„Einmal Schausteller, immer Schausteller“

Seit Donnerstag hat das Oktoberfest-Stadl in der Markthalle seine Pforten geöffnet. Seit Freitag sind aber auch die Schausteller aktiv, die zum Teil seit Jahrzehnten viel Arbeit und Kilometer

Seit Donnerstag hat das Oktoberfest-Stadl in der Markthalle seine Pforten geöffnet. Seit Freitag sind aber auch die Schausteller aktiv,

die zum Teil seit Jahrzehnten viel Arbeit und Kilometer auf sich nehmen, um den Menschen auf dem Oktoberfest ein paar schöne, unterhaltsame Stunden zu bereiten. Einer von ihnen ist Mike Spangenberg aus Saarlouis, der jedes Jahr bis zu 20 Volksfeste in ganz Deutschland mit seinem rasanten Familienkarussell „Magic“ bereichert. Mike Spangenberg kommt aus einer alten Schaustellerfamilie; schon seine Eltern kamen immer gerne nach Limburg zum Oktoberfest. Damals mit einem Autoscooter oder einem Pfeilwurfstand und seit 1997 mit dem „Magic“. Aber nicht jedes Jahr. Denn die Plätze werden von der Stadt Limburg unterschiedlich vergeben, und für Mike Spangenberg ist es in jedem Jahr eine gute Nachricht, wenn die Zusage aus Limburg kommt.

Ganz eng verbunden mit dem Limburger Oktoberfest ist auch die Schaustellerfamilie Meyer aus Frickhofen – auch aufgrund eines tragischen Vorfalls. „Mein Vater Horst Meyer ist 2009 auf dem Oktoberfest in Limburg gestorben“, erzählt Brigitte Meyer, die bereits in sechster Generation im Familienunternehmen arbeitet. Auf dem Oktoberfest sind sie immer mit einer großen Losbude anzutreffen, was für dieses Jahr den Schlusspunkt „nach 15 Stationen“ bedeutet. Die Schaustellerarbeit aber geht weiter. „Wir sind dann noch auf dem Christkindlmarkt in Limburg mit Glühwein und Geschenkartikeln anzutreffen.“

Als „Quereinsteiger“ kam Andreas von Fischke zu den Schaustellern. Er betreibt als gelernter Kaufmann seit 20 Jahren als Familienunternehmen einen Mandelwagen. Dazu ist er Vorsitzender des Limburger Schaustellerverbands mit insgesamt 30 Mitgliedern. Er kann von einem geänderten Kaufverhalten beim Oktoberfest berichten. „Früher waren nur Magenbrot und Mandeln gefragt“, sagt er. Heute müsse es in jedem Jahr eine Änderung im Sortiment geben. Da müssten zum Beispiel die Mandeln ein anderes Aroma haben: „In diesem Jahr mit Amaretto.“ Andreas von Fischke möchte das Unternehmen in nächster Zeit an seine Tochter Louisa übergeben, die schon jetzt ihren Vater fleißig unterstützt. Auch dieses Familienunternehmen ist regelmäßig auf dem Christkindlmarkt anzutreffen. Denn Andreas von Fischke ist nach eigenen Worten „mit viel Herzblut“ bei der Arbeit und lebt nach dem Motto: „Einmal Schausteller, immer Schausteller“. kdh

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