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"Ein Mann mit Leidenschaft für die Region"

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Es ist vollbracht: Landrat Rhein-Lahn-Kreis Jörg Denninghoff (Vierter von links) nach seiner Amtseinführung mit Jens Güllering (Bürgermeister VG Nastätten, von links), Markus Lewentz (Vorsitzender Personalrat Kreisverwaltung), Gisela Bertram (Erste Kreisbeigeordnete), Barbara Schleicher-Rothmund (Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz), Roger Lewentz (Minister des Innern und für Sport RLP), Achim Schwickert (Landrat Westerwaldkreis) und Matthias Lammert (MdL und Kreistagsmitglied).
Es ist vollbracht: Landrat Rhein-Lahn-Kreis Jörg Denninghoff (Vierter von links) nach seiner Amtseinführung mit Jens Güllering (Bürgermeister VG Nastätten, von links), Markus Lewentz (Vorsitzender Personalrat Kreisverwaltung), Gisela Bertram (Erste Kreisbeigeordnete), Barbara Schleicher-Rothmund (Bürgerbeauftragte des Landes Rheinland-Pfalz), Roger Lewentz (Minister des Innern und für Sport RLP), Achim Schwickert (Landrat Westerwaldkreis) und Matthias Lammert (MdL und Kreistagsmitglied). © kunz

Jörg Denninghoff wird in sein neues Amt eingeführt

Rhein-Lahn -Zu einer Kreistagssitzung der besonderen Art hatte der Kreistag des Rhein-Lahn-Kreises am Mittwochabend eingeladen: Im prachtvollen Ambiente des traditionsreichen Bad Emser Marmorsaals erfolgte vor den Mandatsträgern, vielen Ehrengästen und zahlreichen Bürgern die Amtseinführung des neuen Landrates Jörg Denninghoff.

Zum Auftakt sandte die Chorgemeinschaft Katzenelnbogen/Allendorf, deren langjähriges Mitglied der neue Kreischef nach wie vor ist, unter der Leitung von Wassily Kotykow mit "Mnogaja Leta" ein freudiges Begrüßungslied und mit "Glück auf der Steiger kommt" einen kleinen Vorgeschmack auf die Hauptperson des Abends.

Gisela Bertram, Erste Beigeordnete des Rhein-Lahn-Kreises, hob danach in ihrer Begrüßung der Gäste und unter Bezug auf den Chor die Verbundenheit Denninghoffs zur Region hervor, und bestärkte ihn für seine kommenden Aufgaben: Auch ein gut begründetes klares "Nein!" könne Sicherheit für die Bürger bedeuten. Sie wünschte dem neuen Landrat alles Gute, und dass er als Mensch wie als Politiker in sein neues Amt hinein wachse. Bertram war es dann auch vorbehalten, Denninghoff den Amtseid abzunehmen und ihm unter dem Applaus der Anwesenden seine Ernennungsurkunde zu überreichen.

Als Vertreter der Landesregierung Rheinland-Pfalz überbrachte Roger Lewentz, Staatsminister des Innern und für Sport, die besten Glückwünsche von Ministerpräsidentin Malu Dreyer und der gesamten SPD-Fraktion, der Denninghoff bislang angehörte. Der neue Landrat stehe vor ganz besonderen Herausforderung: Der Krieg in der Ukraine könne sich angesichts des drohenden Gasmangels schnell auf alle Bereiche der Verwaltung auswirken. Hier nannte er beispielhaft Kitas, Schulen, Verwaltung, Polizei und die Feuerwehr. Auch die Pandemie habe sich noch nicht erledigt. Nicht zuletzt in diesem Zusammenhang dankte er noch einmal allen Mitarbeitern des Kreishauses für ihren Einsatz: "Hier packen Menschen an."

Lewentz hob das starke kommunalpolitische Fundament Denninghoffs hervor, dessen Leidenschaft für die Region und "Erfahrungen aus der Lebenswirklichkeit" aus 30 Jahren Berufsleben, die nicht jeder Landrat vorweisen könne. Aus seiner parlamentarischen Arbeit, zum Beispiel im Petitionsausschuss, kenne er die Probleme der Menschen - "Du bist ein Kümmerer im besten Sinne." Positiv stimme ihn zudem die neue Lust am Landleben, die auch dem Rhein-Lahn-Kreis zuletzt statt der prognostizierten Landflucht einen Bevölkerungszuwachs beschert habe. Für die lange Liste seiner Vorhaben, darunter die Bundesgartenschau 2029 und die Realisierung der Mittelrheinbrücke, wünschte Lewentz dem Landrat alles Gute.

MdL Matthias Lammert begrüßte als Mitglied des Kreistages Jörg Denninghoff als neuen Chef im Kreishaus. Er zeigte sich froh über das gemeinsame Treffen in Präsenz nach dem langen Wahlkampf im Lockdown. Gleichzeitig bedauerte er, nicht auch Frank Puchtler als Landrat verabschieden und ihm in diesem Rahmen für seine hervorragende und omnipräsente Arbeit in den vergangenen Jahren danken zu können. Er sandte ihm über diesen Weg, ebenso wie zahlreiche weitere Redner, gute Genesungswünsche.

Dem Nachfolger schrieb er ins Stammbuch, dass neben der ärztlichen Versorgung und den Finanzen des Kreises vor allem auch die Umbrüche im Land und die sinkenden Wahlbeteiligungen zu beachten seien. Es müsse gemeinsames Interesse sein, die Bürger wieder stärker in die Politik einzubinden.

"Es war ein

Geben und Nehmen"

Nachdem der Landrat des Westerwaldkreises, Achim Schwickert, für den Landkreistag Rheinland-Pfalz und Jens Güllering, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nastätten, für die Städte, Gemeinden und Verbandsgemeinden im Kreis Denninghoff willkommen geheißen und ihm gutes Gelingen gewünscht hatten, beschloss Markus Lewentz, Vorsitzender des Personalrates bei der Kreisverwaltung, die Reihe der offiziellen Gratulanten: Auch er fand Lob für Frank Puchtler, der immer ein offenes Ohr für die Mitarbeiter gehabt habe und dafür geschätzt wurde. Es sei ein Geben und Nehmen gewesen, und er hoffe, dass die Tür des Landrates weiter für Personalangelegenheiten offen stehe. Als besondere Herausforderungen nannte er die Digitalisierung, energetische Sanierung, Raumkonzept, Mitarbeitergewinnung und die hohe psychische Belastung der Mitarbeiter durch die wachsenden Ansprüche der Bürger.

Denninghoff selbst dankte allen Gratulanten und hoffte auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit. Mit Bezug auf den Heimatchor kündigte er an, dass der Steiger komme, um auf der Silberau die Schätze der Region zu fördern. Die Folgen für die Zukunft müssten jedoch immer mit bedacht werden, damit keine Belastungen für kommende Generationen aufgetürmt würden. Er wolle in der Sache engagiert diskutieren. Dabei zitierte der Landrat die ebenfalls vom Chor vorgetragene Hymne an die Zukunft "Ihr von morgen" von Udo Jürgens: "Aus Gedanken werden Ziele, aus dem Samen wird ein Baum, und aus einem werden viele, Freiheit schafft sich ihren Raum." Mit einem Dank an seine Familie für ihre Unterstützung in Beruf und Politik sowie an seine Mitarbeiterinnen im Büro beendete er seine Antrittsrede mit den Worten: "Im Mittelpunkt steht für mich der Mensch. Packen wir es an!" thorsten kunz

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