Schäfer bietet mehrere Varianten an. Alle umfassen aber Gewerbeflächen, Café, Hotel/Boarding-House und Wohnungen.
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Schäfer bietet mehrere Varianten an. Alle umfassen aber Gewerbeflächen, Café, Hotel/Boarding-House und Wohnungen.

Entwürfe werden präsentiert

Elz: Wie soll die "Neue Mitte" künftig aussehen?

  • VonBernd Lormann
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Drei potenzielle Investoren stellen in einer Bürgerversammlung ihre Pläne vor

Elz -Es geht um die Neugestaltung der Elzer Ortsmitte rund um das ehemalige Hotel Schäfer. Es könnte ein Jahrhundert-Projekt werden. Nachdem die Gemeinde in den vergangenen Jahren drei Immobilienobjekte im Bereich Rathausstraße und Weberstraße gekauft hatte, um sie weiterzuentwickeln, liegen jetzt drei Vorschläge von Interessenten vor, die am Dienstag, 13. Juli, um 19.30 Uhr in einer Bürgerversammlung im großen Saal des Bürgerhauses der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

War der Kauf der Immobilien ehemaliges Hotel Schäfer, ehemalige Drogerie Schollmayer und ehemalige Gaststätte "Blechkopp" in der Gemeindevertretung schon umstritten, dürfte die Diskussion um die künftige Gestaltung und die Nutzungskonzepte der drei möglichen Investoren für die "Neue Mitte" nicht weniger heftig ausfallen, aber für die Bürgerschaft von allerhöchstem Interesse sein. Die Entwürfe werden weiter und abschließend in der Ortskernkommission, den Fraktionen, Ausschüssen und in der Gemeindevertretung beraten.

Zu Beginn der Bürgerversammlung, zu der Gemeindevertretervorsitzender Matthias Schmidt (CDU) eingeladen hat, wird Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) die Vorgaben der Gemeinde für das "Interessenbekundungsverfahren" vorstellen. Anschließend werden die drei Bewerber und mögliche Investoren wie Christian Mohri, Limburg, Johannes Schäfer, Elz, zusammen mit "Schäfer Dein Bäcker GmbH", Limburg, sowie der Projektentwickler Horst Schenk aus Elz ihre Pläne vorstellen. Die Reihenfolge der Präsentationen im Bürgerhaus wird zuvor ausgelost.

In Kürze einige Daten zu den drei Entwürfen. Alle drei Interessenten haben zur Höhe der Investitionen noch keine Angaben gemacht.

Entwurf Mohri: Der Vorschlag von Christian Mohri, Limburg, umfasst vier Wohnungen im Staffelgeschoss. Ein Boardinghouse mit etwa 16 Wohneinheiten im Erdgeschoss, ersten Obergeschoss und zweiten Obergeschoss. Dazu ein Hotel mit zehn bis zwölf Zimmern im zweiten Obergeschoss, Praxen mit rund 650 Quadratmetern insgesamt im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss. Dazu ein Bäckereifiliale mit Café, etwa 100 Quadratmeter im Erdgeschoss. Insgesamt soll es 47 Stellplätze geben.

Entwurf Schäfer: Der Vorschlag von Johannes Schäfer, Elz, und "Schäfer Dein Bäcker GmbH", Limburg, hat mehrere Varianten, die alle folgende Nutzungen beinhalten: Gewerbeflächen, Café mit Außengastronomie, Hotel/Boarding-House, Wohnungen. Die Anzahl der Wohnungen und die Größe der Gewerbeflächen und das Hotel/Boarding-House sind abhängig vom jeweiligen Nutzungs-Schwerpunkt. In der Tiefgarage können je nach Variante 43 bis 47 Stellplätze realisiert werden, an der Oberfläche können je nach Gestaltungsvariante 8 bis 16 Stellplätze angeboten werden.

Entwurf Schenk: Der Vorschlag von Horst Schenk Projektentwicklung, Elz, umfasst drei Varianten mit unterschiedlichen Ausprägungen: Variante 1: Hotel mit 25 Doppelzimmern, Gastronomie 650 Quadratmeter, Gewerbe 530 Quadratmeter, 17 Wohnungen je 70 bis 100 Quadratmeter. Die genaue Zahl der Stellplätze in einer Tiefgarage ist noch nicht festgelegt. Variante 2: Hotel mit 18 Doppelzimmern, Gastronomie 800 Quadratmeter, Gewerbe 400 Quadratmeter, 23 Wohnungen je 70 bis 100 Quadratmeter. Auch hier steht die genaue Zahl der Stellplätze in der Tiefgarage noch nicht festgelegt. Variante 3: Hotel mit 16 Doppelzimmern, Gastronomie 600 Quadratmeter, Gewerbe 550 Quadratmeter, 10 Wohnungen je 50 bis 100 Quadratmeter. Genaue Zahl der Stellplätze in der Tiefgarage ist noch nicht festgelegt.

Zeitlimit gesetzt

In der Bürgerversammlung können die Zuhörer Fragen an die Vertreter der Gemeinde stellen. Vorsitzender Matthias Schmidt hat ein Zeitlimit für die Bürgerversammlung gesetzt. Das Ende ist für 22 Uhr vorgesehen, spätestens soll um 22.30 Uhr Schluss sein.

Wegen den Hygienevorschriften im Rahmen der Corona-Pandemie ist die Teilnahme von Bürgern bei telefonischer Anmeldung im Rathaus möglich. Zur Teilnahme an der Versammlung wird ein aktueller negativer Test verlangt oder der Nachweis über Genesen oder einen vollständigen Impfschutz. Beim Betreten des Saales ist Maskenpflicht angesagt. Nach dem Platznehmen können Mund- und Nasenschutz abgenommen werden.

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