Die ersten beiden Gebäude im Wohnpark Dornburg, Ortsteil Frickhofen, sind fast fertig. Das Pflegeheim (links) soll im Oktober, das Haus für Betreutes Wohnen im November eröffnet werden.
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Die ersten beiden Gebäude im Wohnpark Dornburg, Ortsteil Frickhofen, sind fast fertig. Das Pflegeheim (links) soll im Oktober, das Haus für Betreutes Wohnen im November eröffnet werden.

25 Wohnungen sind verkauft

Frickhofen: Pflegeheim und betreutes Wohnen fast fertig

  • vonAnken Bohnhorst-Vollmer
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Bald ziehen die ersten Bewohner in den Wohnpark ein

Frickhofen -Das einzige Relikt aus vergangenen Zeiten ist ein rötlicher Steinblock mit dem Emblem der Betonfirma Rick. Ihr hatte das Anwesen am Ortsausgang von Frickhofen gehört, das immer mehr zur Industriebrache verkam, bis Investor Günter Röser das Gelände im März 2016 kaufte. Auf dem 26 000 Quadratmeter großen Gebiet neben dem Dornburg Center sollte ein Wohnpark entstehen mit einem Pflegeheim, einer Einrichtung für betreutes Wohnen und einem Ärztehaus; außerdem sollten 26 Grundstücke für Einfamilienhäuser ausgewiesen werden, von denen 13 die Gemeinde vermarktet und 13 der Kreissparkasse gehören.

Zeitplan wird eingehalten

Auf 32 Millionen Euro beläuft sich das Investment von Günter Röser. Mit dem Pflegeheim und dem Haus für betreutes Wohnen, die beide in der Trägerschaft der Caritas stehen, sind die ersten Gebäude fast fertig. Böden werden verlegt, Leuchten müssen installiert, Küchen- und Arbeitszeilen eingebaut werden. Die Nasszellen sind bereits eingebaut. "Alles läuft nach Plan", sagt Günter Röser. Den anvisierten Eröffnungsterminen im Oktober und November stehe nichts mehr im Weg. Von den 29 Einheiten für betreutes Wohnen seien 25 verkauft. Der Bedarf ist da, die Nachfrage groß, weshalb er sich vorstellen könnte, neben dem jetzt gebauten Betreuten Wohnen ein weiteres Haus mit vergleichbarem Versorgungsangebot zu errichten, dann allerdings auch als Mietobjekte. Noch nicht realisiert ist das Ärztehaus, berichtet der Investor. Dafür plant er die Ansiedlung einer Apotheke und eines Sanitätshauses im benachbarten Dornburg-Center. Hier sind bereits Einzelhändler und Discounter. Voraussetzung dafür sei freilich, dass die baulichen Genehmigungen vorliegen.

Grundsätzlich hatte Röser für sein Projekt Rückenwind aus der Gemeindevertretung erhalten, auch wenn zunächst in Teilen der CDU kritisch beurteilt wurde, dass mit der Ansiedlung einer Senioreneinrichtung in Frickhofen die anderen Ortsteile abgehängt würden. Diesen Einwand hatte Bürgermeister Andreas Höfner (CDU) mit dem Argument entkräftet, dass überall dort ein Pflege- oder Betreuungsheim entstehen könne, wo sich ein Investor finde. Weitere Spannungen hatten sich im Februar dieses Jahres ergeben, als sich herausstellte, dass im Grundstücksvertrag mit der Gemeinde eine Bebauungsfrist von zwei Jahren vereinbart worden war, während im Vertrag mit der Kreissparkasse dieser Passus fehlte. Schließlich waren die Gemeindevertreter aber zu der Überzeugung gelangt, dass das gesamte Projekt dadurch keinen Schaden nähme. Zuletzt hatten sich Investor Röser und Bürgermeister Höfner über die Straßennamen auseinandergesetzt. Festgelegt wurde jetzt, dass der obere Teil der Anlage beim Pflegeheim und der Einrichtung für betreutes Wohnen "Germbacher Weg" heißt und die Straße bei den Einfamilienhäusern "Im Eichenring".

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