Kriminalstatistik in Limburg-Weilburg

Die Einbrecher kommen

Die Zahl der registrierten Straftaten im Landkreis Limburg-Weilburg ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Deutlich zugenommen hat die Zahl der Wohnungseinbrüche von 208 auf 361 Fälle. Während landesweit bei diesem Delikt eine Aufklärungsquote von 21,6 Prozent angegeben wird, liegt die Quote im Landkreis bei fast 30 Prozent.

8599 von der Polizei im vergangenen Jahr aufgenommene Straftaten bedeuten ein Plus von 163 oder 1,9 Prozent gegenüber 2014. In 5304 Fällen klärten die Ermittler die Straftaten auf. Damit kommt die Polizei auf eine Aufklärungsquote von 61,7 Prozent und landet damit im landesweiten Vergleich in einem Spitzenfeld. Der Landesdurchschnitt liegt bei 59,9 Prozent.

Die hohe Aufklärungsquote wertet Polizeidirektor als einen Erfolg seines Teams. Dazu gehört eine intensive Vorbeugung, die qualifizierte Kriminalitätsbekämpfungen und akribische Tatortarbeit. „An dem Erfolg haben sich auch couragierte Bürgerinnen und Bürger beteiligt, die nicht wegsehen, sondern auffällige Beobachtungen melden, sich als Zeugen zur Verfügung stellen und so die Ermittlungsarbeit fördern“, sagt der Chef der Polizeidirektion Limburg-Weilburg.

Auf die Eigentumsdelikte entfallen nach der Statistik 54,8 Prozent aller Straftaten. Der einfache Diebstahl kommt auf 2049 Fälle (+ 144), beim schweren Diebstahl waren es 1030 Fälle (- 7), hinzu kommen noch 2061 Vermögens- und Fälschungsdelikte (+ 185). Anschließend folgen in der Häufigkeit Sachbeschädigungen (746 Fälle, - 67), Körperverletzungen (724, + 52) und Rauschgiftdelikte (543, - 24).

Die Polizei ermittelte im vergangenen Jahre achtmal wegen Totschlags, in vier Fällen wegen Mordes und in zwei Fällen wegen fahrlässiger Tötung, wobei es bei neun Taten um Versuchsdelikte geht. Die Mordfälle: Mord an Charles W. im Oktober 2014 in der Brückengasse (aufgeklärt in 2015), der Frontalzusammenstoß durch einen Geisterfahrer auf der B 49 und der Mord an einer ehemaligen Gastwirtin in Frickhofen, wobei der Täter noch nicht gefasst ist. Eine sehr hohe Aufklärungsquote von 90 Prozent weisen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung auf. Im vergangenen Jahr ermittelte die Polizei in 81 Fällen, 27 weniger als im Jahr zuvor.

2015 gab es 45 Raubstraftaten, 18 weniger als im Jahr zuvor. Nach Angaben der Polizei wurden in 30 Fällen der oder die Täter ermittelt. „Die gute Ermittlungsarbeit der Polizei lässt die Erfolgsaufsichten für Räuber im Landkreis deutlich sinken“, lobt Begere seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Aufklärungsquote bei Raubstraftaten liegt bei 66,7 Prozent.

Die Beamten ermittelten im vergangenen Jahr in 724 Fällen wegen Körperverletzung (+ 52 Fälle), darunter auch 223 gefährliche Körperverletzungen (+ 31). Bei der Nötigung gab es eine Steierung um 21 auf 110 Fälle, bei Stalking (Nachstellung) sind es 48 Fälle (+ 11) und bei häuslicher Gewalt 171 Fälle (-10).

Diebstahlsdelikte sind auf Wachstumskurs (von 1905 auf 2049). Deutlich zugenommen hat dabei die Zahl der Ladendiebstähle von 481 auf 546. Den prozentual größten Zuwachs gibt es mit 73,6 Prozent und einem Plus von 153 Fällen bei den Wohnungseinbrüchen. In 361 Fällen ermittelte die Polizei. Nach Angaben ihres Chefs ist die Steigerung vor allem auf den Tatserien zurückzuführen, die alle geklärt werden konnten und daher auch zu einer relativ hohen Aufklärungsquote von nahezu 30 Prozent in diesem Bereich führte. Im vergangenen Jahr sind im Landkreis 17 Autos und Lastwagen (-16) sowie 17 motorisierte Zweiräder (-1) und 59 Fahrräder (-23) gestohlen worden.

Abzocken über das Internet zeigte im vergangenen Jahr ebenfalls steigende Zahlen. In 613 Fällen (+249) wurde ermittelt. Der Zuwachs schlägt sich auch beim Anstieg der Delikte im Vermögens- und Fälschungsbereich (2061 Straftaten, + 185) nieder. 543 Rauschgiftdelikte weist die Kriminalstatistik für 2014 aus, 24 weniger als im Vorjahr. jl

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