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Jürgen Kotz von der Hessischen Energiespar-Aktion, Alexandra Blättel und Bürgermeister Horst Kaiser von der Gemeinde Elz, Landkreis-Klimaschutzmanagerin Verena Nijssen und Klaus Fey von der Hessischen Energiespar-Aktion (von links).

Ausstellung im Rathaus

Die Bauleute der Bronzezeit waren perfekte Energiesparer

Eine „Flechtwand aus der Bronzezeit“ heißt eine Ausstellung im Rathaus der Gemeinde Elz, präsentiert von der hessischen Energiespar-Aktion. Gezeigt wird die Ausstellung zu den Öffnungszeiten in der Rathausstraße 39.

Der Fortschritt führt manchmal wieder zu Bewährtem aus der Vergangenheit zurück. Das zeigt sich auch in einer Ausstellung im Elzer Rathaus über bronzezeitliche Energiesparwände, in der deutlich wird, wie gut schon vor 3400 Jahren Häuser gedämmt waren. Mit einer zehn Zentimeter dicken Grasfüllung war der Wärmeschutz zu dieser frühen Zeit schon verblüffend gut.

Diese Qualität wurde erst wieder 1995 (!) mit der damaligen Wärmeschutzverordnung erreicht. In den Jahrtausenden dazwischen wurde der Wärmeschutz der Wände schlechter: vier bis sechs Mal schlechter bei der Fachwerkwand, die Vollziegelwand war immer noch drei Mal schlechter als die bronzezeitliche Energiesparwand.

Dies zeigt: Bauen mit der Natur und nicht gegen sie führt in unserem Klima zu einem guten Wärmeschutz aller Bauteile. Die bronzezeitlichen Menschen werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten so gebaut haben, wie es ihnen guttat. Wenn man in der Bronzezeit schon bei Grasdämmstoff angelangt war, wie viel mehr ist heute möglich: Moderne Dämmstoffe sind haltbarer und dämmen besser, außerdem besitzen die heutigen Menschen dauerhaftere Techniken und gute Werkzeuge aus Eisen und Stahl.

Überall in Hessen gibt es die ausführenden Planer und Handwerker, der „Förderkompass Hessen“ unterrichtet über Förderangebote unter . Wer mit Gras dämmen will, der findet nach 3400 Jahren auch wieder Hersteller von Grasdämmstoff.

Im hessischen Langenselbold hatte die Kreisarchäologie eine abgebrannte

Siedlung ausgegraben

. Sie datiert aus der Bronzezeit vor 3400 Jahren. Der Befund war konserviert durch Spuren im hartgebrannten Lehm. Die Wände der Hütten bestanden aus zwei mit Abstand voneinander aufgesetzten Flechtwänden, dazwischen hatte man trockenes Gras eingestopft. red

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