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Die Trinkwasserversorgungsanlage Elbtal ist in die Jahre gekommen. Der Hochbehälter, hier der Eingang, wurde 1974 errichtet.

Gebührenerhöhung

Trinkwasseranlage in Elbtal: Neubau auf den Weg gebracht

Einstimmig haben die Gemeindevertreter den Haushalt sowie den Investitionsplan für 2018 beschlossen. Eine große Investition betrifft dabei den Neubau der Trinkwasserversorgungsanlage Dorchheim/Elbgrund, die nun endlich in Angriff genommen werden soll.

Die Hochbehälter in Elbtal sind schon viele Jahre Thema in der Gemeinde. Nun haben die Gemeindevertreter es auf den Weg gebracht, dass die Trinkwasserversorgungsanlage in Dorchheim neu gebaut wird. Dafür investiert die Gemeinde insgesamt 1,255 Millionen Euro. 582 000 Euro werden dafür in 2018 bereitgestellt.

Die aktuellen Hochbehälter in Dorchheim wurden 1959 und 1974 errichtet. Die Hochbehälter von 1959 fassen zweimal 200 Kubikmeter, die Tiefsammelbehälter aus 1974 fassen zweimal 100 Kubikmeter Wasser. Hierbei handelt es sich um betonierte, verputzte und innen mit Polychlorierte-Biphenyle (PCB) gestrichene Behälter. PCB ist krebserregend und inzwischen verboten.

Bisher ist von dem PCB nichts in das Wasser hineindiffundiert und stellte somit keine Gefahr dar. Doch das Risiko, dass dies passiert, möchte die Gemeinde nicht eingehen. Daher wurde einige Jahre darüber beraten, ob die Hochbehälter aufwendig saniert werden oder neugebaut werden. Da auch die Sanierung sehr kostenintensiv geworden wäre, entschloss sich Elbtal für einen Neubau.

Geplant sind drei Röhrenhochbehälter mit jeweils 270 Kubikmeter Volumen. Sind die Baumaßnahmen beendigt, werden die alten Hochbehälter stillgelegt. Die Hochbehälter besitzen zwei Zuläufe vom Brunnen „Schlichteck“ und „Saure Wiese“. Von diesen Hochbehälter werden die beiden Ortsteile Elbgrund und Dorchheim mit Wasser versorgt.

Bereits 2015 wurden Mittel dafür in den Haushalt eingestellt, die jedoch nicht mehr übertragen werden können. Aus 2016 stehen noch 530 000 Euro zur Verfügung, aus 2017 143 400 Euro. Die Zuschlagfrist für diese Maßnahme endet am 22. Dezember, so dass der Gemeindevorstand bis dahin auch die Aufträge erteilen muss. Daher beschlossen die Gemeindevertreter nach Zustimmung zum Haushaltes die außerplanmäßige Bereitstellung von 582 500 Euro.

Ebenso verfuhren sie bei dem Einbau einer Phosphat-Eliminationsanlage bei der Kläranlage in Elbtal. Dies sollte bereits 2017 erfolgen. Dafür sind 56 500 Euro aus 2017 vorhanden sowie ein Landeszuschuss von 46 000 Euro. Weitere Mittel in Höhe von 21 000 Euro mussten noch eingestellt werden. Auch diese Aufträge müssen bis zum 22. Dezember vergeben werden.

Die Gemeindevertreter zudem stimmten einstimmig der Erhöhung der Wasser- sowie Abwassergebühren zu. Die Wassergebühren werden rückwirkend zum 1. Dezember von 2,67 Euro um 22 Cent auf 2,89 Euro erhöht. Die Abwassergebühren werden von 3,90 Euro um 34 Cent auf 4,24 Euro erhöht.

Kai Heep (Bürgerliste Elbtal) merkte jedoch an, dass Elbtal mit insgesamt 7,13 Euro für das Wasser landesweit im oberen Viertel liege. Daher regte er an, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich 2018 intensiv mit der Gebührenstruktur auseinandersetzen soll, um langfristig die Gebühren wieder zu senken.

Mit dem beschlossenen Haushalt stimmten die Gemeindevertreter dafür, dass 50 000 Euro eingestellt werden, um ein Konzept für die Oberflächenabwasserableitung in Heuchelheim zu erstellen – damit es nicht wieder zu einer Katastrophe nach einem Unwetter kommt.

Nachgebessert wurde bei den Investitionen bei den Spielplätzen: Für den Spielplatz in Elbgrund wurde der Ansatz um 5000 Euro auf 15000 Euro gesenkt, der Spielplatz Hangenmeilingen wurde mit 15 000 Euro in den Plan aufgenommen. Für Grundstücksankäufe wurde der Ansatz von 30 000 Euro auf 110 000 Euro erhöht. 20 000 Euro wurden für ein Rad- und Fußwegenetz rund um Elbtal eingestellt.

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