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Geld für den Dorfplatz in Hangenmeilingen

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Im kommenden Jahr sollen die Hangenmeilinger endlich ihren neuen Dorfmittelpunkt bekommen. Die Zuschüsse aus dem IKEK-Programm sind nun bewilligt, im Frühjahr kann die Sanierung des Platzes beginnen.

Dass Elbtal Geld aus dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept bekommt, steht schon länger fest: Im Juni erhielt die Kommune bereits die Zusage, dass das Land einen Zuschuss zur Sanierung der Fassade des Hauses in der Schulstraße 1 in Hangenmeilingen gibt. Doch auf die Bewilligung des Zuschusses für die Dorfplatzsanierung mussten die Elbtaler bis jetzt warten. Aber nun konnte der Erste Kreisbeigeordnete Helmut Jung (SPD) den Bewilligungsbescheid an Bürgermeister Joachim Lehnert überreichen.

Und es geht um viel Geld: Die Umgestaltung des Dorfplatzes in Hangenmeilingen kostet 221 400 Euro. Davon förderfähig sind 186 050 Euro. Als Zuschuss erhält Elbtal zu diesem Projekt 139 537 Euro, so dass die Gemeinde einen Eigenanteil von 81 863 Euro hat.

Bürgermeister Joachim Lehnert sagte, er freue sich, dass die Bewilligung noch in diesem Jahr kam. Er nutzte die Übergabe jedoch auch, um Kritik zu äußern. Als er den Bewilligungsbescheid las, habe er feststellen müssen, dass die Zuwendung erst ab 2018 – auf 37 Monate verteilt – erfolge, sagte er. „Es ist dringend geboten, dass bei den zuständigen Behörden ein Umdenken stattfindet“, sagte der Bürgermeister. Für eine kleine Kommune sei es sehr schwierig, eine solch hohe Summe vorzufinanzieren. Insgesamt habe er sich sehr über die langen Wege von der Mittelbeantragung bis zur Bewilligung geärgert. Jetzt sei er aber froh, dass es endlich losgehen kann. Die Wintermonate wolle die Gemeinde nutzen, um die Arbeiten auszuschreiben. Im Frühjahr solle dann Baubeginn sein. Er hoffe, dass bis Ende Juli die Sanierung gelaufen ist. Die Kirmes im August wolle er schon auf dem neuen Platz feiern.

Helmut Jung lobte das IKEK-Programm, und erinnerte daran, dass Elbtal eine der ersten Kommunen sei, die daran teilnehme. Der Vorteil am Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept sei, dass nicht mehr nur einzelne Ortsteile betrachtet würden, wie in der Dorferneuerung, sondern einer ganzen Kommune geholfen werde, jene Projekte zu realisieren, die allen dienen. Er kenne das Problem der langen Wartezeiten. Aber das habe Gründe: In das Dorfentwicklungsprogramm hätten es maximal zehn Ortsteile geschafft. Im IKEK-Programm würden 60 Ortsteile berücksichtigt – allerdings seien die Mittel auf Landesebene nicht aufgestockt worden. Helmut Jung dankte den Parlamentariern und Bürgern, die sich für ihre Gemeinde einbringen und sich Gedanken machen, wie diese vorangebracht werden kann.

Mitgestaltung

Seit Mai 2015 machen sich die Bürger in Elbtal Gedanken über die Sanierung des Dorfplatzes Hangenmeilingen – unterstützt von Gabriele Walkenbach, die mit dem Büro Bischoff & Partner die Planungen begleitet. Dieses Projekt zeige, dass die Bürger ein großes Interesse an der Mitgestaltung hätten, sagte Gabriele Walkenbach.

Und das Engagement soll weitergehen: Für das Gebäude an der Schulstraße 1 sucht sie nun Ideen, denn in den Räumen soll ein Elbtaltreff eingerichtet werden. „Hier soll Kommunikation stattfinden, kleine Gruppen können sich treffen zum Reparaturcafé oder zum kulturellen Austausch“, sagte Walkenbach. Gesucht sind nun Menschen, die sich der Sache annehmen wollen und sich vorstellen können, dem Elbtaltreff Leben einzuhauchen. Wer Lust und Zeit dazu habe, könne sich bei der Gemeinde melden.

(lh)

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