesserten Auftragslage im Unternehmen "PC-Service-Immel" ermöglichten, Eduard Schumacher nun die gewünschte Vollzeitstelle anzubieten.

Auch nach dem Ende der beruflichen Reha-Maßnahme blieb der gute und freundschaftliche Kontakt von Eduard Schumacher zu Peter Bill wie auch bei vielen anderen Rehabilitanden, die eine erfolgreiche Integration in das Berufsleben erfahren konnten, weiterhin bestehen.

Neben den Niederlassungen in Montabaur und Diez ist das BWHW auch in Limburg, Westerburg, Hachenburg und Lahnstein ansässig, wo für Menschen mit Unterstützungsbedarf entsprechende Maßnahmen angeboten werden. tom schumacher

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare