Alljährlich ein Höhepunkt in Elz, doch in diesem Jahr wird die Kirmes nicht stattfinden können.
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Alljährlich ein Höhepunkt in Elz, doch in diesem Jahr wird die Kirmes nicht stattfinden können.

Kirmes soll nicht ausfallen

Elz: Wie feiert man Kirchweih in Corona-Zeiten?

  • vonBernd Lormann
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Politiker wollen Kirmesburschen bei der Lösungssuche unterstützen.

Elz -Eine Elzer Kirmes als gewohnter geselliger Höhepunkt mit Feiern unterm Kirmesbaum oder Tanz und Disco im Bürgerhaus wird es in diesem Jahr wegen den Corona-Beschränkungen nicht geben. Aber die Gemeindevertretung hat einstimmig mit den Stimmen von CDU und SPD den Gemeindevorstand beauftragt, zusammen mit den Kirmesburschen nach pragmatischen Lösungen zu suchen, damit die Kirmes 2020 mit Einschränkungen gefeiert werden kann.

In der öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung am Montagabend im Bürgerhaus unter Einhaltung der Abstandsregeln waren auffallend zahlreiche Zuhörer, darunter mehr als zwei Dutzend Kirmesburschen der Jahrgänge 2020, 2021 und wohl auch 2022. Ihnen galt ein besonderer Willkommensgruß des Vorsitzenden Matthias Schmidt (CDU). Ein Fest wie die Kirmes könne nicht einfach ausfallen, sagte Schmidt und stellte wie auch die Kirmesburschen die Frage nach dem Wie. "Das machen, was erlaubt ist", so die verkürzte Formel des Vorsitzenden der Gemeindevertretung. Den Kirmesburschen der aktuellen Jahrgänge 2020, 2021 und 2022 zollte er ein großes Lob. Sie hätten den Kopf nicht in den Sand gesteckt und seien auf die Gemeinde zugekommen, um nach Lösungen zu suchen. Dafür mein Respekt, so Schmidt.

Antrag der

CDU-Fraktion

Die CDU-Fraktion hatte mit einem Antrag zur Kirmes am dritten Sonntag im September das Kirchweihfest zum Thema in der Gemeindevertretung gemacht. Fraktionsvorsitzender Bastian Hoffmann erinnerte an den Elzer Heimatdichter Paul Blättel, der vor knapp 100 Jahren den Text zum Elzer Kirmeslied geschrieben habe. Dort heißt es unter anderem: "Und wenn die Stern vom Himmel falle, die Elzer Kjärmes wird gehalle." Zurzeit sei das Feiern von Festen wie die Elzer Kirmes in der gewohnten Form nicht möglich und zulässig, daran werde sich auch bis zum September nichts ändern, meinte Hoffmann. Ein Feiern unterm Kirmesbaum werde es also nicht geben. Aber eine Kirmes lebe von Kultur und Tradition und sei vor allem ein Kirchweihfest. Irgendwie sollte ein Kirchweihfest möglich sein, so Hoffmann, denn auch für Fronleichnam habe sich Elz eine Alternative zur gewohnten Prozession einfallen lassen. Die Kirmesburschen hätten jetzt im Vorfeld ein großes Verantwortungsbewusstsein an den Tag gelegt. Deshalb sollten sie in ihrem weiteren Vorhaben unterstützt werden, die Kirmes in einer anderen Form zu feiern. Ob die Kirmesburschen 2020 möglicherweise im nächsten Jahr zusammen mit den Kirmesburschen 2021 noch einmal in der gewohntem Form feiern wollten, das sei eine Angelegenheit, die unter den Jahrgängen zu klären sei, so Hoffmann.

Gemeindevertreter Frank Zei (SPD) sagte, auch die SPD sei bedingungslos für die Unterstützung der Kirmesburschen und die SPD spreche nicht gegen den Antrag der CDU. Aber, so Zei, es dürfe von Elz aus nicht das Signal geendet werden, die "Elzer Kirmes findet statt". Es müsse deutlich gemacht werden, ein weltliches Fest wie bisher gehe nicht.

So waren sich beide Fraktionen schnell einig, den Kirmesburschen jede Unterstützung, wenn möglich auch finanzielle, zukommen zu lassen, zusammen mit dem Gemeindevorstand nach einer pragmatischen Lösung für eine Kirmes unter besonderen Vorzeichen und Feiern mit Einschränkungen zu suchen.

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