Der Erbach soll für die Menschen mit einer Treppe direkt zugänglich und erlebbar gemacht werden.
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Der Erbach soll für die Menschen mit einer Treppe direkt zugänglich und erlebbar gemacht werden.

Ausblick ins Jahr 2021

Elz: Die Ortsmitte soll attraktiver werden

Neben Bauprojekten stehen Betreuung und Begrünung im Fokus

Elz -"Wir alle müssen davon ausgehen, dass auch in 2021 die Corona-Pandemie noch über längere Zeit das öffentliche Leben und insbesondere unser Miteinander bestimmt und einschränkt", so der Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) von Elz mit Blick auf das neue Jahr. "Und dennoch haben wir uns viel vorgenommen um die Ortsmitte von Elz aufzuwerten, denn wir wollen Elz weiterhin attraktiv gestalten und die Ortsmitte ist nun mal das Gesicht von Elz."

In einem ersten Schritt soll laut dem Bürgermeister in der Bachgasse auf der Rückseite vom Bürgerhaus ein neuer Parkplatz gebaut werden, der nicht nur schön eingegrünt werden soll, sondern auch den Besuchern der Geschäfte und des Bürgerhauses optimale Parkmöglichkeiten bieten soll. Es werden neben zwei Behindertenparkplätzen auch zwei E-Ladestationen für Elektrofahrzeuge angeboten.

Im Gegenzug zur Schaffung dieses Parkplatzes werde die Kreissparkasse Limburg auf dem Gelände an der Langgasse hinter dem KSK-Gebäude insgesamt 13 Wohnungen mit einer Tiefgarage errichten, die zu attraktiven Konditionen in attraktiver Lage interessierten Mietern angeboten werden sollen, so der Bürgermeister weiter. Auch damit werde die Mitte von Elz deutlich aufgewertet.

"Der wichtigste zweite Schritt wird eine neue Nutzung für das ehemalige Hotel Schäfer, die Drogerie Schollmayer und die frühere Gaststätte Blechkopp", kündigt Horst Kaiser an. "Hier liegen uns vier Bewerbungen aus dem Interessenbekundungsverfahren vor, die allesamt die gewünschte Kombination aus Gastronomie, Hotel, Gewerbe und Wohnen mehr oder weniger stark ausgeprägt eingeplant haben. Wir können feststellen, dass das Interesse an diesem Standort recht groß ist", so Kaiser. "Der eingeschlagene Weg und die Vorgehensweise werden damit bestätigt und wir dürfen gespannt sein, wie sich das Projekt weiter entwickelt." Leider sei aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen bis auf Weiteres eine Vorstellung vor Publikum durch die Planer/Investoren nicht möglich.

Als dritten Schritt kündigt Kaiser eine Steigerung der Aufenthaltsqualität am Erbach an. "Zum einen wollen wir die Zufahrt zur Bachgasse und zum Bürgerhaus durch eine Teilüberbauung des Erbachs verbreitern, zum anderen wollen wir den Erbach für die Menschen direkt zugänglich und erlebbar machen. Hier greifen wir einen Entwurf der Darmstädter Studenten aus unserem Projekt aus dem Jahr 2019 auf, welches unter anderem eine Abtreppung zum Erbach vorgesehen hat. Die Planungen hierfür wollen wir in 2021 konkretisieren und vorantreiben, damit wir dies in 2022 dann realisieren können."

250 Bäume pflanzen

Der vierte Schritt könne erst verwirklicht werden, wenn es gelungen sei, ein weiteres Grundstück zu erwerben. Hier bestehe die Zielsetzung, einen Durchgang parallel zur B 8 über einen weitgehend begrünten Weg für Fußgänger zu schaffen, der sich am Bürgerhaus vorbei bis zur Kirche und Rathaus fortsetzen lässt. "Insgesamt also eine Aufwertung der ,neuen Mitte' Elz", so Kaiser.

Aber natürlich gebe es weit mehr als Bauprojekte in der Ortsmitte. "So sind wir derzeit dabei die Kita ,Unter'm Regenbogen' räumlich zu erweitern, nicht um eine zusätzliche Gruppe unterzubringen, sondern um mehr Kapazität für die Tagesbetreuung und Differenzierungsmaßnahmen zum Wohle der Kinder anbieten zu können", berichtet der Bürgermeister. "Auch wollen wir die Fertigstellung der Straßen im Neubaugebiet Fleckenberg im Bereich Roterd und Walderdorffstraße vorantreiben und die Sanierung der hinteren Lattengasse ist bereits in vollem Gange."

Die Gemeindevertretung habe auch einstimmig beschlossen, mit dem Projekt Gemeindeschwester 2.0 ein neue Funktion zu schaffen, um insbesondere älteren Menschen zu helfen, so lange wie möglich selbstständig und gleichzeitig sozial integriert im vertrauten Wohnumfeld verbleiben zu können. "Nicht zuletzt wollen wir auch unser Dorf grüner machen", fährt der Kaiser fort. Hierzu sollen insgesamt 250 Bäume gepflanzt und bei allen Bauprojekten auf eine ausreichende Begrünung Wert gelegt werden.

"Ich persönlich hoffe und wünsche mir, dass wir alle gut durch die Corona-Pandemie kommen, sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich. Es wäre schön, wenn die Vereine recht bald wieder ihre Aktivitäten aufnehmen können, denn nur so kann die Ortsgemeinschaft sich weiter entwickeln", so Kaiser. "Leider müssen wir noch einige Zeit Abstand halten und alles dafür tun, dass die Infektionszahlen deutlich zurück gehen. Die Grundlage mit der Zulassung der Impfstoffe ist damit gelegt, jetzt ist es an uns, dies auch anzunehmen und uns und andere zu schützen, damit sich unser Leben dann auch möglichst bald wieder normalisieren kann." oho

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