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Ärger in der Baumallee am Wambach: Walter Kaiser hält eine mutwillig abgeknickte Bäumchenkrone in der Hand.

Vandalismus

Junge Alleebäume zerstört

Opfer von Randalierern: Drei Bäumchen in der vom Autohaus Kaiser angelegten Allee am Wambach sind in den vergangenen Wochen mutwillig beschädigt worden. Die Gemeinde Elz denkt inzwischen über Ersatzmöglichkeiten nach.

Es gibt Dinge, die sollten einfach nicht passieren, meint Walter Kaiser. Zum Beispiel das mutwillige Umknicken dreier erst im vergangenen Jahr am Wambach gesetzten Bäumchen. Dort schräg gegenüber von seinem Autohaus an der Limburger Straße hat der Kfz-Meister über die letzten 20, 30 Jahre eine Baumallee mit inzwischen 17 Bäumen angelegt. Eine Allee, die entlang des Wambachs bis hin zum Staffeler Weg verläuft und auch in dem umliegenden Gewerbegebiet für freundliches, schattiges Grün sorgt.

„Die Gemeinde hatte mich damals gefragt, ob ich das machen könne“, erinnert sich der Unternehmer. „Die Firma Auto-Kaiser hat diese Bäume dann gepflanzt und schneidet nicht nur die Bäume regelmäßig, sondern pflegt und schneidet auch diese Grabenparzelle frei“, bestätigt Bürgermeister Horst Kaiser (CDU). „Umso ärgerlicher ist es, dass nun drei Bäume von irgendwelchen Vandalen umgeknickt wurden.“ Leider sei das nicht das erste Ma. „Wir hatten solche Vorgänge in den letzten Jahren immer wieder einmal.“ Ganz schlimm war es offenbar vor etwa sechs Jahren, als hauptsächlich ein junger Mann aus Elz mit einer Art Machete eine ganze Reihe von Bäumen auf dem Turnplatz und in den Anlagen umgehauen hatte.

„Leider nimmt der Vandalismus offenbar immer weiter zu“, sagte Horst Kaiser und verwies auf die Verwüstungen in den Elzer Anlagen im April. Dabei wurden unter anderem ein Insektenhotel zerstört, Weg- und Pflanzeneinfassungen herausgerissen und Bäume krumm getreten. Verwüstungen, welche die ehrenamtlichen Betreuer der Anlagen, die Mittwochs-Rentner, fassungslos zurückließen. „Das Insektenhotel wird jedenfalls nicht noch einmal aufgebaut“, lautete damals die Feststellung.

„Vandalismus zu verhindern ist sehr schwer“, betont Horst Kaiser. Das gehe in der Tat nur, wenn alle, die etwas beobachten, das auch melden. Ein Problem sei auch der Müll: „Es gibt leider viele Zeitgenossen, denen unsere schöne Landschaft und die Sauberkeit vollkommen egal sind.“ Und das, obwohl heute eine sehr gute Müllentsorgung angeboten werde. Er kenne leider kein Patentrezept dagegen, räumt der Bürgermeister ein. „Schauen Sie sich nur mal die Auf- und Abfahrten zur A 3 in Limburg an, man muss sich schämen, wie es dort aussieht.“

In Bezug auf die beschädigte Baumallee besteht aber Hoffnung: „Wir werden uns nun überlegen, wie wir am Wambach für Ersatz sorgen“, verspricht Kaiser.

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