Konny Neu-Müller (von links) und Ulrike Wingenbach beim Talk mit Kirmesburschen-Sprecher Dominik Sommer.
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Konny Neu-Müller (von links) und Ulrike Wingenbach beim Talk mit Kirmesburschen-Sprecher Dominik Sommer.

Gemeinsam auf Abstand gefeiert

Elz: Mit Bierprobe auf dem heimischen Sofa in den 1. Mai

  • vonRobin Klöppel
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Veranstaltung der Kirmesburschen lockt rund 1000 Bürger an die Computerbildschirme - Musik sorgt für Stimmung

Elz -Beim "Stream in den Mai" aus dem Elzer Bürgerhaus haben am Freitagabend rund 1000 Interessierte im Laufe des Abends reingeklickt, wie Eric Schröder von Diamond Media Events zufrieden berichtete. Die Kirmesburschen (KB) 2021 als Gastgeber hatten tagsüber vor dem Rewe-Markt noch die restlichen von 500 Probierpaketen der Brauerei Hachenburger verkauft. Mit den nötigen Erläuterungen direkt aus dem Inneren der Brauerei machte es viel Spaß, die verschiedenen Sorten vom Weizen über den Zwickel bis hin zum Westerwaldbräu und Schwarzbier mal daheim im Wohnzimmer gemütlich zu testen. Ansonsten gab es bis nach Mitternacht Musik der "Wolpertinger Buam", der "Dohlemmer Boube" sowie von David Fachinger.

Die Talkrunden mit vielen interessanten Gästen moderierten die Elzer Zwillinge Konny Neu-Müller und Ulrike Wingenbach. Pfarrer Steffen Henrich berichtete, dass er erst einmal eine richtige Elzer Kirmes mitgefeiert habe. Denn im vergangenen Jahr habe es durch Corona ja schon starke Einschränkungen gegeben. Doch der eigentliche Mittelpunkt, der Geburtstag der Kirche, habe ja durch einen Gottesdienst gefeiert werden können. Henrich lud die Menschen ein, einfach mal in Ruhe in die Kirche zu gehen, Gott von ihren Sorgen zu berichten und eine Kerze anzuzünden. Bei der Vorbereitung einer Kirmespredigt schaue er, dass er die Kirmesburschen wach bekomme und vor allem wachhalte. Henrich war selbst in seinem Heimatort im Frankfurter Raum früher mehrfach "Kerbebursch", "aber ein vernünftiger, der wenig getrunken hat".

Baum stammt aus

dem Elzer Wald

Dominik Sommer, Vorsitzender der KB 2021, verriet, dass es schon Pläne für die Kirmes im Herbst gebe. Diese wollte Sommer aber noch nicht öffentlich machen, da ja noch keiner wissen könne, wie am dritten September-Wochenende die Corona-Bestimmungen sein werden. Er wünscht sich natürlich für alle Elzer, dass durch die Impfungen bis Sommer die Bestimmungen wieder gelockert werden können. "Jeder wünscht sich eine normale Kirmes. Die Elzer Kirmes ist für mich die schönste der Welt", sagte Sommer. Wenn mehr gehe als 2020, sei das aber schon ein Fortschritt.

Sommer bedauerte es, dass sich zum "Stream in den Mai" nicht sein ganzer Jahrgang im Bürgerhaus treffen dürfe. Die Treffen seien ja die Würze des Ganzen. Doch die Jungs im Jahrgang würden sich so gut verstehen, dass die Gemeinschaft nicht unter den fehlenden Treffmöglichkeiten leide. Daniel Mörsdorf,

Baumstell-Meister in Elz, erzählte, dass seine eigentliche berufliche Aufgabe bei der Gemeinde sei, Bäume zu fällen. Der Elzer Kirmesbaum stamme auch immer aus dem Elzer Wald. Für die Spitze habe man die letzten Jahre aber nicht mehr Fichte, sondern Nordmann-Tanne genommen. Mörsdorf erzählte, dass es vom Abholen der Kirmesburschen bis zum gestellten Baum immer so um die drei Stunden dauere. Natürlich schließe die Gemeinde fürs Baumstellen eine Versicherung ab. Doch Mörsdorf kann sich an keinen Fall erinnern, wo der Baum am Ende des Abends nicht korrekt gestanden habe. Dass aber mal eine Spitze teilweise abgebrochen sei oder eine Stütze heruntergefallen, das habe es schon gegeben. Der "Spielertrainer" der "Wolpertinger", Axel Elsemüller zeigte sich im Talk dankbar, dass seine Band als eine von wenigen Bands im vergangenen Jahr einige Auftritte gehabt habe. Mit Live-Publikum sei es aber viel schöner für die Musiker, als online zu spielen. "Wir brauchen das Feedback des Publikums und wünsche uns wieder Normalität", erklärte der Bandmanager. "Uns wird aber nicht langweilig", meinte Axel Elsemüller.

Das Mehr an Freizeit nutze die Band, um an einem neuen Programm zu arbeiten und um das neue Album zu beenden. Zusammen mit der Hachenburger-Brauerei sei auch das Werbesong "Wir hopfen nur das Beste" produziert worden. Falls die Corona-Beschränkungen im Laufe des Jahres noch aufgehoben werden sollten, planen die "Wolpertinger Buam" noch einiges. Es gebe Anfragen für Oktoberfeste in den USA sowie in Raumfahrtanzügen im Cape Canaveral zu spielen. Auch freuen sich "Die Wolpis" auf einen Auftritt im "ZDF Fernsehgarten".

Zwischendurch gab es immer wieder nicht immer einfach zu lösenden Quizfragen für die Zuhörer daheim. Sie mussten beispielsweise wissen, wie das Maskottchen der aktuellen Kirmesburschen heißt und welche Fahnen zu Kirmes an der Elzer Kirche gehisst werden. Als Belohnung für die richtigen Lösungen gab es als Hauptpreise einen Grill sowie Rewe-Warengutscheine. Mit dem eingespielten Kirmeslied und Kirmesschrei wurde die Show dann um 0.30 Uhr beendet.

robin klöppel

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