Kappensitzungen der katholischen Frauengemeinschaft

Atemlos in Elz

  • schließen

Was sind in Elz die Brötchen so teuer geworden! Nein, das liegt nicht am Bäcker. Wohl aber am Weg dorthin und zurück. Gleich zweimal „geblitzt“! Zwei Abende lang blitzte es noch viel häufiger, doch das war kein Grund zum Ärgern: Die überdimensional große „Radarfalle“ auf der Bürgerhaus-Bühne blinkte immer wieder hellrot auf, wenn die Stimmung im prallvollen Saal zum Kochen kam – und das war sehr oft der Fall.

Die beiden Kappensitzungen der katholischen Frauengemeinschaft brachten Puls in die Tischreihen – und viel Geld für karitative Zwecke in die Kasse. Es hat sich also in jeder Hinsicht gelohnt! Die beiden Schwestern Birgit Berneiser und Uli Berneiser-Ebel waren es, die mit ihren Erzählungen vom Radarfallen-Stress die Lacher auf ihrer Seite hatten. Den Weg dorthin hatte Heike Butzbach in einem eindrucksvollen Elzer Bühnenbild festgehalten. Die Straße zur Kirche hin war genau getroffen! „Frau Müller und Frau Schmidt“ sind eine feste Nummer der Elzer Fastnacht geworden. So wie früher „Lustig und Fein“ legten sie die Finger in die Wunden in Sachen Dorfgeschehen, und diese waren gar nicht so tief. „Die Gemeinschaft stimmt!“, waren beide sicher. Nur so kann man gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Das taten auch die Frauen: Bettina und Anja Wilhelm führten mit viel Schwung durch fünf Stunden Programm, das die kfd-Vorsitzende Petra Reusch eröffnet hatte. Die Beiträge der beiden Schwägerinnen waren mehr als bloße Conférence. Gesang, Ausdruck, viele Kostümwechsel und Lieder, die zum Mitmachen animierten, ein genialer „ostfriesischer Götterbote“ und die unbeschreibliche „Lady Gaga“ gehörten mit dazu.

Schon zu Beginn ein Kracher: Die „Illusion Dancers“ des Elzer Royalballetts ließen eine ganze Fantasy-Welt auf der Bühne entstehen. Dann forderten Judith Müller-Grunwald, Silvia Becker und Nicole Theofel zum ersten Mal die Lachmuskeln. Dieser Priester und diese Nonne waren einfach unwiderstehlich! BHs und Höschen (manchmal Größe 3XL) flogen nur so auf die Bühne, als die Boygroup des „theaters am bach“ (Jörg Schmidt, Alexander Schenk, Mark Zimmer, Peter Zimmer und Lutz Lachnit) die Herzen der Frauen schmelzen ließ. Was sind da schon ein paar Jährchen! Kerstin Razborsek punktete als „Schwester Ampulla“, und die Mitess-Zentrale des Pfarrbüros (Monika Jung, Andreas Schorr, Renate Russ, Hans-Georg Muth) gestattete einen kleinen Blick in die Elzer Suppenküchen.

Oh wie blond! Judith Müller- Grunwald, Nicole Theofel und Sandra Wenzel ließen kein Fettnäpfchen aus, während Sandra Wenzel gemeinsam mit Uli Berneiser-Ebel zeigte, wie sich ein Eheleben so weiterentwickeln kann. Und dann kommt „frau“ in die Wechseljahre! Petra Repp und Annabelle Hedler sorgten dafür, dass allen im Publikum gehörig heiß wurde – nicht nur, weil sie mitfühlten. Viel zu lachen gab es auch beim „Rollatorgeschwader“ Judith Müller-Grunwald und Ilka Arnold. Ein Volltreffer waren Heike Braun und Christine Weyl: So schöne Zwillinge in ihren „Stühlchen“ hat die Welt noch nicht geseh’n. Und so erfuhr man auch den Unterschied zwischen Broccoli und Nasenschleim: Broccoli schmeckt furchtbar!

Das Kaffeekränzchen, das wunderbare Atemlos-Medley nach dem Motto des Abends und eine herrliche Gesangshommage an Udo Jürgens ließen die Zeit wie im Flug vergehen. Richtig gut drauf waren wieder Konny Neu-Müller und Uli Wingenbach, die von der Waterkant kamen und den ganzen Saal zum Kochen brachten. Prima: Die „Wambachstelzen“ des Royal-Balletts zeigten ein Herz für die Feuerwehr, und die Montanas ließen bei ihrer Version des Step-Aerobic die Beine fliegen. Eine Belohnung gab es auch, schließlich hatten die Frauen „noch

Sekt im Spind

“. Spritzig, fein und mit viel Bewegung (auch im Publikum) verbunden war die Elzer Frauenfastnacht, und natürlich wurde am Schluss wieder der „Ha, Hi, Ho, Hu, Hexenkessel“ besungen. Fein!

(pp)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare