Fachmann für Verwaltung

Markus Hannappel ist der vierte Bewerber um den Posten des Elbtaler Bürgermeisters. Er tritt als unabhängiger Kandidat an; der zentrale Slogan seiner Wahlkampagne: „Unsere Wohlfühlgemeinde“.

Von Volker Thies

Das Kandidatenfeld für die Elbtaler Bürgermeisterwahl Ende August wächst weiter: Markus Hannappel aus Hangenmeilingen hat seine Bewerbung bekannt gegeben. „Ich möchte der Gemeinde, die mir sehr viel gegeben hat, etwas zurückgeben und ich bringe durch meinen bisherigen Berufsweg die besten Voraussetzungen für das Amt mit“, sagt der 51-Jährige, der aus Dorchheim stammt. Der Diplom-Verwaltungswirt hat verschiedene Stationen im Polizeidienst des Landes Hessen durchlaufen und arbeitet heute im Präsidium für Technik, Logistik und Verwaltung. Dort ist er für die Digitalfunk-Infrastruktur der Polizei im gesamten Bundesland zuständig.

„Ich kenne mich im hessischen Vergabe- und im Haushaltswesen sehr gut aus, repräsentiere das Land regelmäßig bei bundesweiten Tagungen und habe Budgetverantwortung für einen zweistelligen Millionenbetrag: Vergleichbare Aufgaben wie ein Bürgermeister nehme ich heute schon wahr“, sagt Markus Hannappel. Bei der Polizei habe er alle erreichbaren Karrierestufen durchlaufen. Deshalb reize ihn der Bürgermeisterposten als neue Herausforderung. Trotz zwischenzeitlich anderer Wohnorte habe es ihn immer wieder nach Elbtal zurück gezogen. 2006 siedelte er sich mit seiner Frau und der heute achtjährigen Tochter in Hangenmeilingen an.

Nach dem „Projekt Hausbau“ und neben seinen vielfältigen sportlichen Aktivitäten belebte Markus Hannappel alte Kontakte in der Gemeinde wieder. Einige dieser alten und neuen Bekannten waren es auch, die ihn Anfang des Jahres beim Spaziergang mit dem Hund darauf ansprachen, dass Hubert Lenz nicht mehr als Bürgermeister kandidiert. „Du wärst doch der ideale Mann dafür, hieß es unabhängig voneinander von mehreren Seiten“, erinnert sich Markus Hannappel. Erst einmal habe er das zurückgewiesen. „Aber der Keim war gesetzt, und je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto mehr leuchtete es mir ein“, berichtet er. Schließlich wagte er den großen Schritt und machte seine Kandidatur öffentlich.

Markus Hannappel wird zwar mit allen politischen Gruppierungen sprechen, aber er tritt mit Absicht als unabhängiger Kandidat an. „In Elbtal gibt es zwar kaum scharfe politische Auseinandersetzungen, dennoch will ich eine mögliche Beeinflussung ausschließen und nur den bestmöglichen Lösungen für die gesamte Gemeinde verpflichtet sein“, sagt Hannappel.

Auch für die kommenden Wochen erwartet er keinen allzu scharfen Wahlkampf, sondern eine Entscheidung der Wähler zwischen den Kandidaten-Persönlichkeiten. Dennoch sei es wichtig, Schwerpunkte zu setzen. „Hubert Lenz hat den Haushalt ausgeglichen gehalten. Das schaffen nur wenige Gemeinden im Landkreis, und es ist für mich ein Vorbild“, sagt Markus Hannappel. Um das zu schaffen, ist für ihn die Erschließung neuer Gewerbeflächen wichtig. Beim Bauland müssten die noch vorhandenen Grundstücke in Gemeindehand zu attraktiven Preisen vermarktet werden. Das bringe nicht nur Einnahmen, sondern wirke auch dem Bevölkerungsrückgang entgegen. In die gleiche Richtung zielen Hannappels Vorschläge zum weiteren Ausbau der Kinder-Ganztagsbetreuung und zur Mobilität für ältere Einwohner: „Das fängt bei besser ausgebauten Rad- und Wanderwegen an, aber auch über ein Seniorentaxi sollte man sich Gedanken machen.“

Auch bei den bestehenden Gebäuden will Markus Hannappel ansetzen. „Nachdem die Feuerwehr ihr neues zentrales Gebäude bezogen hat, sind die alten Gerätehäuser zum Teil schon sinnvoll vermietet. Solche Nutzungen brauchen wir auch für die restliche Fläche“, fordert er. Möglicherweise finde sich dort Raum für einen Jugendclub. Detailliert stellt Markus Hannappel seine Ideen unter vor.

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