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Die Jugendlichen der achten Klasse der Erlenbachschule packen bei der Gestaltung des Skaterplatzes mit an.

Erlenbachschule

Jugendliche packen beim Skaterplatz mit an

Tatkräftige Hilfe bei der Neugestaltung des Skaterplatzes erhielt der Bauhof von zehn Achtklässlern der Erlenbachschule. Initiiert hat diese Maßnahme der Jugendpfleger der Gemeinde, Helder Machado. Denn nur wer beim Bau tatkräftig mit anpacke, schätze den Platz.

Große Betriebsamkeit herrschte vor einigen Tagen auf dem Skaterplatz. Dort soll ein neues Freizeitgelände mit höherer Aufenthaltsqualität entstehen, als es derzeit vorzufinden ist. Damit die Jugendlichen, für die der Platz gedacht ist, wissen, wie viel Arbeit in solch einer Gestaltung steckt, durften sie tatkräftig mit anpacken. Mit Presslufthämmern schufen sie große Löcher in den Boden, wo später die neuen Mülleimer einbetoniert werden oder die Konstruktion für das Dach. Auch halfen sie dabei, neue Bäume zu setzen.

„Die Jugendlichen entwickeln viel Freude bei der Mitarbeit“, so Helder Machado, „und die machen es gut – dafür, dass es richtig kernige Arbeit ist.“ Und so ist kein Murren zu hören, sondern Feuereifer zu sehen. Unter den Jugendlichen ist auch Lars Fickel (15). „Ich wollte gerne wissen, was alles nötig ist, um so einen Platz zu errichten“, so der Jugendliche. Spüren tut er die Arbeit schon: „Mir tun die Knie ganz schön weh.“ Auch die anderen Jugendlichen zeigten sich ganz bei der Arbeit. Nur einer äußerte sich etwas skeptisch, ob diese Umgestaltung genügt, damit weniger Müll am Ende vorhanden ist. Aber dennoch finden sie alle es gut, dass etwas gemacht wird. Damit könnte ein Platz für die Jugendlichen entstehen, wo sie sich treffen können.

Helder Machado ist sich sicher, dass es auch später noch Müll auf dem Platz geben wird. Doch mit genügend Mülleimern und einem gesteigerten Bewusstsein geht er davon aus, dass sich der Platz in eine positive Richtung entwickelt. „Man kann warten, bis Veränderungen eintreten, oder etwas dafür tun“, so der Jugendpfleger. Er hat sich dafür entschieden, etwas zu tun.

Der erste Bauabschnitt ist ein gutes Stück vorangekommen. Mit großen Blöcken wurde eine halbrunde Sitzgelegenheit erschaffen, welche noch überdacht wird. Im Sommer soll noch ein Zaun errichtet werden, welcher verhindert, dass weiterhin mit Pkw auf die Basketballfläche und die Skateranlage gefahren werden kann. Dafür wurden fünf Parkplätze im vorderen Bereich angelegt.

Während die Jugendlichen und die Mitarbeiter vom Bauhof angepackt haben, war der Skaterplatz auch Thema in der Gemeindevertretersitzung am vergangenen Montag. Die SPD stellte den Antrag, dass der Gemeindevorstand beauftragt werden soll, ein ganzheitliches Konzept zu erarbeiten, damit in Zukunft die Sauberkeit gewährleistet ist. „Wir wollen mit dem Antrag niemandem eine Schuld zuweisen, sondern die Lösung für ein Problem finden“, so Christian Zei beim Vortragen des Antrages.

Der Platz liege sehr gut, so dass Anwohner nicht von Besuchern des Platzes gestört werden. Er diene als Treffpunkt für Jugendliche, junge Erwachsene und Familien. Er besitze eine hohe Frequentierung. Doch führten vorhandene Verschmutzungen dazu, dass auch andere ihren Müll liegenlassen. Daher regte er an, dass mehr „vandalismussichere“ Mülleimer aufgestellt werden sollen.

Bürgermeister Horst Kaiser (CDU) wies darauf hin, dass in der Umgestaltung die Aufstellung von mehr Mülleimern vorgesehen seiund diese auch sehr stabil seien. Auch würde der Platz zweimal die Woche gesäubert.

„Ich hoffe sehr, dass sich durch die Einbindung der Jugendlichen sich deren Meinung ändern wird“, so Kaiser. Er werde alles daran setzen, dass dort unten ein neues Bewusstsein entstehe. Trotz dieser Maßnahmen, die schon getätigt werden, stimmte die Gemeindevertretung einstimmig für die Schaffung eines Konzeptes, wie die Sauberkeit auf dem Platz auf Dauer gewährleistet werden kann.

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