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Für die großen Bäume waren die Mitglieder der Einsatzabteilung zuständig, die in Elbtal die Jugendfeuerwehr unterstützten.

Sammlung

Weihnachtsbäume wandern vom Wohnzimmer ins Klärwerk

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Auch in Elbtal wurden am Wochenende die Weihnachtsbäume eingesammelt. Alle vier Ortsteile wurden angefahren, um anschließend die alten Weihnachtsbäume auf dem Gelände des Klärwerks in Heuchelheim abzuladen.

„O Tannenbaum, O Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter…“. Keine drei Wochen nach Weihnachten sieht dies bei vielen Tannenbäumen aber schon anders aus. Denn Grün sind die meisten schon, aber viele haben die meisten ihrer „Blätter“, richtig ihre Nadeln, schon verloren. „Die braucht man nur aufzustumpen, und schon fallen alle Nadeln ab“ erzählt mit einem Schmunzeln Ricarda Thiel, die sich wie viele junge Helferinnen und Helfer der Elbtaler Jugendfeuerwehr auch an der jährlichen Weihnachtsbaumsammlung beteiligt. Fast alle Jugendfeuerwehren im Landkreis bieten diesen Termin kurz nach Weihnachten an, damit die Weihnachtsbäume richtig entsorgt werden. Macht dieser Termin beim heftigen Nadeln der Bäume doch Sinn, und die Besitzer der Bäume brauchen sich keine Gedanken um die Entsorgung machen.

Am Tag, als die Weihnachtsbäume eingesammelt werden ist es kalt und regnerisch

So trafen sich die Jungen und Mädchen der Elbtaler Jugendfeuerwehr am frühen Samstagmorgen. Verstärkt durch Mitglieder der Einsatzabteilung, die mit Traktoren und Hängern bei dieser Aktion halfen, ging es bei niedrigen Temperaturen und ab und zu Nieselregen los in die vier Elbtaler Ortsteile Dorchheim, Elbgrund, Hangenmeilingen und Heuchelheim. In den Ortsteilen wurde Wochen vorher mit Wurfzettel auf das Sammeln der Weihnachtsbäume aufmerksam gemacht und darüber informiert, dass die Bäume abgeschmückt, wie zum Beispiel ohne Lametta, vor dem eigenen Grundstück auf dem Gehweg an diesem Tag abgelegt werden sollten. 

Eine schöne Geste: Neben Geld gab es auch oft Süßes für die jungen Kameraden.

„Die meisten halten sich daran“, wusste dann die Jugendfeuerwehrwartin Laura Biermeier zu erzählen, die nicht nur für diesen Tag die Organisation übernahm. Sie reihte sich auch in die einzelnen Gruppen ein, um dann durch die Straßen zu ziehen und die Bäume aufzuladen. Und viele der Bäume waren dann auch schon von weitem zu sehen und machten den Jugendlichen keine Mühe. Doch es waren auch, wie einer der Jugendlichen anführte, „Brummer“ dabei, die nur mit zwei oder drei Personen auf den Hänger zu wuchten waren.

Jugendfeuerwehr geht mit einer Spendenbox von Tür zu Tür

Die meisten der Bäume waren ohne Schmuck. Doch es wurde auch eine Lichterkette mitentsorgt, die hier Sebastian Zimmermann zeigt.

Seit vier Jahren ist Anika Müller in der Jugendfeuerwehr. Sie war mit der Spendenbox dabei, um bei den Besitzern der Bäume zu klingeln. Denn das Sammeln der Bäume war an und für sich kostenlos. Doch es wurde um eine Spende für die Jugendarbeit gebeten. „Die gesamte Jugendarbeit in einem Jahr finanziert sich mit diesem Weihnachtsbaumsammeln“ berichtete Laura Biermeier.

Im vergangenen Jahr wurde in Weilburg die Bowlingbahn besucht „und auch die Getränke bei den Übungen werden davon bezahlt“. Und die meisten der Weihnachtsbaumbesitzer gaben reichlich. „Einige geben eine Spende, obwohl sie keinen Baum haben“.

Neben Geld auch viele Süßigkeiten bekommen

Davon wusste auch Sebastian Zimmermann zu berichten, der erst seit einem Jahr in der Jugendfeuerwehr ist. Für ihn stehen die Übungen im Mittelpunkt der Jugendfeuerwehr. Aber auch dieser Termin machte ihm Spaß. „Wir haben neben viel Geld auch viel Süßes bekommen“ erzählt er mit einem Schmunzeln im Gesicht. Er war auch am Sammelpunkt dabei, wo die eingesammelten Bäume abgeladen werden. In Elbtal war dies das Gelände am Klärwerk in Heuchelheim, wo letztendlich alle Elbtaler Weihnachtsbäume landeten und von den Mitarbeitern des Elbtaler Bauhofs entsorgt werden. Am Ende des Weihnachtsbaumsammeln gab es dann für alle Beteiligten einen Imbiss im Feuerwehrgerätehaus.

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