Aus der Feuerwehrgarage in Dorchheim soll ein moderner Jugendraum werden.
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Aus der Feuerwehrgarage in Dorchheim soll ein moderner Jugendraum werden.

Angebote für den Nachwuchs

Jugendraum: Projekt soll noch dieses Jahr starten

  • vonRobin Klöppel
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Die Baugenehmigung liegt vor. Auschuss beschäftigt sich zudem mit den Spielplätzen.

Elbtal -Über die Jugendarbeit der Gemeinde ist im Elbtaler Jugendausschuss im Dorchheimer Dorfgemeinschaftshaus gesprochen worden. Wie Bürgermeister Joachim Lehnert (parteilos) berichtete, sei die Schaffung eines neuen Jugendraumes schon seit Jahren ein Thema. Dann habe sich die Möglichkeit ergeben, einen Teil des Dorchheimer Feuerwehrhauses dafür umzubauen. Der Arbeitskreis Dorfentwicklung habe die Idee begrüßt - allerdings nur, wenn der Boden erneuert werde, da der bisherige im Winter zu kalt werde, so der Bürgermeister.

"Vergangene Woche haben wir die Baugenehmigung bekommen", teilte Lehnert mit. Wenn die zuständige Sachbearbeiterin beim Amt für den Ländlichen Raum aus dem Urlaub zurück sei, bekomme die Gemeinde zeitnah den Bewilligungsbescheid. Dieses Jahr solle auf jeden Fall noch mit dem Umbau begonnen werden.

Sitzungsleiterin Irmgard Claudi (CDU) meinte, das Projekt sei eine gelungene Sache. Sie hoffe nur, dass der Raum später auch rege genutzt werde, wenn die Gemeinde schon Geld dafür in die Hand nehme. Vielleicht sei es möglich, dass die Jugendlichen die Möbel für den Jugendraum selbst bauen könnten. Auf diesem Wege könne man sie mobilisieren und für das Projekt interessieren.

Claudi sagte, es müsse noch diskutiert werden, wie die Gemeinde in Sachen Jugendarbeit weiter vorgehe, wenn geöffnet sei. Lehnert hofft, dass an der Elbtalschule Werbung für den Raum gemacht werde. Denn die Elbtaler Jugend sei untereinander gut vernetzt, so dass die Infos dann auch bei den Schülern landeten, die weiterführende Schulen wie die Hadamarer Fürst-Johann-Ludwig-Schule besuchten.

die Hand nehmen

Um Angebote zu schaffen, müsste die Gemeinde laut Bürgermeister weiteres Geld in die Hand nehmen. Beispielsweise sei für den Jugendraum ein Internetanschluss sinnvoll. Dort könnten dann auch Computerkurse angeboten werden. Oliver Teufer (CDU) wünscht sich, dass es diesmal mit dem Betrieb des Jugendraumes länger klappt. Vorher habe es immer nur bei der ersten Generation an Jugendlichen funktioniert. Wenn diese dann aus Altersgründen herausgewachsen seien, sei es immer schwer gewesen, verlässliche Nachfolger zu finden, erklärte Teufer. Kevin Schneider (SPD) äußerte die Hoffnung, dass ein attraktiver Jugendraum wie in Dorchheim anziehend wirke. Noch seien die Öffnungszeiten zu klären. Lehnert sagte, dass diese davon abhingen, wie viele Leute sich bereiterklärten, den Raum zu betreuen und wie viel Zeit diese hätten.

Zum Thema Neugestaltung der Elbtaler Spielplätze sagte Claudi, dass dabei schon viel passiert sei und noch viel passieren werde. Lehnert berichtete, dass die Spielgeräte auf der Anlage für Kleinkinder an der Höhenstraße Elbgrund bereits aufgestellt seien. Bei der Dorfentwicklung werde auch der Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus in Elbgrund umgestaltet. Der Arbeitskreis habe zusammen mit dem Planer bereits gute Ideen entwickelt. Die Arbeiten sollten noch im laufenden Jahr vergeben werden. Er hoffe, dass 2021 dann im Elbgrunder Ortskern wieder ein attraktiver Spielplatz vorhanden sein werde.

Lehnert sagte, dass auch der Spielplatz in Hangenmeilingen in Eigenregie umgestaltet werden solle. Auf dem Spielplatz Heuchelheim habe der Bauhof bereits zwei alte Federwipptiere gegen neue ausgetauscht. Lehnert sagte, dass die Gemeinde Spielgeräte aus Kunststoff bestellt habe, weil die weniger wartungsintensiv seien. Nur der aus Mitteln der Dorfentwicklung geförderte Spielplatz am Elbgrunder Dorfgemeinschaftshaus bekomme Geräte aus Naturholz, da andere Materialien nicht förderfähig seien.

Wie im Ausschuss vereinbart wurde, soll 2021 wieder eine Ehrungsfeier der Gemeinde stattfinden, bei der erfolgreiche Sportler ab Bezirksmeisterschaft der vergangenen zwei Jahre sowie im Kulturbereich ehrenamtlich Engagierte auf Vorschlag der Vereine ausgezeichnet werden sollen. Lehnert sagte, dass es diese Satzung seit Jahren gebe und auch zwei Ehrungsfeiern stattgefunden hätten. Doch irgendwann seien kaum noch Vorschläge gekommen und dann sei die Sache eingeschlafen. Er schlug vor, alle Vereine noch einmal anzuschreiben und die Ehrung dann wieder im Zwei-Jahres-Rhythmus stattfinden zu lassen.

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