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Die Fahne der Verbandsgemeinde Hahnstätten flatterte am Mittwoch auf Halbmast.

Hahnstätter Verwaltung

„Ein persönliches Bedürfnis“

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Nach der Entscheidung des Landtags über die zukünftige VG Aar-Einrich wehte die Flagge vor der Hahnstätter Verwaltung auf Halbmast.

Am vergangenen Mittwoch bemerkten viele Hahnstätter Bürger verwundert, dass am Fahnenmast vor dem Verwaltungsgebäude an der Jahnstraße die Fahne der Verbandsgemeinde im Wind flatterte. Sie waren vor allem erstaunt, dass die Fahne mit den drei gelben Lilien auf Halbmast gesetzt war. Erst im Laufe des Tages sickerte der Grund dieser „Trauerbeflaggung“ durch.

Am Mittwoch stand während der 48. Plenarsitzung des rheinland-pfälzischen Landtages die Abstimmung für das Landesgesetz über den Zusammenschluss der beiden Verbandsgemeinden Hahnstätten und Katzenelnbogen auf der Tagesordnung. Und nachdem um 16.45 Uhr der Gesetzentwurf von SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen einstimmig verabschiedet wurde, war dies der offizielle Beginn einer langen Trauerphase für eine bislang alleinstehende Verbandsgemeinde Hahnstätten, die 1971 gegründet wurde und nun im Juli 2019 mit Katzenelnbogen zur VG Aar-Einrich fusionieren wird.

Die Anfrage unserer Zeitung, ob die Beflaggung damit zusammenhänge, beantwortete Verbandsbürgermeister Volker Satony so: „Es war mir ein zwingendes, persönliches Bedürfnis in Gedenken an den Gründer unserer Verbandsgemeinde, Wilhelm Schmidt, die Fahne aufzuziehen. Es sollte ein Zeichen des Respekts gegenüber ihm als erstem Verbandsbürgermeister sein, der vor 47 Jahren den Zusammenschluss unserer zehn Gemeinden selbst gegen Widerstände durchsetzte.“ Satony weiter: „Wilhelm Schmidt ist es in seiner Amtszeit gelungen, eine Arbeits- und Leistungsverwaltung zu schaffen, die nur dem Bürger zu dienen und sich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Allgemeinheit auszurichten hatte. Sein Nachfolger Hubert Schneider hat darauf aufgebaut und die VG erfolgreich weiterentwickelt.“

Volker Satony habe den Entschluss zu seiner Entscheidung vor wenigen Tagen ganz spontan getroffen, nachdem er von dem als „Vater der Aar“ beziehungsweise „Kraftwerk Schmidt“ getitelten Gründungsvater geträumt hatte. Für Satony, der Schmidt zu den herausragenden Persönlichkeiten der Kommunalpolitik an der Aar zählt, ist eines sicher: „Wilhelm Schmidt hätte es so gewollt!“

(rpk)

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