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Das neue Josefshaus ist bezugsfertig

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Strahlende Gesichter (von links): Seniorendienstleiter Otmar Hicking, Larissa Holm und Andre Antweiler von der Heimleitung, Geschäftsführer Max Prümm und Pfarrer Andreas Fuchs.
Strahlende Gesichter (von links): Seniorendienstleiter Otmar Hicking, Larissa Holm und Andre Antweiler von der Heimleitung, Geschäftsführer Max Prümm und Pfarrer Andreas Fuchs. © Kerstin Kaminsky

Nach zwei Jahren Bauzeit können zum Monatsende wieder Senioren einziehen

Elz - Elz -Zwei Jahre lang wurde das St. Josefshaus in Elz kernsaniert und umgebaut. Bis auf ein paar Kleinigkeiten sind die Arbeiten nun abgeschlossen, so dass zum Monatsende die ersten Bewohner einziehen. Das neue St. Josefshaus versteht sich zudem als einen Ort der Begegnung, an dem sich auch die Elzer Bürger sowie Gruppen und Vereine eingeladen fühlen dürfen. Am Freitagnachmittag feierte der Caritasverband mit Planern, Architekten, dem Generalunternehmer und ausführen Firmen die Wiedereröffnung des Hauses.

„Als wir die Neuausrichtung des Elzer Seniorenzentrums erstmals auf die Tagesordnung setzten, waren Corona oder Inflation noch kein Thema“, erinnerte sich Max Prümm, der Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Bezirk Limburg. Doch aller Herausforderungen zum Trotz sei es gelungen, sowohl den Zeit- als auch den Kostenrahmen in etwa einzuhalten. So gebühre allen Beteiligten sein herzlichster Dank.

Auch die Entscheidung, die sogenannte „junge Pflege“ in das Altenzentrum zu implementieren, habe sich als goldrichtig erweisen. Dieses im Landkreis einmalige Angebot richtet sich an Menschen unter 60 Jahren, die beispielsweise aufgrund eines schweren Unfalls oder einer neurologischen Erkrankung auf Pflege angewiesen sind, aber andere Interessen und Bedürfnisse haben, als Senioren. Neu im St. Josefshaus ist auch die weitere Öffnung des Sozialraums, um es mehr mit der Bevölkerung zu vernetzen.

77 vollstationäre Pflegeplätze

Mit der Eröffnung wird das Haus 77 vollstationäre Pflegeplätze bieten; das sind etwas weniger als früher, weil es nur noch Einzelzimmer gibt. Die Größe der Standardzimmer reicht von 18 bis 22 Quadratmeter. Außerdem gibt es sogenannte Komfortzimmer, in denen Wohn- und Schlafbereich räumlich getrennt sind. 16 Pflegeplätze für dementiell veränderte Personen befinden sich in einem besonders geschützten Bereich im Erdgeschoss, zu dem auch ein Innenhof und ein kleiner Garten gehen.

„Auf den ersten Blick sieht man gar nicht, wie viel es in diesem Gebäude zu tun gab, um es für die Zukunft fit zu machen“, sagte Architekt André Kramm. Auch er selbst habe sich anfangs gefragt, was es denn hier zu verändern gäbe. Doch im Verborgenen fanden sich gravierende Defizite, vor allem bei der Haustechnik und dem Brandschutz. Vieles war auch einfach abgenutzt. „So ergab sich die Chance, das Bewährte mit einer konzeptionellen Neuausrichtung zu unterfüttern.“ Entstanden sind beispielsweise neue zentrale Aufenthaltsbereiche auf jeder Etage, Wandelgänge, Verbindungen der Sichtbeziehungen oder gemütliche Sitzecken außerhalb der Zimmer. Die Räume für das Personal und deren wichtige Tätigkeit wurden so angelegt, dass dies eine Verbesserung des Arbeitsplatzes bedeutet.

Dabei sei man sehr wertschätzend mit dem Bestand umgegangen. So wurde zum Beispiel der hochwertige Parkettboden repariert, statt ihn rauszureißen. Diese Herangehensweise im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen und der Abfallvermeidung sei leider im Bau nicht selbstverständlich, bedauerte Kramm.

Als Stichworte zur Haustechnik erwähnte er die Internetversorgung aller Bereiche, eine Komplettsanierung sämtlicher Sanitärräume inklusive der Leitungen sowie die Umstellung von der maroden Fußbodenheizung auf stationäre Heizkörper. Erneuert wurden die Löschanlage, die Brandmeldeanlage und die Schwesternrufanlage. Die Beleuchtung wurde auf LED umgestellt. Nötig waren auch neue, den heutigen Anforderungen entsprechende Aufzugsanlagen. Die Sanierungskosten beliefen sich insgesamt auf acht Millionen Euro. „Dabei ist kein Euro für Unnützes ausgegeben worden“, versicherte Kramm.

Bevor die Gäste sich am Buffet gütlich taten und die Gelegenheit zu einem Rundgang durch das Haus nutzen, segnete Pfarrer Andreas Fuchs das Gebäude und alle, die dort künftig leben und arbeiten. Kerstin Kaminsky

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