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„Blitzer“ lohnt nicht mehr: Säule wird demontiert

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Die stationäre Radarsäule in der Rathausstraße soll noch im März abgebaut werden. Im Ortsteil Malmeneich sind wieder 23 Flüchtlinge untergebracht worden.

Die stationäre Radarsäule in der Rathausstraße soll noch im März abgebaut werden. Im Ortsteil Malmeneich sind wieder 23 Flüchtlinge untergebracht worden. Das sind neue Nachrichten, die Bürgermeister Kaiser am Montagabend in der Sitzung der Gemeindevertretung verkündet hat.

Die Autofahrer in der Rathausstraße fahren zu brav. Die „Blitzersäule“ wirft nach Angaben von Bürgermeister Horst Kaiser schon seit April 2014 nichts mehr ab für die Betreiber. Nach den Worten des Bürgermeisters sei es in all den Monaten tagsüber sowieso nicht und nachts zu keinen Auffälligkeiten gekommen. Von zehn Rasern waren acht Rettungsfahrzeuge.

Für den Betreiber der Anlage, die Gemeinde ist nur anteilmäßig beteiligt, sei aufgrund der geringen Fallzahlen ein „auskömmlicher Betrieb“ nicht möglich. Die Messstelle mache deshalb weiterhin keinen Sinn, weil sie nur Kosten, auch durch mutwillige Beschädigungen, verursache.

Nach den Worten von Horst Kaiser soll die Blitzersäule deshalb am 11. März abgebaut werden.

In einer weiteren Mitteilung ging der Bürgermeister gestern auf die Flüchtlingssituation in Elz ein. Ein Anstieg der Zahl der Flüchtlinge sei in den letzten Tagen nicht erfolgt, weil viele Flüchtlinge aus dem Balkan inzwischen zurückgeführt worden seien.

Im ehemaligen Elzer Hotel Schäfer, das im Dezember vergangenen Jahres von der Gemeinde erworben wurde, seien noch keine Personen untergebracht. In der ehemaligen Pension in Malmeneich aber sei wieder eine Belegung mit 23 Personen erfolgt. Die Gesamtzahl der Flüchtlinge, die derzeit in Elz leben, sei mit 98 Personen relativ gering, sagte Kaiser. In Spitzenzeiten habe Elz schon 135 Flüchtlinge beherbergt. Der Bürgermeister ging davon aus, dass Elz mittelfristig wieder zwischen 130 und 150 Flüchtlinge aufnehme.

Hotel-Umbau läuft

Die notwendigen Umbauarbeiten im Hotel Schäfer seien in vollem Gange, hielten sich aber in einem erfreulich engen Rahmen. Dem „Internationalen Bund“ (IB) liege ein Mietvertrag vor, den die Gemeinde erarbeitet habe. Der IB zahle eine Kaltmiete plus Umlagen und werde das Haus eigenverantwortlich bewirtschaften. Bisher gebe es eine mündliche Zusage für die Nutzung des Hotels ab Juni/Juli 2016 für die Unterbringung der jugendlichen Flüchtlinge, die derzeit im Hildegardishof in Waldernbach wohnen. bl

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