Die Abbildung aus dem Fotobuch "Elz in alten und neuen Ansichten" zeigt die Pfortenstraße mit Kirche und dem Haus Loer.
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Die Abbildung aus dem Fotobuch "Elz in alten und neuen Ansichten" zeigt die Pfortenstraße mit Kirche und dem Haus Loer.

Neuer Fotoband

Elz: Das Ortsbild im Wandel der Zeit

  • VonBernd Lormann
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Fotoband stellt auf 345 Seiten alte Ansichten den neuen gegenüber

Elz -"Elz in alten und neuen Ansichten" ist der Titel eines 345 Seiten starken Fotobuchs, das auf Initiative von Werner Geberzahn, Karl-Heinz Rörig und Otto Purtauf herausgegeben wurde. Schwerpunkt des Buches sind Bilder von Elz und aus dem Ortsteil Malmeneich vom ausgehenden 19. Jahrhundert und dem Anfang des 20. Jahrhunderts mit der Gegenüberstellung von Bildern aus dem 21. Jahrhundert.

Bürgermeister Horst Kaiser stellte in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung das Fotobuch kurz vor und empfahl es zum Kauf. Am Sternenmarkt am Sonntag, 28. November, werde vom Bürgerfonds das neue Fotobuch "Elz in alten und neuen Ansichten" zum Kauf angeboten. Das Buch koste 19,50 Euro, bei einer Stärke von 345 Seiten günstig, und sei auch ab sofort im heimischen Buchhandel (Buch und Tee) sowie an der Gemeindekasse zu erhalten, so der Bürgermeister.

Luftaufnahmen mit der Drohne

Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf fließt dem Bürgerfonds zu. Die Herstellungskosten des Fotobuches hatte die Gemeinde übernommen. Besonderer Dank gelte den Initiatoren des Buches Werner Geberzahn und Karl-Heinz Rörig, die mit viel Sachverstand und großem Engagement Fotos zusammengetragen und gegenübergestellt hätten. Der Dank der Gemeinde gehe auch an Otto Purtauf vom gemeindlichen Archiv des Geschichts- und Museumsvereins sowie an Bernd Martin für die Bereitstellung seiner umfangreichen Postkartensammlung und Bernd Lormann für viele Fotos aus seinem persönlichen Fotoarchiv. Weiterhin an Dr. Dr. Oliver Giers (Köln) für die Luftaufnahmen mit einer Drohne, an Detlef Schneider (Wiesbaden) für Texte zum Schönauer Hof und dem Blättel'chen Hofgut sowie an Bernd Müller (Niedererbach) für die besondere Sach- und Bildkorrektur und Henry Klinger für die druckreife Lesung der Texte.

Der Bildband dokumentiert nach Angaben der Initiatoren nur einen Zeitabschnitt in der Dorfentwicklung der Gemeinde mit eindrucksvollen historischen Fotos, Karten und Zeichnungen sowie mit Abbildungen aus den Jahren 2020 und 2021 als Gegenüberstellung.

Chronologie zur Siedlungsgeschichte

Durch Straßenbau, Verbreiterung von Straßenzügen und dem Bau von Gebäuden im öffentlichen und privaten Bereich sowie durch historisch belegte Brandereignisse unterlag das gewachsene Ortsbild einer ständigen Veränderung. Im Anhang zum Bildband befindet sich eine Chronologie zur Siedlungsgeschichte und der Dorfentwicklung von der Jungsteinzeit bis zur aktuellen Verlegung der Glasfaserleitung im Jahr 2021.

Auf 13 Seiten, mit Zeichnungen und Fotos verdeutlicht, erhalten die Leser einen kurz gefassten Überblick aus der Zeit von 5500 vor Christus bis zum Jahre 2021. Die ältesten Siedlungsspuren sind am Rand der Elzer Gemarkung von 5500 bis 2200 vor Christus aus verschiedenen Epochen der Jungsteinzeit nachgewiesen. Es folgen Hinweise auf die Bronzezeit, unter anderem am Fleckenberg, auf Gräberfelder aus der keltischen Eisenzeit mit Hügelgräbern im Elzer Wald.

Vom 6. bis zum 21. Jahrhundert wird die Entwicklung von Elz und Malmeneich kurz geschildert, die wichtigsten Ereignisse sind festgehalten. Ob mittelalterliche Scherbenfunde im 11. und 12. Jahrhundert aus dem Bereich Lehrgasse und Pfortenstraße, der Bau der Nikolauskapelle in Malmeneich im 12./13. Jahrhundert, der kurtrierische Ort Elz im 14. Jahrhundert, der Bau des Elzer Rathauses 1561/1563, der Bau des Hauses Loer an der alten Handelsstraße, heute Pfortenstraße, im Jahre 1610, der Wiederaufbau des Schönauer Hofes in der Lehrgasse, das Bausche Haus in der Pfortenstraße aus dem Jahr 1710 oder der Großbrand im September 1850, als im Oberdorf und in der Lehrgasse eine große Anzahl an alter Bausubstanz zerstört wurde. Zahlreiche Hinweise aus der Elzer Chronik von Erhard Weimer unter anderem aus dem 19. und 20. Jahrhundert über die Einwohnerzahlen und den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg vervollständigen das Fotobuch.

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