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Andreas Höfner (links) und Jörg Heep zeigen: Am Ortseingang aus Richtung Elbtal soll die Umgehung auf die B 54 laufen.

Entlastung für Langendernbach

Ortsumgehung: Vorzugsvariante steht fest

  • vonRobin Klöppel
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Dornburgs Bürgermeister und der Ortsvorsteher hoffen, dass neue Straße 2025 fertig sein wird.

Dornburg -Das Land Hessen hat nun eine Vorzugsvariante für die von vielen Langendernbacher Bürgern gewünschte Umgehungsstraße vorgelegt. Wie Bürgermeister Andreas Höfner (CDU) sowie Ortsvorsteher Jörg Heep (FWG) gestern bei einem Ortstermin erläuterten, soll sie von vor dem Ortseingang aus Richtung Westerburg nach rechts am Sägewerk vorbei über den Bolzplatz gehen und unterhalb von diesem wieder auf die Bahnhofstraße führen.

An die Kreuzung zur Bahnhofstraße soll ein Kreisel kommen. Von dort soll die Umgehung rechts vom Gartenbaubetrieb nach oben Richtung B 54 gelangen, allerdings nicht geradeaus, sondern kurvig, weil sonst der Anstieg zu steil wäre. Auf die Bundesstraße käme die Umgehung dann gegenüber der Einfahrt zum Gewerbegebiet am Ortsausgang in Richtung Elbtal.

Weiterer Kreisel

erwünscht

Bürgermeister Höfner wünscht sich an diese Straßenkreuzung einen weiteren Verkehrskreisel. Der wird bisher von Hessen Mobil jedoch seinen Aussagen nach mit der Begründung abgelehnt, dass auf der Bundesstraße viel mehr Verkehr als auf der Umgehung laufe und folglich der Verkehr auf der B 54 unnötig abgebremst würde. Für Ortsvorsteher Heep ist kein Argument, denn im benachbarten Westerwaldkreis beispielsweise gebe es unter anderem in Rennerod und Irmtraut auch Kreisel an der Bundesstraße.

Bürgermeister Höfner würde sich wünschen, dass die Umgehung möglichst 2025, spätestens 2026 fertiggestellt sein wird. Um den Prozess zu beschleunigen, hatte die Gemeinde dem Land Hessen bereits 2013 zugesagt, die Baukosten komplett vorzufinanzieren. Nach den damaligen Berechnungen seien das 4,2 Millionen Euro gewesen. In der heutigen Zeit müsse man voraussichtlich mit einem höheren Betrag rechnen. Das könne sich aber bis Auftragsvergabe noch ändern, so dass es aktuell keinen Sinn ergebe, über Zahlen zu spekulieren, meinte Höfner. Das Land werde den Betrag nach Fertigstellung des Projektes in zehn Jahresraten zurückzahlen.

Ortsvorsteher Heep ist guter Dinge, dass es nicht zu Verzögerungen im Verfahren durch Klagen komme. Denn die breite Mehrheit der Langendernbacher Bürger wünsche sich diese Umgehung, weil sie den Bereich Westerweg/Bahnhofstraße und auch einen Teil der Bundesstraße deutlich entlasten würde. Es gebe nur wenige kritische Anwohner im Bereich des geplanten Kreisels an der Bahnhofstraße.

Ortskern wird

deutlich entlastet

Höfner sagte, dass Verkehrprognosen belegten, dass die Umgehung eine deutliche Entlastung für den Ortskern bringen werde. So werde für 2030 ohne Umgehung von 8100 Fahrzeugen pro Tag auf der Bahnhofstraße ausgegangen, davon 1060 Schwerlaster. Anschließend wären es aber nur noch 3800 Fahrzeuge, darunter 200 Schwerlaster. Der Bürgermeister kann sich durchaus vorstellen, dass die Gemeinde vom Land später den Teil der Bahnhofstraße vom Kreisel bis zur heutigen Bundesstraßenanbindung übernimmt, der derzeit noch Landesstraße ist. Dazu müsste das Land aber laut Höfner die Straße vorher sanieren und verkehrsberuhigen lassen. Heep ist guter Dinge, dass eine verkehrsberuhigte Straße künftig niemanden mehr dazu animieren werde, der in Richtung Rennerod weiter wolle, vom Kreisel aus wie bisher weiter über die Bahnhofstraße zur Bundesstraße zu fahren. Dass viel Verkehr von der Umgehung am Ortseingang Langendernbachs wieder zurück ins Dorf fährt, glaubt er nicht, da der Großteil der Fahrzeug in Richtung Limburg und nicht in Richtung Rennerod weiter wolle. Höfner bedauert, dass zum Planungsstand der Umgehung nicht, wie vorgesehen, eine Bürgerversammlung habe stattfinden können. Die Corona-Lage lasse solche Veranstaltungen mit Publikum derzeit nicht zu. Wenn es möglich sei, soll dies aber nachgeholt werden. Bis Ende November ist der aktuelle Stand mit Trassenführung der Vorzugsvariante unter www.gemeinde-dornburg.de einsehbar. Die ermittelte Vorzugsvariante ist laut Höfner Ergebnis eines Abwägungsprozesses, in dem die insgesamt vier möglichen Varianten untersucht worden seien. Auf der Grundlage der Vorzugsvariante werde Hessen Mobil nun den Vorentwurf erarbeiten. Und dann starte das förmliche Verfahren zur Schaffung von Baurecht, das Planfeststellungsverfahren. In diesem Verfahren mit Offenlage der Planunterlagen bestehe dann für die Gelegenheit, etwaige Einwendungen, Anregungen und Bedenken zu erheben. Darüber werde dann, wie der Bürgermeister ankündigte, bei einem öffentlichen Erörterungstermin verhandelt.

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