Im Haushalt

Gemeinde plant Zuschüsse: Vereinsförderung im XXL-Format

Wenn der Haushaltsplanentwurf für 2019 beschlossen wird, können sich vor allem drei Vereine der Gemeinde Dornburg freuen. Der SV Wilsenroth, der SV Thalheim und der TuS Langendernbach dürfen dann mit einer kräftigen Unterstützung rechnen.

Vereinsförderung im XXL-Format sei eines der Ziele im Planentwurf des nächsten Haushaltes der Gemeinde Dornburg, sagt Bürgermeister Andreas Höfner (CDU). Das kostet. Sollte der jetzt vorgelegte Haushaltsplan von den Gemeindevertretern beschlossen werden, wird beispielsweise der SV Wilsenroth über die nächsten vier Jahre verteilt einen Zuschuss von insgesamt 200 000 Euro bekommen.

Geplant ist damit die Anlage eines neuen Kunstrasenplatzes, der die Attraktivität des Ballsports steigern soll. Der alte Hartplatz hat ausgedient. Läuft alles nach Plan, dann wird im Juli kommenden Jahres mit den Bauarbeiten begonnen. Allerdings muss sich auch der Sportverein des Dornburger Ortsteils an den Gesamtkosten von 340 000 Euro beteiligen, die für die Umwandlung des Tennen- in einen Kunstrasenplatz fällig werden. Kreis, Land und Landessportbund schießen SV-Vorstand Achim Immel zufolge 73 000 Euro zu; 20 000 Euro will der Verein selbst durch Eigenleistung und ein Darlehen aufbringen.

Außerdem hat der Verein zugesagt, jährlich 5000 Euro zurückzulegen, um dieses Geld für Sanierungs- oder Reparaturaufwand zur Verfügung zu haben. Kommt es zum Bau des Kunstrasenplatzes, müssten auch die Mitgliederbeiträge angehoben werden, die ausschließlich in die Finanzierung des Kunstrasenplatzes einfließen würden, betont SV-Vorsitzender Immel.

Ebenfalls begünstigt von der Vereinsförderung der Gemeinde Dornburg wird der SV Thalheim sein. Er erhält über die nächsten Jahre insgesamt 80 000 Euro, der TuS Langendernbach 30 000 Euro. Der Verein habe bereits in diesem Jahr eine Zusage für 30 000 Euro erhalten, berichtet Bürgermeister Höfner.

Ein weiterer großer Brocken im Finanzhaushalt, 300 000 Euro, sollen in die Natur- und Landschaftspflege fließen. Ausstattung sowie Sanierungsarbeiten in den Mehrzweckhallen will sich die Gemeinde 155 000 Euro kosten lassen.

Zu den Pflichtaufgaben, also der Versorgung der Verkehrsflächen und -anlagen, sind 830 000 Euro in den Haushalt eingeplant. Der Löwenanteil von 600 000 Euro entfällt hier laut geplantem Entwurf auf die Sanierung der Straßenbeleuchtung. Alle Ortsteile sollen mit LED-Systemen ausgestattet werden.

Als große Investition gibt die Gemeinde darüber hinaus die Anschaffung einer neuen Kehrmaschine bekannt. Hier werden die Kosten mit 110 000 ausgewiesen. Ein geradezu schmaler Posten im Finanzhaushalt sind Investitionen von 14 000 Euro für Kindergärten und Spielplätze in den Ortsteilen.

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