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Auferstanden nach Corona: Die Malmeneicher Kirmes lebt

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Von: Klaus-Dieter Häring

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Die Stimmung im Kirmeszelt war schon am ersten Tag riesig. Dafür sorgte unter anderem Annemarie Tripp vom Trio "Jetzt oder nie", bevor dann Ikke Hüftgold die Bühne betrat.
Die Stimmung im Kirmeszelt war schon am ersten Tag riesig. Dafür sorgte unter anderem Annemarie Tripp vom Trio "Jetzt oder nie", bevor dann Ikke Hüftgold die Bühne betrat. © Häring, KLaus-Dieter

Es gab aber auch Polizeieinsätze

Malmeneich -Die Malmeneicher Kirmes lebt wieder. Mit einem furiosen Auftakt am Freitag knüpften die Ausrichter an die guten alten Zeiten vor der Coronapandemie an.

Auf dem Kirmesplatz, der während der letzten beiden Jahre verwaist war, machten sich die Schausteller mit ihrem Angebot breit, und der Duft von Bratwürsten und gebrannten Mandeln war schon von weitem zu erahnen. Und auch das große Kirmeszelt stand wieder an seinem angestammten Platz, vor dem Security-Angestellte ein aufmerksames Auge auf die erwarteten Gäste hatten. Und die kamen dann auch in Scharen. Schon früh war das Festzelt wie zu den besten Kirmeszeiten gut gefüllt; das feierfreudige Publikum ging bei der Malle-Party-Schlagernacht ebenfalls toll mit.

Unter den Gästen befanden sich viele Kirmesgesellschaften, die zum Teil weite Fahrten nach Malmeneich auf sich genommen hatten. Schon an ihren T-Shirts zu erkennen waren Gäste unter anderem aus Elbgrund, Heckholzhausen, Oberneisen oder Obertiefenbach. Viele davon waren schon vor Corona dabei; sie wollten sich auch in diesem Jahr die Gelegenheit nicht entgehen lassen, nach der Coronapause bei einem Korb Bier mal wieder so richtig zu feiern.

Für Stimmung sorgten am ersten Abend das Party-Trio "Jetzt oder nie", DJ Timo und "Ikke Hüftgold", der zu später Stunde das Zelt zum Toben brachte. So wie auch am zweiten Tag, als die "Dohlemer Boube" aufspielten. Der große Umzug der Malmeneicher Kirmesburschen gehört auch in diesem Jahr wieder zum Programm.

Auch der Musikverein Hundsangen war mit von der Partie; er begleitete das bunte Spektakel sowie den traditionellen Tanz um den Kirmesbaum musikalisch. Den Schlusspunkt der Kirmes setzt nach dem Willen der Verantwortlichen des Kultur- und Freizeitvereins der Frühschoppen am heutigen Montag, der unter dem Motto "50 Jahre Elz-Malmeneich" steht. Bei freiem Eintritt gibt es noch Kaffee und Kuchen, eine Tombola und Tanz.

Auf der Kirmes in Malmeneich wurde zwar schön gefeiert, aber auch die Polizei hatte alle Hände voll zu tun. So wurde ein 25-jähriger Mann aus Hadamar am Freitag nach 23 Uhr Oper eines Raubüberfalls. "Auf dem Festplatz an der Hohen Straße wurde er unvermittelt von einer Person ins Gesicht geschlagen und verlor dabei kurzzeitig sein Bewusstsein", teilte die Polizei gestern mit. "Nachdem er von Ersthelfern und einem Sanitäter versorgt worden war, wurde er von Familienangehörigen abgeholt. Zu Hause bemerkte er dann, dass aus seinem Portemonnaie 30 Euro fehlten." Hinweise zum Täter oder eine Personenbeschreibung liegen nicht vor. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei unter (0 64 31) 9 14 00) in Verbindung zu setzen.

In der Nacht zum Sonntag gegen 4.25 Uhr ging es am Rummelplatz weiter: Es kam zwischen zwei Personengruppen im Alter von 19 bis 27 Jahren zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung. "Im Verlauf wurden zwei Frauen und ein Mann aus Limburg gegen einen Metallzaun gestoßen", heißt es im Polizeibericht. "Dabei zogen sie sich Rückenverletzungen zu." Ein 27-Jähriger aus Dornburg und eine 26-Jährige aus Braunfels haben sich nun wegen Körperverletzung und Beleidigung zu verantworten.

Klaus-Dieter Häring

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