+
Dieser Weg führt von Elbgrund in Richtung Langendernbach. Die Elbtaler Gemeindevertreter wollen mit Hilfe von öffentlichen Fördergeldern weitere Radwege schaffen.

Umweltfreundiche Fortbewegung

Politik will sich für mehr Rad- und Wanderwege einsetzen

  • schließen

Das Rad- und Wanderwegenetz in Elbtal soll erweitert werden. Darüber herrscht Einigkeit bei den Gemeindevertretern aller Fraktionen. Geklärt werden müssen jetzt die Details eines im Rahmen der hessischen Mobilitätsoffensive 2020 zu entwickelnden Konzepts. Das könnte auch die Kooperation mit den benachbarten Kommunen mitberücksichtigen.

„Die Voraussetzungen für eine finanzielle Unterstützung sind günstig“, sagte Oliver Teufer von der CDU-Fraktion am Mittwochabend bei der Sitzung der Gemeindevertreter. Und die Bedingungen könnten sogar noch besser werden, meinte er mit Blick auf drohende Diesel-Fahrverbote.

Neue Richtlinien würden möglicherweise ein Umdenken und Umsatteln auf das Fahrrad befördern. „Die Entwicklung der letzten Jahre in Hessen hat gezeigt, dass immer mehr Pendler bereit sind, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu nutzen“, hatte CDU-Fraktionsvorsitzende Irmgard Claudi in einem Antrag an die Gemeindevertretung formuliert. Um diese Bereitschaft zu fördern, setzen EU, Bund und Länder auf die Förderung solcher Verkehrswege und stellen hierfür zunächst bis 2020 einen jährlich gleichbleibenden Betrag von 1,34 Milliarden Euro zur Verfügung, mit dem auch der nationale Radverkehrsplan des Bundesverkehrsministeriums bedient wird.

Tatsächlich beteilige sich das Land Hessen am Ausbau sowie an Konzepten für geplante Rad- und Wanderwege mit einem Förderanteil von 70 Prozent, teilte Elbtals Bürgermeister Joachim Lehnert (parteilos) mit und wies darauf hin, dass die Fördergelder vom Bund und von der Europäischen Union gleichzeitig beantragt werden könnten. Eile ist geboten: Der Förderantrag müsse bis zum Ende des Monats gestellt werden, erklärte Lehnert. Anschließend erfolgten die Prüfung und die Entscheidung, und das könne dauern.

Dass also ein erweitertes Rad- und Wanderwegekonzept kurzfristig realisiert werde, sei unwahrscheinlich. Grundsätzlich förderfähig sind Irmgard Claudi zufolge zwei Varianten von Radwegen.

Möglich seien selbständig geführte Rad- und Gehwege, die nicht im Zuge mit Straßen verlaufen, und verkehrsbegleitende Routen, die parallel zum motorisiertem Verkehr verlaufen. „Die Projekte müssen geeignet sein, den sicheren Fuß- und Radweg zu gewährleisten, die selbständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen zu stärken, die Teilhabe mobilitätseingeschränkter Personen zu erhöhen sowie den motorisierten Individualverkehr auf den Rad- und Fußverkehr zu verlagern“, hatte die CDU-Fraktionsvorsitzende im Antrag ihrer Partei erklärt. Zunächst müsse überlegt werden, was man überhaupt wolle, sagte der Bürgermeister. Der Bau- und Umweltausschuss wird sich mit dem Thema befassen. Die Fraktionen einigten sich darauf, Vorstellungen und Bedürfnisse zu ermitteln und Pläne zu entwickeln. Dabei müsse unbedingt der Kontakt zu den Nachbargemeinden gesucht werden, betonte Herbert Wagner von der Bürgerliste Elbtal.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare