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Johanna Klink aus Wilsenroth engagiert sich in Namibia an einer Schule. Hier muss sie mit vielfältigen Problemen kämpfen. Repros: Heike Lachnit

Engagement

Zwei Dornburger helfen, damit es Menschen in Namibia und in Uganda besser geht

Es gibt Vereine, die sich in Afrika engagieren, um eine medizinische Versorgung zu gewährleisten, den Kindern Bildung zu ermöglichen oder für ein Dach über den Kopf sorgen. Zwei Dornburger unterstützen ganz unterschiedlich zwei solche Vereine in Namibia und Uganda.

Johanna Klink (22) aus Wilsenroth ist seit einigen Wochen in Namibia. Sie leistet freiwillige Arbeit in dem Projekt Kaokoland. Das Kaokoveld ist ein 50 000 Quadratkilometer großes Gebiet im Nordwesten des afrikanischen Staates. Über einen Freund ihres Vaters, der sich bereits dort engagierte, kam zu sie zu diesem Projekt. Insgesamt drei Monate wird sie dort sein. Nach dem Abitur machte sie bereits ein Freiwilliges Soziales Jahr an einer Grundschule. „Es sind kaum Vergleiche mit Deutschland möglich“, schilderte sie ihre ersten Eindrücke. „Es gibt viel Armut vor Ort, dennoch scheinen die Menschen mit ihren einfachen Lebensbedingungen zufrieden.“ Sie habe sehr viel Freundlichkeit und Dankbarkeit durch die Menschen erfahren. Die Kinder sind mit den einfachsten Dingen zu begeistern.

Der Verein „Projekt Kaokoland“ wurde 1996 gegründet. Zuerst ging es darum, Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Von der Trinkwasserbereitstellung ging es über zur medizinischen Versorgung und hat sich inzwischen zu einem sozialen Projekt entwickelt. Sie haben Schulen gebaut, um die Bildung zu fördern und den Kindern ein zu Hause zu geben. Anschließend an die Schule werden den Schulabgängern Grundkenntnisse in Metall und Elektrik vermittelt, damit sie sich einbringen können.

Die Lehrer unterstützen

Johanna Klink hilft an einer Schule mit. Sie unterstützt die Lehrer, bringt eigene Ideen mit ein oder bereitet Unterrichtsmaterial vor. Auch das spielen und basteln oder einstudieren von Tänzen für Feierlichkeiten gehört zu ihren Aufgaben. Zu den täglichen Herausforderungen gehören die sprachlichen Barrieren. „Die Kinder lernen zwar ab der ersten Klasse Englisch, aber nur grundlegende Begriffe“, berichtet die Wilsenrötherin. Auch kämen sie oft hungrig zur Schule und könnten sich nur schlecht konzentrieren oder schliefen im Unterricht ein. „Durch die Regierung kommt keine ausreichende Essensversorgung für die Kinder an, so dass wir auf Spenden angewiesen sind“, sagt Klink weiter. Auch gebe es viele Eltern, für die die Bildung nicht wichtig ist und die sie lieber zum Vieh hüten einteilen, statt sie in die Schule zu schicken.

Wenn sie wieder zurück in Deutschland ist, möchte sie sich gerne im sozialen Bereich engagieren. Da sie derzeit mit schlechtem Internet kämpft, ist die Jobsuche derzeit etwas schwierig. Viele Ansatzpunkte

Ein Dornburger Unternehmer, der nicht genannt werden möchte, hat die Hilfsorganisation Tabitha Global Care Germany, mit einer Spende unterstützt, so dass für eine 14-köpfige Familie ein Haus in Uganda gebaut werden konnte. Die Hilfsorganisation ist seit 2016 in Uganda in der Nähe der Hauptstadt Kampala aktiv und möchte Menschen in Not helfen. Dabei greift sie an unterschiedlichen Punkten an – sie vermittelt Patenschaften für Kinder, damit sie eine Schule besuchen können, kümmert sich um die medizinische Versorgung, baut Trinkwasserbrunnen oder auch Häuser für Familien. Reinhard Berle, Gründer der Hilfsorganisation und Mitglied im Rotaryclub Homberg, stellte dieses Projekt bei den Limburger Rotariern vor und der Dornburger Unternehmer fühlte sich direkt angesprochen. Es war für ihn ein großartiges Gefühl, Fotos zu bekommen, wie der Hausbau voranging. Als nächstes möchte er auf alle Fälle nach Uganda reisen, um sich das Ergebnis vor Ort anzusehen.

Mehr über die Projekte

Wer mehr über beide Projekte wissen möchte, kann sich im Internetseite unter www.kaokoland.de bzw. www.tabithaglobalcare.com informieren.

von HEIKE LACHNIT

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