FSJ

Durch freiwilligen Einsatz fit für den Beruf

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist ein Orientierungs- und Bildungsjahr für junge Frauen und Männer zwischen 16 und 26 Jahren. Auch in der heimischen Region stellt es für viele Jugendliche eine Phase zur Überprüfung, Selbstfindung und beruflichen Orientierung dar.

Wir begleiteten Elena Gethmann (19) aus Burgschwalbach und Antonia Zimmermann (19) aus Hahnstätten, die an der Realschule plus in Hahnstätten seit dem 1. August 2017 ihr „FSJ“ absolvieren. „Man kann erste Erfahrungen im gewünschten Berufsumfeld sammeln oder auch nur ein Jahr lang etwas Sinnvolles und Praktisches tun“, berichten die beiden Abiturientinnen. „Daher haben wir uns für das Freiwillige Soziale Jahr an unserer ehemaligen Schule hier in Hahnstätten entschieden“.

Es ist 7.30 Uhr und die beiden finden sich an der Schule ein. Zwischen den Schülern und dem Lehrerkollegium stellen die beiden eine Art „Bindeglied“ dar. Mit den Ganztagsschülern der 7. Klasse geht es in den Unterricht. „Wir begleiten die Schüler der Ganztagsklasse und unterstützen im Unterricht“, sagt Antonia. Nach der ersten großen Pause wechselt Elena den Raum und leistet organisatorische Dinge im Schulsekretariat von Yvonne Theobald. Sie erstellt Pläne, AG-Listen oder den Menüplan für die Mensa. Gegen 11 Uhr geht es mit „DaZ“ weiter. „Deutsch als Zweitsprache“. „Wir begleiten hier Kinder mit Migrationshintergrund, die Deutsch, neben ihrer Muttersprache, als zweite Sprache erlernen.“

Auf dem Plan stehen noch: Bewegte Mittagspause, Gesellschaftsspiele und Mensa-Organisation. „Unser Wochen-Alltag gestaltet sich flexibel und abwechslungsreich“, sagen die beiden.

So ist Antonia zweimal in der Woche nachmittags in der Bücherei anzutreffen, während Elena die Kids im Computerraum betreut. „Unsere Aufgaben sind vielfältig – wir sind auch an Wandertagen, bei Projekttagen, der Ausrichtung von Schul- und Sportfesten oder der Brandschutzerziehung mit dabei“, sagen sie. Auch begleiten die beiden Teenager das Projekt „Jahreszeitliche Gestaltung der Schule“. „So etwas bringt positive Abwechslung in den Schulalltag“, bestätigt auch die Konrektorin der Realschule, Sandra Behrendt. „Darüber hinaus können Elena und Antonia hier ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten optimal einbringen“, so Behrendt. Weiterhin leiten die beiden jeweils mittwochs eigenverantwortlich eine AG. „In der ’Traumzeit’ bekommen die Kinder ab 14 Uhr eine kreative Auszeit“, sagt Elena. Wir lesen Bücher vor, malen Mandalas, hören Musik und gehen mit den Schülerinnen und Schülern auf eine Traumreise, ergänzt Antonia. Um 15:30 Uhr endet dann der Arbeitstag der beiden FSJlerinnen.

„Im FSJ kann man die ’andere Seite’ der Schule kennenlernen, schlüpft auch mal in die Rolle des ’Lehrers’ und kann herausfinden, ob man den Anforderungen des Berufsbildes gewachsen ist“, erklärt Antonia. Für Abwechslung sorgen in Summe auch 25 Bildungstage, die ein FSJler im Jahr absolvieren muss. „Der Umgang mit den Schülerinnen und Schülern macht am meisten Spaß und das FSJ prägt für den weiteren Lebensweg“, sagt Elena zum Abschluss.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare