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Ortsübergreifend Leben retten

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Von: Klaus-Dieter Häring

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Eine simulierte Höhenrettung vom Dach des Rathauses lockte schon früh viele Besucher auf den Platz, die dann auch nicht mit Applaus sparten.
Eine simulierte Höhenrettung vom Dach des Rathauses lockte schon früh viele Besucher auf den Platz, die dann auch nicht mit Applaus sparten. © Klaus-Dieter Häring

"Tag der Rettungskräfte" zur Gemeindefusion von Elz und Malmeneich vor 50 Jahren.

Elz -Vor genau 50 Jahren haben sich die Gemeinden Elz und Malmeneich zusammengeschlossen. Fünf Jahrzehnte später arbeiten auch die Feuerwehren, die DLRG und das Deutsche Rote Kreuz über die ehemaligen Gemeindegrenzen hin weg erfolgreich zusammen. Bürger aus Elz und Malmeneich retten gemeinsam Leben - eine guter Grund für einen "Tag der Rettungskräfte" am Sonntag auf dem Elzer Rathausplatz.

Eingerahmt wurde der Tag der Elzer Rettungskräfte von einer Fahrzeugschau der Elzer Hilfsorganisationen sowie zahlreichen Rettungsvorführungen auf dem Rathausplatz. Nachdem Michael Eidt (CDU) vom Gemeindevorstand, Hilmar von Schenck als Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Elz und Matthias Schmidt als Vorsitzender der DRK-Ortsgruppe Elz den offiziellen Teil übernahmen, ging es an das unterhaltsame Rahmenprogramm, zu dem schon früh viele Besucher kamen.

Man wolle für die Besucher das Geheimnis lüften "was wir so spazieren fahren und was wir draufhaben", so Hilmar von Schenck. Die Feuerwehr demonstrierte eine Rettung einer verletzten Person vom Dach des Rathauses mit der Drehleiter und dem eigenen Höhenrettungs-Team. Die Korbtrage mit dem Patienten schwebte dabei begleitet von zwei Einsatzkräften aus luftiger Höhe zu Boden, wo der Rettungsdienst des DRK den Patienten übernahm. Anschließend wurden die vielen Mitmachaktionen frei gegeben. So wie beim DRK wo einiges zum Thema Erste Hilfe vermittelt wurde.

Ein besonderer Knaller war dann im wahrsten Sinne des Wortes die Vorführung einer Fettexplosion, präsentiert von den Brandschutzerziehern der Feuerwehr. Damit wurde eindringlich davor gewarnt, brennende Fritteusen oder brennendes Öl mit Wasser zu löschen. Die Experten raten, immer eine Löschdecke zu nutzen. Die Zuschauer waren beeindruckt von der etwa fünf Meter hohen Flammenwand, die bereits ein kleines Glas mit Wasser, in brennendem Speiseöl gegossen, explosionsartig auslöste. Im Ernstfall würde dadurch schlagartig die gesamte Küche in Brand geraten und eine akute Lebensgefahr für die löschende Person entstehen. Wie man es richtig macht, nämlich mit einem Topfdeckel, einer Löschdecke oder einem Feuerlöscher, wurde natürlich auch gleich demonstriert. Die Zuschauer konnten dann selbst mit Übungsfeuerlöschern die richtige Handhabung der Geräte erlernen.

Jugendgruppen

arbeiten zusammen

Anschließend gab es noch eine Taufe - eine Rettungsbootstaufe der DLRG -, der eine Vorführung der Wasserretter folgte. Dabei bargen die Strömungsspezialisten der DLRG einen Menschen aus einem Fahrzeug im Wasser. Wie gut die Retter von Anfang an zusammenarbeiten, bewies eine Gemeinschaftsübung von Jugendfeuerwehr, Jugendrotkreuz und DLRG-Jugend am Rathaus. Abschließend zeigte die Feuerwehr Elz die technische Rettung einer eingeklemmten Person aus einem Unfallfahrzeug mit hydraulischen Rettungsgeräten. Die Erstversorgung des Unfallopfers übernahm natürlich der DRK-Rettungsdienst.

Vertrag sicherte Fortbestand

der eigenen Wehr

Die Ortsteilfeuerwehren von Elz und Malmeneich, die heute zusammen die Feuerwehr der Gemeinde Elz bilden, wurden vor 50 Jahren im Eingliederungsvertrag der damals selbstständigen Gemeinde Malmeneich mit der Gemeinde Elz ausdrücklich erwähnt. Die Gemeinde Elz sicherte in dem Vertrag den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr Malmeneich zu, solange ausreichend Feuerwehraktive im Ort vorhanden sind. Sollte das nicht mehr der Fall sein, werden die Einsatzkräfte samt Technik Bestandteil des Löschzugs Elz, heißt es im 50 Jahre alten Vertrag weiter.

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