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Angeln geht auch im Regen: Tim (hinten) und Leon warten geschützt unter ihrem Zelt, bis ein Fisch anbeißt.

Sportanglerverein

Nachwuchsangler kennen kein schlechtes Wetter

Die Jugendgruppe des Sportanglervereins Limburg zeltete am Wochenende an der Teichanlage im Elzer Wald. Auch der Regen konnte die Jugendlichen nicht erweichen.

„Es gibt für Angler kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“, sagte der Betreuer Norbert Hudel. Und für Notfälle haben sie eben ein Zelt dabei. Und so saßen die Jugendlichen des Sportanglervereins Limburg schon am frühen Morgen unter einem wasserdichten Zelt und tauschten sich aus. Tim (zwölf Jahre alt) berichtet von der vergangenen Nacht: „Ich hatte voll den Biss und mein Pieper hat wohl laut gepiepst, aber ich habe so tief geschlafen und es nicht gehört.“ Zwar hatten die Betreuer geplant, dass nur bis Mitternacht geangelt werden sollte, aber die Jugendlichen hatten so viel Spaß, dass sie die Nacht durchangelten – Technik macht es möglich: Dank eines elektronischen Signalgeräts an der Angel, das piepst, wenn ein Fisch anbeißt, konnten die 17 Jugendlichen zwischendurch schlafen.

Um dann im Regen zu stehen. Zwar ließen die Jugendlichen sich von dem Wetter nicht vertreiben, doch zwischendurch war von dem einen oder anderen ein „Sauwetter“ zu hören. Aber der zwölfjährige Leon war begeistert: „Ich finde es toll, nachts zu angeln.“ Er und Tim sind nicht das erste Mal beim Zeltlager dabei, und sie sind immer wieder begeistert. Nur ein Jugendlicher gab auf, ihm war in der Nacht das Zelt abgesoffen, so dass er am Morgen aufgab, seine Sachen abbaute und zusammenpackte.

An dem Wochenende ging es aber nicht nur ums Fangen, auch die

Theorie

stand auf dem Plan, erklärte Norbert Hudel. Am Samstagvormittag untersuchten die Jugendlichen das Wasser im Teich und erfuhren, welche Wasserwerte wichtig sind, welche Lebensbedingungen Fische brauchen. Auch Spinnen und Fliegen als Köder wurden gebastelt.

Das Wetter sei kein Grund, das Zeltlager abzusagen, sagte Hudel. „Wenn es zu stark regnet, können wir immer noch in die Vereinshütte gehen und die

Theorie

im Trockenen machen.“

Am Teich stand ein Räucherofen, in dem die geangelten Fische gleich geräuchert wurden. Karpfen, Barsche und Rotaugen bissen schon in der Nacht an, berichteten die Jugendlichen. Forellen hat der SAV derzeit nicht im Teich. „Die Forellen haben Probleme mit der Hitze, weil das Wasser zu warm ist und zu wenig Sauerstoff im Wasser gelöst ist“, sagte Hudel, aber es gebe genügend andere Fische im Teich.

Norbert Hudel ist seit 15 Jahren Betreuer im Zeltlager. Neben der Vermittlung von

Theorie

sei ihm vor allem wichtig, das soziale Miteinander und die Kameradschaft unter den Jugendlichen zu fördern.

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