Das Frühschwimmen im Elzer Freibad erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.
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Das Frühschwimmen im Elzer Freibad erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Erfolgreicher Start in die Saison

In den Sommerferien kostenlos ins Freibad

  • VonBernd Lormann
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Gemeindevertretung beschließt kostenlosen Ferienpass für Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde Elz

Elz -Einstimmig bei einer Enthaltung hat die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung am Montagabend im Bürgerhaus einen kostenlosen Besuch des Freibades für Elzer Kinder und Jugendliche in der Zeit der Sommerferien beschlossen. Die SPD-Fraktion hatte den entsprechenden Antrag für den kostenlosen Ferienpass für Kinder und Jugendliche gestellt. Die einstimmige Billigung des Antrages von allen Fraktionen erfolgte deshalb überraschend, weil es in der Sitzung der Gemeindevertretung auch kritische Einwände gab. Vor allem war es Bürgermeister Horst Kaiser (CDU), der sich dagegen aussprach und für eine Saisonkarte in Höhe von 30 Euro für Kinder und Jugendliche votierte.

Gemeindevertreter Henry Klinger (SPD) setzte sich für den freien Eintritt der jüngeren Bürger in der Zeit der Sommerferien ein. Schwimmen sei lebensnotwendig, so Klinger. Kinder und Jugendliche müssten stets Gelegenheit haben, das Schwimmen zu erlernen. Elz habe ein tolles Schwimmbad und das sollte von Kindern und Jugendlichen aus Elz und Malmeneich in den Sommerferien kostenlos genutzt werden. Zusätzlich sollte die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) für die jungen Leute noch kostenfreie Schwimmkurse anbieten.

Bürgermeister Kaiser meinte, die kostenlosen Schwimmstunden der DLRG wolle die Gemeinde gerne unterstützen und bezuschussen. Aber eine kostenlose Ferienkarte halte er für nicht sinnvoll. 30 Euro für eine Saisonkarte für die jungen Leute bis zum 18. Lebensjahr sei nicht viel. Hortst Kaiser verwies zudem darauf, dass auch aktive junge Leute von Feuerwehr und DLRG schon für zehn Euro eine Saisonkarte erhalten.

Frank Zei (SPD) bemerkte, es gäbe sicher auch in Elz Kinder, die sich die 30 Euro für eine Saisonkarte nicht leisten könnten. Der kostenlose Ferienpass sei ja auch nur für die Dauer der Sommerferien gedacht.

Verwaltungsakt

erforderlich

Gemeindevertreterin Sonja Peichl (CDU) fragte die SPD nach der sozialen Komponente des Antrages und wie die Ausgabe für den Ferienpass funktionieren solle. Dafür sei doch auch wieder ein Verwaltungsakt der Gemeinde erforderlich. Das bestätigte auch der Bürgermeister, denn der Ferienpass könne nur bei der Gemeindeverwaltung ausgestellt werden, weil ja auch die Berechtigung geprüft werden müsse, ob der oder die Antragsteller Elzer oder Malmeneicher Bürger seien.

Damit war auch die Diskussion schon beendet und CDU, SPD und Bürgerliste sprachen sich einstimmig bei einer Enthaltung für den kostenlosen Sommerferienpass aus.

Schon viele Besucher und fast so

viele Saisonkarten wie vor der Pandemie

Im Elzer Freibad sind schon wenige Tage nach Saisonöffnung mehr als 10 000 Besucher gezählt worden. Dies teilte Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) in der Sitzung der Gemeindevertretung mit. "Wir haben punktgenau zur ersten Hitzewelle das Schwimmbad geöffnet und unser Team im Schwimmbad ist sozusagen von 0 auf 150 Prozent gestartet", so der Bürgermeister wörtlich. Bis zum Sonntagabend seien bereits 10 000 Besucher registriert worden, am Spitzentag waren es über den ganzen Tag verteilt einmal 1268 Besucher.

Auch der Verkauf von Saisonkarten sei sehr gut angenommen worden. Bisher wurden 341 Saisonkarten an Erwachsene und 83 für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre verkauft. Damit habe die Gemeinde gegenüber dem vergangenen Jahr gut 50 Prozent mehr verkauft und sei damit fast wieder auf dem Niveau wie vor der Corona-Pandemie, sagte Kaiser.

Nicht nur zum Frühschwimmen, sondern insgesamt werde das Bad sehr gut frequentiert. Das Zutrittskonzept mit der Kontrolle über die Ausgabe von Chips und die verschiedenen Registrierungsmöglichkeiten über die Nummer der Saisonkarte, per Luca-App oder auch ganz konventionell über ein Formular hätten sich bereits bewährt, so der Bürgermeister. Aufgrund der aktuellen Verordnung dürfe die Gemeinde auf zehn Quadratmeter Außenfläche einen Besucher einlassen. Bei 22 000 Quadratmeter Außenfläche wären das 2200 Besucher. Elz beschränke sich aber auf 500 im Normalfall.

Bei großem Andrang dürften auch mal mehr Besucher ins Bad, um Staus und Menschenansammlungen vor der Kasse zu vermeiden, so Kaiser. Auf jeden Fall aber werde sichergestellt, dass sich im Schwimmbecken nicht mehr als 150 Personen gleichzeitig aufhalten. Bei Hochbetrieb sorge der Bademeister mit seinem Team dafür, dass alle 30 Minuten gewechselt werde. Die Tatsache, dass viele Bäder in der Region das Elzer Zugangskonzept übernommen hätten, zeige, dass Elz damit richtig liege.

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