Die Bürgermeister Joachim Lehnert (oben, von links), Andreas Höfner und Peter Blum (unten von links) sowie Frank Wittlich-Böcker und Sebastian Seggert von Deutsche Giganetz warben online für den Glasfaser-Ausbau in den drei Kommunen.
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Die Bürgermeister Joachim Lehnert (oben, von links), Andreas Höfner und Peter Blum (unten von links) sowie Frank Wittlich-Böcker und Sebastian Seggert von Deutsche Giganetz warben online für den Glasfaser-Ausbau in den drei Kommunen.

Bevölkerung muss mitmachen

Mit der Glasfaser in die Zukunft

  • VonRobin Klöppel
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Große Chance für die Gemeinden Dornburg. Waldbrunn und Elbtal.

Dornburg -Die Gemeinden Dornburg, Elbtal und Waldbrunn sollen ab 2022 nach und nach über den Anbieter Deutsche Giganetz GmbH mit Glasfaseranschlüssen und somit Highspeed-Internet versorgt werden. 470 Bürgerinnen und Bürger waren bei einer Online-Information darüber dabei, um sich über die Modalitäten zu informieren und offene Fragen stellen zu können. Giganetz vertraten Frank Wittlich-Böcker, Bereichsleiter Marketing, sowie Sebastian Seggert, Bereichsleiter Produktmanageent. Die Bürgermeister Andreas Höfner (CDU/Dornburg) sowie die parteilosen Joachim Lehnert (Elbtal) und Peter Blum (Waldbrunn) waren sich einig, dass die Glasfaseranschlüsse für die Zukunft ihrer Kommunen von hoher Bedeutung sind.

Wittlich-Böcker sagte jedoch, dass dies für Giganetz nur dann wirtschaftlich sei und umgesetzt werden könne, wenn bis zum 13. März kommenden Jahres 40 Prozent der Wohnungseigentümer und -mieter einen Vorvertrag über mindestens zwei Jahre abgeschlossen hätten. Wenn dies der Fall sein sollte, stellt Giganetz den Kommunen die Infrastruktur kostenlos zur Verfügung. Diese kann dann nach Ablauf der zwei Jahre von anderen Anbietern genutzt werden. So muss kein Bürger sich über die zwei Jahre hinaus an Giganetz binden.

Um die Motivation der Bürger zum schnellen Vertragsabschluss zu erhöhen, gibt es bei einer Anmeldung bis zum 19. Dezember als Bonus 50 Euro Startguthaben. Ein noch größerer Vorteil ist, dass bei Abschluss bis 13. März der Hausanschluss kostenlos ist. Wer sich hingegen später entscheidet, muss mit Kosten von bis zu 1990 Euro rechnen, weil für ihn dann, wie Seggert erläuterte, extra ein Bautrupp geschickt werden müsse.

40-Prozent-Klausel

für jede Kommune

Die 40-Prozent-Klausel für die Umsetzung der Glasfaseranschlüsse gilt für jede der drei Gemeinden einzeln. Wittlich-Böcker zeigte sich bei engagierten Bürgermeistern in allen Kommunen aber optimistisch, dieses Ziel überall zu erreichen.

Sebastian Seggert schilderte den Vorteil für die Bürger bei einer Entscheidung für den Glasfaseranschluss. Dann seien Übertragungsraten von 1000 Mbit pro Sekunde erreichbar, also das, was aktuell überhaupt möglich sei. Der My Netz 1000-Tarif kostet beispielsweise die ersten zwölf Monate monatlich 29,90 Euro und danach pro Monat 74,90 Euro. Wer mit weniger Leistung auskommt, kann andere Varianten buchen. Die günstigste ist My Netz 300, wo im ersten Jahr auch monatliche Kosten von 29,90 Euro und ab dem 13. Monat 44,90 Euro anfallen. Enthalten sind eine Internet- und Festnetz-Flatrate sowie ein Router.

Peter Blum betonte die Wichtigkeit für die Region: "Viele Interessenten fragen danach, bevor sie sich für einen Umzug nach Waldbrunn entscheiden." Viele Menschen bräuchten das schnelle Netz in der heutigen Zeit für berufliche Zwecke wie auch privat den Entertainmentbereich. In Zeiten von Homeschoolings und Homeoffice sei die Bedeutung noch einmal deutlich gestiegen. "Das wird den Bürgern immer mehr bewusst und darum ist es genau die richtige Zeit, dass wir drei Kommunen uns zusammen aufstellen", sagte Blum.

Dornburgs Verwaltungschef Andreas Höfner sagte: "Es ist in unser alle Interesse, alle Haushalte in der Gemeinde anzubinden." Wenn man das nun endlich kostenlos bekommen könne, sei das umso besser. Andere Player hätten sich eher in der Region auf die großen, vermeintlich lukrativeren Kommunen konzentriert.

Sonst tut sich

zehn Jahre nichts

Höfner bat die Bürger, mitzumachen, denn wenn Dornburg diesmal nicht über die 40 Prozent Beteiligung komme, werde sich wohl die kommenden zehn Jahre nichts mehr tun. Dabei wüssten alle, dass Glasfaser die Zukunft sei und unbegrenzt Datenmengen übertragen könne.

Wittlich-Böcker sagte, dass jeder Nutzer bis zum Verteiler seine eigene Glasfaser bekomme. Von daher sei die Qualität der Leistung nicht davon abhängig, was Nachbarn gerade im Netz täten. In Richtung von Vermietern und Immobilienhändlern sagte er, dass Glasfaser künftig zur Grundausstattung von Wohnungen zählen werde und ohne auf dem Markt künftig kaum noch vermarktbar seien. Wittlich-Böcker versicherte, dass bei Mehrfamilienhäusern aus dem Keller heraus jede Wohnung einen eigenen Anschluss erhalte. Wenn ein Mieter einen Vertrag abschließen wolle, werde sich Giganetz um das Einverständnis des Hausbesitzers kümmern.

Mehr erfahren:

Wer Fragen hat, kann diese montags bis sonntags unter (0 40) 5 93 63 00 über die Giganetz-Hotline stellen oder über deutsche-giganetz.de/ausbau/hessen/dornburg bzw. /elbtal oder /waldbrunn weitere Infos bekommen oder ein E-Mail senden. Es werden auch Giganetz-Vertreter zu den Häusern kommen, die sich mit Ausweis legitimieren können. Persönliche Beratung gibt es am Dorfgemeinschaftshaus Fussingen montags von 10 bis 14 Uhr sowie dienstags von 14 bis 19 Uhr, am Dorfgemeinschaftshaus Dorchheim mittwochs von 10 bis 19 Uhr sowie am Bürgerhaus Frickhofen donnerstags von 10 bis 14 Uhr und freitags von 14 bis 19 Uhr.

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