Fasching

Dschungelcamp der Narretei

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In ein närrisches Dschungelcamp wurden die Zuschauer während der Kappensitzung am Samstagabend in Weyer entführt.

Die Kappensitzung von Feuerwehr, RSV und MGV am Samstagabend stand ganz unter dem Motto von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“. Die Veranstalter versprachen: „Zur 5. Jahreszeit sind wir dabei – Dschungelcamp der Narretei“. So hatte die Gesangsgruppe „Bon’s“ einige prominente Camper mitgebracht, die das Publikum mit ihren Hits erfreuten: Bata Illic sang sein Loblied auf „Michaela“, Costa Cordalis verbrachte schöne Stunden mit „Anita“, Jürgen Milski fuhr mit der 18 bis nach Istanbul, und Gottlieb Wendehals startete die „Polonaise Blankenese“. Am Ende stimmten die „Bon’s“ mit dem Publikum im Saal euphorisch das gute alte Weyer-Lied an.

Mit Stand-up-Comedy und einer bezaubernden Magic-Show erfreute RSV-Chef Roger Barthelmes („Ich hätte nicht auf die Brust klopfen sollen, jetzt ist die Taube kaputt“) das Publikum. Barthelmes trank stilgerecht französischen Rotwein aus der Gegend von Tetra Pak. Betrunken donnerte er dann auf dem Heimweg ins Garagentor und war froh, dass er sein Auto nicht dabei hatte. Er lässt sich jedenfalls nicht veräppeln. Als ein Mann zu ihm sagte, dass sie beide früher Schulkollegen gewesen seien, meinte er: „In unserer Klasse hatten wir keinen Glatzkopf“. Als er feststellte, dass es in Weyer keine Jungfrauen gibt und er somit niemandem zum Zersägen hat, gab er entnervt auf und überließ der Tanzgruppe „Total Unkreativ“ die Bühne.

Deren Name ist natürlich Understatement, so dass die Eis- und Feuershow mit tollen Kostümen und Choreographien zu „Cold as Ice“ oder „The Roof is On Fire“ wahrlich schön anzusehen war. Die „Professionell Fools“ machten den deutschen Privatsendern Konkurrenz und verzückten mit der Dating-Show „Dreamboy sucht Bunny“. Sechs mehr oder minder nervige Kandidatinnen bewarben sich bei Moderatorin „Titten-Tina“ um die Gunst von Schönling „Sunny“. Wenn es schon für den „Bachelor“ oder „Bauer sucht Frau“ nicht gereicht hatte, dann witterten die unliederliche Ute, die Hochprozentigem nicht abgeneigte Grundschullehrerin Susi Süchtig oder die verruchte russische Haushaltshilfe Helena ihre Chance. Am Ende bekam „Sunny“ keine der Damen, die „Professional Fools“ aber zum 20. Bühnenjubiläum Riesenapplaus.

Passend zum neuen James-Bond-Film hatten die „Schlabbedancer“ einen Showtanz unter dem Motto „

Sag Yes zu Dr. No

“ einstudiert, indem Erotik und Blei in der Luft lagen. Die Männertanzgruppe der „Flying Girls“ ließ ihre begnadeten Körper wieder grazil übers Bühnenparkett schweben. Doch als absoluten Höhepunkt hatten sie Schlager-Queen Helene Fischer dabei. Weil alle Gäste die bekannten Hits mitsingen konnten, war die Stimmung sofort auf dem Siedepunkt.

Die Weyerer Jecken unter Sitzungspräsident Andreas Lindemaier hatten aber noch anderen hohen weiblichen Besuch zu Gast. „Obermöhne“ Heidrun I. vom Möhnenclub „Klatschmohn“ Nentershausen machte mit ihrem Hofstaat der Volkshalle ihre Aufwartung. Das lag daran, dass Heidrun Klaus Weyererin durch und durch ist. Die Gruppe „Kids on the Dancefloor“ überzeugte mit einem klassischen Garde- ebenso wie mit ihrem Showtanz. Oliver Weidl sorgte als Beamter für Bewegung im Saal, als er locker und flockig die Börsenkurse kommentierte und am Ende zur alle erstaunenden Erkenntnis kam, dass Frauen böse sind. Mona Ludwig und Natalie Kalheber-Hepp wussten mit ihrer Wahrsager-Show mit viel Lokalkolorit zu gefallen. Sie hatten viele Geschichten aus dem letzten Jahr dabei. Gar nicht so züchtig wie auf der Kanzel kam Pfarrer Uli Finger mit einem tollen Rap daher. Das Fazit lautete: „Ein Ferkel ist der, der was anderes denkt.“ „Limited Edition“ legte einen großartigen Discotanz hin, und „Sweet Punch“ entführte in die wunderbare Märchenwelt der „Alice im Wunderland“. Beim großen Finale enterten noch einmal alle Narren die Showbühne.

Dasselbe Programm wird am 30. Januar um 16.11 Uhr in der Volkshalle nochmal als Kräppelkaffee wiederholt.

(rok)

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